Game Boy: WWF King of the Ring angespielt

(pwc) 1993 veröffentlichte LJN WWF King of the Ring – ein Spiel zu einem in der Regel jährlich stattfindenden Turnier innerhalb der WWF. Im K.O.-System kämpft man sich mit seinem Wrestler durch das Achtel-, Viertel-, Halb- bis ins Finale um dann zum Schluss der König des Rings zu werden.

Aber WWF King of the Ring bietet noch viel mehr:

Acht auswählbare Wrestler stehen zur Verfügung und das Roster kann sich sehen lassen: Mit Hulk Hogan, dem “Macho Man” Randy Savage, Mr. Perfect, Bret “The Hitman” Hart, Yokozuna, Razor Ramon, Shawn Michaels und The Narcissist Lex Luger sind hochkarätige Kämpfer auswählbar. Die in der NES-Version enthaltenen Undertaker und Bam Bam Bigelow fehlen leider in der Game Boy Fassung. Erstmalig haben wir auch die Möglichkeit, uns einen eigenen Wrestler zu erstellen. Die Einstellmöglichkeiten sind allerdings bescheiden: Nachdem wir einen drei Buchstaben langen Namen vergeben haben können wir an der Attributschraube drehen: Schnelligkeit, Stärke und Ausdauer sind ganz nach unserem Geschmack modifizierbar. Erhöhen wir ein bestimmtes Attribut, sinken automatisch die anderen beiden. Das war’s dann auch schon.

Im Optionsmenü können wir uns entscheiden, ob wir gegen den Computer antreten, ein Zwei-Spieler-Match bestreiten, ein Tag-Team-Match wählen, an der WWF Meisterschaft teilnehmen oder uns dem King of the Ring Turnier stellen möchten. Bis auf die King of the Ring Auswahl sind alle Modi bereits aus WWF Superstars 1 und 2 bekannt. Widmen wir uns also direkt dem King of the Ring Turnier:

Nachdem ein Wrestler gewählt ist (der eigens erstellte Wrestler kann leider nicht antreten), befinden wir uns im Viertelfinale des Turniers. Das heißt, acht Wrestler kämpfen in vier Spielen parallel gegeneinander. Der Gewinner eines Matches zieht eine Stufe weiter: ins Halbfinale und vom Halbfinale ins Finale. Aufgeteilt sind die Wrestler in zwei Roster a vier Kämpfer. Alle (anderen) Kämpfe werden durch den Game Boy entschieden. Im Endeffekt tragen wir inklusive dem finalen Kämpf nur drei Matches aus.

Ein großes generelles Manko das alle Kämpfer gleichermaßen trifft ist die sich nicht abbauen wollende Energieanzeige. Es bedarf sehr viele Angriffe bis wir einen Gegner durch Pin-Fall erledigt haben. Wenn wir den Schwierigkeitsgrad auf easy stellen, ist der Gegner leichter zu treffen – aber das dadurch ein Kampf zügiger abgewickelt werden kann steht außer Frage. Nach relativ kurzer Zeit stellt sich gar Langeweile ein – glücklicherweise erreichen wir unser Ziel König des Rings zu werden bereits nach drei Kämpfen. Ganz anders sieht das im WWF Meisterschaftsmodus aus: Hier müssen alle sieben Kämpfer bezwungen werden, bis wir den Siegergürtel in Händen halten dürfen. Ein unglaublich zermürbendes Spielen – aber, hier kommt uns die Möglichkeit zugute, unseren eigenen Wrestler ins Rennen zu schicken. Stellt das Attribut Stärke auf Maximum und den Schwierigkeitsgrad auf Easy um halbwegs gefallen am Spiel zu finden.

Leider ist das Charakterdesign im Vergleich zu den Vorgängerspielen nicht sehr hübsch ausgefallen. Es sind zwar mehr Details zu erkennen, wie Brust- und Bauchmuskulatur – allerdings wirken die Gesichter unfertig, fast schon gespenstig wenn der Mund fehlt. Auch das Publikum im Hintergrund wurde nur oberflächlich gestaltet. Bei WWF Superstars 2 hat sich das Publikum gar bemerkbar gemacht – eine Sache die in WWF King of the Ring auch weggelassen wurde.

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