Game Boy: Terminator 2 – Judgment Day

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(pwc) Terminator 2 – Judgment Day ist einer der erfolgreichsten Science-Fiction-Filme der 90er Jahre und spielte weltweit über eine halbe Milliarde US-Dollar ein. Selbstverständlich sind im Zuge dieses fulminanten Kassenerfolgs auch diverse Videospiele programmiert worden.

Bevor wir zur Game-Boy-Version kommen, möchte ich kurz auf die Story des Films eingehen (falls sich da draußen Leserinnen und Leser befinden, die T2 noch nicht gesehen haben sollten):

Im Jahr 1995 entwickelt die Computerfirma Cyberdyne Systems den ersten Neuralnetz-Mikroprozessor. Dieser ist in der Lage, menschlich zu denken und zu lernen. Der Prozessor schlägt ein wie eine Bombe: Cyberdyne Systems wird zum größten Hersteller von Militärcomputern. 1997 geht der Supercomputer Skynet ans Netz. Dieser wird sich noch im selben Jahr seiner unglaublichen Macht bewusst und startet einen nuklearen Schlagabtausch mit der Sowjetunion. Am Tag der Abrechnung verlieren drei Milliarden Menschen ihr Leben.

30 Jahre später führen die wenigen verbliebenen Menschen einen fast aussichtslosen Kampf gegen die Maschinen. Angeführt werden sie von einem außergewöhnlichen Mann: John Connor. Skynet schickt einen T-1000 in die Vergangenheit, um John als zehnjähriges Kind zu töten. Sollte die Mission des T-1000 erfolgreich sein, stirbt mit John die letzte Chance der Menschheit.

Soweit die Hintergrundgeschichte. Im Game Boy-Spiel müssen wir uns durch sechs Level schießen. Hierbei solltet ihr auf eure Lebensanzeige achten. Auch wenn wir ein Terminator sind und deswegen einiges aushalten, sind wir nicht unzerstörbar. Das komplette Spiel muss mit nur einem Leben durchgespielt werden – Continues gibt es nicht. Das klingt zwar im ersten Moment hart, ist es aber bei Weitem nicht.

Unsere erste Mission ist die Deaktivierung des Skynet-Verteidigungsschildes. Hierfür müssen fünf Sendetürme in der korrekten Reihenfolge zerstört werden (vom größten zum kleinsten Turm). Ist dies gemeistert, dringen wir in die geheime Skynet-Terminator-Produktionsanlage ein. Unser Ziel ist es, einen T-800 umzuprogrammieren. Um den erbeuteten T-800 in Johns Beschützer umzuwandeln, muss sein CPU-Schaltkreis so programmiert werden, dass alle Anzeigen des Schaltplans auf null stehen. Insgesamt gilt es, drei Schaltkreise zu manipulieren.

In Level 4 liefern sich der T-800 und John Connor einen Schlagabtausch mit dem T-1000. Im Abwasserkanal versuchen wir auf einer Harley-Davidson, genügend Abstand zum T-1000 zu gewinnen, der in einem LKW sitzt und uns verdächtig nahe kommt. Zum Glück ist unser Beschützer mit einer Winchester ausgestattet. Am Ende der rasanten Fahrt geht es auf direktem Wege in die Firmenräume von Cyberdyne Systems.

Skynet basiert auf dem Design des Computerchips und des Arms des ersten Terminators, der ins Jahr 1984 geschickt wurde, um die schwangere Sarah Connor zu eliminieren. Um die Geschichte zu verändern und damit auch die Entwicklung von Skynet zu verhindern, müssen wir den Chip und den Arm zurückholen. Bewaffnete SWAT-Einheiten versuchen uns zwar davon abzuhalten – gegen einen T-800 sollten sie allerdings keine Chance haben.

Jetzt haben wir es geschafft: Der letzte Level und damit die Konfrontation mit dem T-1000 stehen bevor – und ja, es ist wahr: Dieser Endboss ist einer der einfachsten in der Geschichte der Game Boy-Spiele. Erstens steht er einfach nur da und bewegt sich nicht – gediegen wartet er ab, bis ihr euch ihm nähert. Langsam bewegt er sich dann auf euch zu, während von der Decke im Stahlwerk diverse Waffen fallen. Diese könnt ihr schnell aufnehmen und am T-1000 auslassen. Hat er genügend Treffer eingesteckt, verwandelt er sich von seiner menschlichen Form in die Flüssigmetall-Version.

Die Verwandlung ändert jedoch nicht das Prozedere: Sammelt fleißig herumliegende Waffen auf, leert eure Magazine und treibt den Boss bis an den Rand des Flüssigmetallbeckens. Jetzt verpasst ihr ihm ein paar Schüsse aus dem Granatwerfer – und die Menschheit ist gerettet.

Terminator 2 – Judgment Day ist schon oft mittelmäßig bis schlecht getestet worden. Dies kann meines Erachtens nur an drei Dingen liegen: Entweder scheitern die Spieler bereits am ersten Level, an den Schaltkreisen oder finden schlichtweg den Kampf gegen den T-1000 zu einfach. Im ersten Level müssen fünf Generatortürme in der richtigen Reihenfolge zerstört werden: vom größten zum kleinsten Turm. „Woher soll man das wissen?“, werden sich viele fragen. Die Antwort gibt uns Sarah Connor selbst – direkt am höchsten Turm.

Sieht man wohlwollend über diese drei Punkte hinweg, bietet Terminator 2 – Judgment Day astreine Run-and-Gun-Action. „Schießen auf alles, was sich bewegt“ lautet die Devise. Glühen die Finger dann so richtig (immerhin muss man sein einziges Leben im Spiel verteidigen), kann man sich gegen den T-1000 gemütlich im Sessel zurücklehnen. Geübte Spieler schaffen das Spiel in unter 15 Minuten.

Bewertung: 4 von 5.

Eine Antwort zu „Game Boy: Terminator 2 – Judgment Day“

  1. Hehe, unter 15 Minuten. Nicht wenn man das Vorgehen an der miesen Stelle wo die Türme in der richtigen Reihenfolge zerstört werden müssen nicht weiss :D

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