Game Boy: Jurassic Park

Veröffentlicht am

in

(pwc) Was passiert, wenn eifrige Wissenschaftler unter der Gesamtleitung eines Milliardärs Dinosaurier-DNA aus in Baumharz konservierten, millionenjahre alten Mücken extrahieren und klonen? Richtig: nichts Gutes. Aber genau dies ist im Jurassic Park auf der nahe Costa Rica liegenden Insel Nublar passiert.

Von einer millionenschweren Geschäftsidee getrieben, gestaltet sich John Hammond seinen mit echten Dinosauriern gefüllten Freizeitpark, um das sensationellste touristische Angebot darzubieten. Allerdings werden die Sicherungszäune des Parks vom geldgierigen Mitarbeiter Dennis Nedry sabotiert – und damit nimmt das Unheil seinen Lauf.

Ohne elektrisches Hindernis büxen die unterschiedlichen Dinos einfach aus, um den Park auf eigene Klaue zu erkunden. Dabei lässt sich der unmittelbare Kontakt mit dem Wissenschaftlerteam auf der Insel natürlich nicht vermeiden – und es gibt Ärger. OCEAN, bekannt für viele – aber nicht unbedingt viele gute – Filmversoftungen, lässt uns 1993 auch auf dem Game Boy Teil des Jurassic Park werden.

Im Spiel steuert man Dr. Alan Grant durch sechs hochspannende Level. Ziel ist es, den Jurassic Park lebend zu verlassen. In jedem Level sammelt man zunächst die versteckten Dinoeier ein – ein Counter zeigt euch jederzeit die noch verbleibenden Eier an. Diese liegen allerdings nicht immer offen auf dem Präsentierteller, sondern sind oft in Gebüschen versteckt. In Gebüschen, in denen vielleicht noch mehr lauert als nur ein harmloses Ei. Und hier setzt das eigentlich Faszinierende des Spiels an:

Hochspannung vom ersten bis zum letzten Level. Aus undurchsichtigen dunklen Ecken, aus dichtem Gestrüpp, selbst in verschlossenen Räumen können plötzlich Velociraptoren auftauchen und euch das Leben zur wahren Hölle machen. Den garstigen Biestern steht ihr allerdings nicht unbewaffnet gegenüber: Neben drei verschieden starken Munitionsarten gibt’s die ultimative Bolo-Waffe, die mehrere an einem Stahlseil befindliche Eisenkugeln verschießt und gleich mehrere Angreifer in den Dinohimmel befördern kann.

Habt ihr alle Eier eingesammelt, müsst ihr bestimmte Aufgaben erfüllen, um das nächste Level betreten zu können. Eure Missionen sind beispielsweise, die Stromzufuhr für den Elektrozaun wiederherzustellen, den kleinen Tim durch eine Triceratops-Herde zu navigieren, Lex vor den Angriffen des T-Rex zu schützen, die Velociraptor-Nester zu zerstören, bevor zu viele kleine Nachkommen produziert werden – selbst einer wilden Bootsfahrt sieht sich Alan Grant ausgesetzt.

Auf eurem beschwerlichen Weg durch den Jurassic Park werdet ihr auch öfter mysteriösen Boxen begegnen, die eingesammelt werden wollen. Doch Vorsicht: Nicht in jeder befindet sich Energie, um eure Lebensanzeige zu regenerieren. In einigen verstecken sich heimtückische Sprengladungen, die euch den verbliebenen Rest eures Lebensbalkens rauben.

Hochspannung, überdurchschnittlich gute Grafiken sowie eine ohrwurmverdächtige Soundkulisse begleiten euch vom ersten bis ins letzte Level. Missionsaufgaben und benötigte Zutrittskarten machen aus dem Game-Boy-Spiel keine stupide Dinojagd, sondern fordern euch ein geschicktes und vor allem durchdachtes Vorgehen ab.

Bewertung: 5 von 5.

Eine Antwort zu „Game Boy: Jurassic Park“

  1. […] dem ihr lediglich ausweichen müsst. Dieser erinnert frappierend an die Triceratops-Stampede aus ►Jurassic Park – ebenfalls ein Ocean Software-Titel. Daneben gilt es, den Fässerwerfer, das Harpunen-Trio und […]

Hinterlasse einen Kommentar

Diese Seite verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden..


Dir gefällt dieser Beitrag?

GAME BOY Camera Bilderservice
GAME BOY Printer Papierservice

544.431 Besuche