




(pwc) Monopoly ist ein absoluter Gesellschaftsspielklassiker und gehört – wie Mensch ärgere dich nicht und Schach – in jede Spielesammlung. Für alle, die Monopoly noch nicht gespielt haben: Es geht darum, Eigentum zu erwerben und es möglichst gewinnträchtig zu vermieten oder zu verkaufen, um der reichste Spieler zu werden. Die Spieler starten auf dem LOS-Feld (engl. GO) und ziehen ihre Spielfiguren im Uhrzeigersinn rund um den Spielplan. Landet eine Spielfigur auf einem Grundstück, das noch niemandem gehört, kann es der Spieler von der Bank kaufen. Möchte der Spieler jedoch nicht kaufen, wird das Grundstück an denjenigen versteigert, der am meisten bietet. Spieler, die Grundstücke besitzen, erhalten Miete von allen Mitspielern, die darauf landen. Da der Bau von Häusern und Hotels die Mieten beträchtlich erhöht, sollte man möglichst viele Gebäude errichten. Bei Geldmangel kann man Grundstücke beleihen und dafür Geld von der Bank erhalten. Die Anweisungen der Ereignis- und Gemeinschaftskarten müssen stets befolgt werden. Manchmal landen Spieler auch im Gefängnis.
Die Regeln der Brettspielvariante wurden weitgehend für die Game Boy-Umsetzung übernommen. Zwei kleine Abweichungen sind mir aufgefallen: Würfelt man nach einem Pasch einen weiteren, ist spätestens nach dem zweiten Zug Schluss. In der Brettspielvariante kann der jeweilige Spieler auch noch ein drittes Mal würfeln. Würfelt er drei Pasche, wandert er direkt ins Gefängnis. Ebenso ist mir aufgefallen, dass die Bank gerade einmal 200 $ zahlt, wenn man über LOS/GO zieht. In meiner Brettspielvariante von 1996 sind es 4.000 DM. Unabhängig von diesen Kleinigkeiten ist die Umsetzung auf dem Game Boy regelkonform.
Das Spiel bietet einen Einzel- und einen Zweispielermodus. Im Einzelspielermodus kann man einen oder mehrere Computergegner hinzuschalten. Vor Spielbeginn sucht sich jeder Spieler eine Spielfigur aus, und man einigt sich auf die Dauer des Spiels. Bei Zeitablauf gewinnt der Spieler, der zu diesem Zeitpunkt das meiste Geld besitzt. Apropos Geld: Alles, was im Spiel mit Geld zu tun hat – also das komplette Finanzmanagement -, übernimmt der Computer. Dies schließt potenzielle Rechenfehler aus und verhindert, dass Spieler unerlaubte Züge machen (z.B. mehr Geld ausgeben, als vorhanden ist). Der Computer übernimmt auch die Rolle des Auktionators bei Immobilienauktionen. Er beginnt mit einem Startgebot und überwacht die Gebote des/der menschlichen Spieler. Der Computer lässt nicht zu, dass ihr mehr bietet, als ihr Mittel zur Verfügung habt. So geht es für euch in Auktionen erst dann weiter, wenn ihr währenddessen eine Hypothek beantragt. Aber seid vorsichtig: Die Bank ist geizig und zahlt nur 50 % des Grundstückswertes. Wollt ihr im Laufe des Spiels eine Hypothek tilgen, werden zusätzlich 10 % Zinsen fällig, über die sich die Bank freut.
Grundsätzlich solltet ihr folgendermaßen vorgehen: Kauft für etwa die Hälfte eures Geldes Straßen, sobald ihr auf einem entsprechenden Feld landet. Lasst danach ein paar Runden vergehen, in denen ihr euer Vermögen über das LOS/GO-Feld wieder aufbaut. Hinzu kommen gegebenenfalls erste niedrige Mieteinnahmen, die ihr von anderen Spielern einkassieren könnt. Genauso zahlt ihr selbst, wenn ihr auf einem Feld im Eigentum eines Mitspielers landet. Behaltet eure Finanz- und Vermögenslage stets im Blick und versucht langfristig, mindestens im vierstelligen Bereich zu bleiben. Nach einigen Runden solltet ihr eure Vermögenslage weiter optimieren. Hierzu baut ihr Häuser und Hotels auf euren Grundstücken. Häuser sind einfach zu errichten – Hotels nicht. Um Hotels bauen zu können, benötigt ihr jeweils vier Häuser auf allen Grundstücken einer Farbgruppe. Ist euch das gelungen, könnt ihr kräftig abkassieren.
Neben dem Abkassieren werdet ihr jedoch schnell feststellen, dass das Spiel auch eine ganze Menge Ausgaben mit sich bringt. Ihr müsst beispielsweise Einkommen- oder Luxussteuer zahlen. Auch kann Schulgeld fällig werden oder die Kosten eines Krankenhausaufenthalts. Daneben gibt es aber auch die eine oder andere Möglichkeit, wieder ein paar Dollar wettzumachen. Im Anschluss dieses Beitrags habe ich euch exemplarisch einige Ereignisse in die Bildergalerie gestellt.
Für alle, die jetzt neugierig geworden sind: Monopoly ist ein absoluter Spieleklassiker. Das gilt sowohl für die digitale Version als auch für das physische Brettspiel. Das heißt, ein paar Euro müsst ihr schon investieren – doch diese Investition lohnt sich.



















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