




(pwc) Beflügelt vom Erfolg von WWF Superstars und weiterhin als Lizenznehmer veröffentlichte LJN ein Jahr später WWF Superstars 2. Die Anzahl der Kämpfer wurde um einen erhöht – sechs Wrestler stehen nun zur Auswahl: Hulk Hogan, Sid Justice, Jake „The Snake“ Roberts, The Mountie, Macho Man Randy Savage und The Undertaker.
Die Kämpferauswahl scheint nicht willkürlich erfolgt zu sein. Wenn man sich das Jahr 1992 genauer betrachtet, stellt man fest, dass die Wrestler oftmals in direktem Zusammenhang stehen oder in diesem Jahr große Titel errungen haben. So traf Hulk Hogan bei der WrestleMania VII auf Sid Justice, Sid Justice und Jake Roberts hatten im selben Jahr eine Fehde mit The Undertaker, Randy Savage gewann den WWF Championship Title und The Mountie holte den WWF Intercontinental Title.
Mit WWF Superstars 2 lassen sich all diese Konstellationen nachspielen – am besten im Zweispielermodus über das Nintendo Game Boy-Linkkabel.
Den Spieler erwarten mehrere Spielmodi: Im Einzelspielermatch (One on One) sucht ihr euren Lieblingsgegner aus. Die Möglichkeit zu einem Rematch habt ihr, wenn der Kampf verloren geht. Titel gibt es in diesem Modus jedoch nicht zu gewinnen. Entscheidet ihr euch für ein Tag-Team-Match, steuert ihr beide Wrestler – es sei denn, ihr spielt über das Linkkabel. Dann habt ihr die Möglichkeit, zu zweit ein Team zu bilden und gemeinsam gegen die Game Boy-Auswahl anzutreten. Tag-Team-Matches sind nur im regulären Ring möglich – nicht im Steel Cage. Im Steel-Cage-Match gewinnt man durch Pinfall oder indem man den Käfig erklimmt.
Um WWF Superstar zu werden, muss man sich allerdings dem Turniermodus stellen. Fünf Wrestler wollen besiegt werden, wobei die Schwierigkeit von Match zu Match zunimmt. Ist diese Hürde gemeistert, darf man sich zu Recht WWF Superstar nennen.
Neben den herkömmlichen Angriffen wie Schlagen, Treten und Eintreten (wenn der Gegner am Boden liegt) gibt es weitere relativ einfach ausführbare Aktionen: Elbow Drops, Running Elbow Drops und Clothlines. Etwas komplizierter wird es, wenn man sich selbst im Grapple befindet oder den Gegner gepackt hat, denn dann muss man sich zwischen folgenden fünf Aktionen entscheiden: einen Headbutt verpassen, einen Bodyslam ausführen, einen Suplex ansetzen, den Gegner aus dem Ring werfen (wenn man nah genug an den Seilen steht) oder ihn paralysieren (gegen die Seile oder den Käfig werfen).
Die besten Angriffe laufen allerdings ins Leere, wenn man entsprechende Verteidigungstaktiken anwendet. Greift der Gegner an, kann man ihn schnell mit einem Clothline überraschen oder auf die Matte werfen. Liegt er am Boden, sollte ein Elbow Drop ausgeführt werden – oder, noch etwas cooler: ein Flying Elbow Drop! Hierzu schnell in eine der Ringecken laufen und auf den Pfosten klettern. Dann das Steuerkreuz in Richtung des Gegners drücken, gefolgt von Taste A – und schon meistert man einen Angriff aus der Luft.
Kämpfen ist auch außerhalb des Ringes möglich – hierbei sollte man jedoch den Countdown im Auge behalten, um nicht disqualifiziert zu werden. Grafisch befindet sich das Spiel auf einem ähnlichen Niveau wie der Vorgänger – die Charaktere wirken allerdings nicht mehr so füllig, sondern eher definierter, was insgesamt realistischer aussieht. Jeder Kämpfer verfügt über einen Lebensbalken, der sich einmal pro Kampf automatisch auffüllt, sobald er aufgebraucht ist. Alternativ kann er jederzeit durch Drücken der Select-Taste manuell aufgefüllt werden.
Mit WWF Superstars 2 habt ihr erstmals die Möglichkeit den coolsten Wrestler überhaupt auszuwählen (nein, nicht Hulk Hogan): Den Undertaker. Begleitet ihn auf seinem funeral march und lasst keine Gnade walten!




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