Game Boy: Ghostbusters II

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(pwc) Fünf Jahre mussten Geisterjäger-Fans auf die lang herbeigesehnte Fortsetzung warten. Dann, endlich im Jahre 1989 angekommen, schickte uns Ivan Reitman in ein garstiges Abenteuer: Der unheimliche Mittelalterfürst Vigo wird in einem Selbstbildnis im Manhattener Kunstmuseum gefangen gehalten. Das passt ihm natürlich ganz und gar nicht, hegt er doch die Absicht, auch als Herrscher im 21. Jahrhundert die Welt zu kontrollieren. Die Geisterjäger sind sofort zur Stelle und merken schnell, dass sie neben Vigo auch einem unheimlichen Schleimfluss und einem geistig manipulierten Museumsdirektor gegenüberstehen.

Soweit die Story. Das Game-Boy-Spiel zum Film erreicht uns ein Jahr später: Activision lädt 1990 zur eifrigen Geisterjagd ein. Zu Beginn darf man sich zwei der vier niedlichen Geisterjäger-Sprites auswählen. Die Auswahl gestaltet sich im Spiel jedoch als unwesentlich, denn Peter, Stan, Egon und Winston sind mit denselben Fähigkeiten ausgestattet. Und davon gibt’s im Spiel nur zwei: Entweder den Protonenstrahler einsetzen oder die Falle schleudern. Über das Steuerkreuz steuert man beide Geisterjäger gleichzeitig. Durch die Spielgrafik (Vogelperspektive) ist dies problemlos möglich. Button A schießt den Strahler ab, Button B löst die Geisterfalle aus.

Ghostbusters II besticht durch ein ausgeklügeltes Spielsystem, bedient unseren Sammeltrieb und garniert dies mit einer Portion Herausforderung in Form eines Zeitlimits pro Level. Ziel eines jeden Levels ist es, alle Flure innerhalb einer bestimmten Zeit von Geistern zu befreien. Als Orientierungshilfe läuft ein Counter mit jedem eingefangenen Geist ein wenig weiter ab. Das macht nicht nur einen Höllenspaß, sondern animiert im Laufe des Spiels und bei jedem erneuten Einlegen der Cartridge in den Game Boy, schneller – und damit besser – zu werden.

Allerdings machen es uns die Geister auch nicht wirklich leicht. Sie verschwinden schon mal gerne im Mobiliar und tauchen ebenso gerne an anderer Stelle des Flures oder in Zwischenwänden wieder auf. Dabei bedienen sich manche Geister vor allem zweier Vorteile, die unseren Geisterjägern grundsätzlich verwehrt bleiben: Sie können feste Wände passieren und diagonal angreifen. Dafür können die beiden Geisterjäger nützliche Items einsammeln, wie die zeitlich begrenzt nutzbare Super-Geisterfalle, den Anti-Geister-Anzug oder den Pickel, mit dem man feste Wände einreißen kann.

Insgesamt bietet das Spiel 13 Flure, die von insgesamt 347 Geistern gesäubert werden müssen, und ist in drei Levelabschnitte unterteilt: das Gerichtsgebäude, den Kanal und das Kunstmuseum. Am Ende jedes Levelabschnitts wartet ein Endboss: die Scoleri-Brüder, der Geisterzug, Janosz sowie schließlich Obermotz Vigo. Wer danach immer noch nicht genug von der Geisterhatz hat, dem sei New Ghostbusters II auf dem NES zu empfehlen, das dieselbe Spielmechanik aufweist und mindestens genauso viel Spaß macht.

Bewertung: 4 von 5.

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