Lil‘ Farmer | BrinePixels

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(pwc) Als ortsansässiger Landwirt besteht deine Aufgabe darin, zu jeder Jahreszeit das Feld zu bewirtschaften und die Ernte an die Dorfbewohner auszuliefern.

Das Feld besteht aus acht Teilstücken, die jeweils drei Samen aufnehmen können. Ausreichend Saatgut und Wasser stehen immer zur Verfügung. Alle Jahreszeiten laufen dabei immer gleich ab: schnapp‘ dir die Samen, streue sie auf dem Feld aus und bewässere danach die acht Teilstücke. Am Folgetag wachsen bereits kleine Pflänzchen aus der Erde. Nachdem du auch diese entsprechend bewässert hast, endet dein Arbeitstag. Am dritten Tag in Folge sind die Pflanzen so weit ausgereift, dass sie geerntet und ausgeliefert werden können.

Der erste Dorfbewohner, der in einem durchschnittlich großen Haus lebt, erhält drei Pakete. Der zweite Dorfbewohner, der ein winziges Häuschen bewohnt, hat ein Paket bestellt. Er fragt dich, ob er auch ein zweites Paket erhalten könne. Du willigst ein. Zuletzt erreichst du das Haus des Großgrundbesitzers, auf dessen Boden sich auch dein Feld befindet. Als du bei ihm anklopfst, reagiert er harsch und fragt, was du willst. Als du dich als den ortsansässigen Landwirt zu erkennen gibst, ist er beruhigt, und erklärt, dass sich seine Diener später um die neun Pakete kümmern werden.

Doch zu früh gefreut: schnell fällt dem Großgrundbesitzer auf, dass da ein Paket aus seiner Bestellung fehlt. Als er erfährt, dass du dieses an den zweiten Dorfbewohner abgegeben hast, reagiert er sehr ungehalten und befielt dir, das fehlende Paket sofort zurückzubringen. Andernfalls würde er dich verhaften. Als du die Angelegenheit zur Zufriedenheit des Großgrundbesitzers löst, warnt er dich, dass so etwas nicht noch einmal vorkommen soll.

Nachdem der Sommer anbricht und sich dein Job wiederholt, merkst du direkt eine Veränderung. Der erste Dorfbewohner hat nur noch zwei Pakete bestellt. Und der mit dem kleinen Häuschen konnte sich gar keins mehr leisten. Als du den Großgrundbesitzer darum bittest, eines seiner zehn Paket abzugeben, wird dieser wütend. Die Leute sollen doch mehr arbeiten, dann verdienen sie mehr Geld und könnten sich auch ein Paket leisten. Schließlich sei er nicht die Wohlfahrt.

Im Herbst beginnt das Laub zu fallen und verteilt sich um die Häuser. Als du dein Feld abgeerntet hast und die Bestellungen auslieferst fragst du den ersten Dorfbewohner, ob er vielleicht dem armen zweiten eine Kiste abgeben könne. Dieser verneint zwar, kündigt aber an, dass der zweite Dorfbewohner jederzeit zum Essen vorbeikommen könne. Als du am Haus des armen Dorfbewohners klopfst, erhältst du keine Rückmeldung. Scheinbar ist niemand zu Hause. Der Großgrundbesitzer, den du wieder einmal mit zehn Kisten belieferst, stellt eine Forderung: in der Winterzeit möchte er sämtliche Kisten für sich haben, da er eine große Gala in seinem Anwesen plant. Mit anderen Worten: alle übrigen Dorfbewohner sollen leer ausgehen!

Als der Winter anbricht und das Feld bewirtschaftet werden muss, lässt du dir eine „passende Antwort“ auf den Großgrundbesitzer einfallen. Mehr kann und möchte ich an dieser Stelle nicht verraten – nur so viel: dieses Spiel endet nicht mit einem Happy End!

Lil‘ Farmer zeigt die Verhältnisse zwischen Unter-, Mittel- und Oberschicht zueinander auf. Die Oberschicht gibt den Ton an und alle anderen Schichten haben sich diesem unterzuordnen. Während die Mittelschicht kleine, aber ausreichende Brötchen backt, ist die Situation der Unterschicht prekär. Es fehlt einfach an den finanziellen Mitteln. Der Landwirt löst dieses Problem auf seine Weise. Insgesamt ist das Ende hart, aber auch befriedigend. Das Spiel kann ►hier heruntergeladen werden.

Bewertung: 2 von 5.

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