




(pwc) Der Neugierschlumpf und Schlumpfine dringen heimlich ins Laboratorium des Großen Schlumpfs ein, um etwas mehr über seine Versuche mit dem Zauberkristall zu erfahren. Durch ein Missgeschick zerbricht der Kristall, und die beiden Schlümpfe werden durch die Zeit in unterschiedliche Länder versetzt. Das Schauspiel, das sich ihnen bietet, ist erschreckend: Die Erde ist ganz schön von Müll verschmutzt! Die beiden Freunde beschließen, unseren Planeten von den umweltschädigenden Abfällen zu befreien. Das ist aber noch nicht alles: So müssen sie auch jeweils 21 Kristallsplitter einsammeln, die in den Ländern verstreut sind. Nur wenn sie alle Kristallsplitter gefunden haben, kann der Zauberkristall des Großen Schlumpfs wieder zusammengesetzt werden, mit dem die beiden Schlümpfe durch die Zeit in ihr schlumpfiges Dorf zurückkehren können.
Bei Spielbeginn dürft ihr entscheiden, ob ihr mit dem Neugierschlumpf oder Schlumpfine ins Abenteuer starten wollt. Daneben könnt ihr den Schwierigkeitsgrad auswählen; zur Verfügung stehen „leicht“ und „schwer“.
Das Spiel ist in zwei bis drei Abschnitte je Land, Kontinent oder Welt unterteilt und führt euch nach Afrika, zum Nordpol, nach Asien, Nordamerika und Südamerika sowie Australien. Die Level sind dabei recht fantasievoll gestaltet und repräsentieren die Abschnitte nur wenig authentisch. Zum Beispiel begegnen euch am Nordpol Pinguine und in Australien Klapperschlangen – zwei völlige Unmöglichkeiten.
Die Levelhintergründe sind entsprechend dem jeweiligen Land gestaltet. So entdeckt ihr diverse, aus der Zeit gefallene Identifikationsmerkmale, die man eher einem bestimmten Land zuordnen kann. In Afrika sind das Strohhütten, in Asien Pagoden und in Nordamerika bergige Landschaften, Kakteen, Tipis und Marterpfähle.
In den Abschnitten trefft ihr auf eine bedeutende Anzahl von Gegnern. Affen und Geier, die Steinkugeln werfen bzw. fallen lassen, Chamäleons, Robben, die Schneebälle verschießen, und Fische, die plötzlich aus dem Wasser geschossen kommen, eine Ratte, die Feuerwerkskörper wirft, oder Kängurus mit Boxhandschuhen sind nur ein paar Beispiele.
Ziel des Spiels ist es, jeweils im Abschnitt alle Kristalle aufzuspüren. Diese sind einerseits offen in der Welt platziert oder werden versteckt von Gegnern getragen. Der Kristallzähler am unteren Bildschirmrand zeigt an, wie viele Kristalle noch eingesammelt werden müssen. Habt ihr den letzten Kristall gefunden, endet der Abschnitt sofort. Ein weiterer Zähler repräsentiert den bisher gesammelten Müll. In den Abschnitten fallen Apfelkrotzen, Tongefäße, ausgetretene Schuhe und geflickte Jutesäcke auf. Entgegen der Spielanleitung, die euch für 65 gesammelte Müllstücke ein Extraleben verspricht, bekommt ihr eines bereits bei 55 Müllstücken.
Dies ist auch bitter nötig, denn Continues gibt es keine. Bei Spielbeginn startet ihr mit drei Leben und vier Herzen. Bei jedem gegnerischen Treffer verliert ihr ein Herz.
Viel gefährlicher als die Gegner ist aber etwas ganz anderes: Abgründe, in die ihr ins Wasser fallt. Wasser – oder, wie in der südamerikanischen Höhle in Abschnitt 3, Lava – führt zum direkten Tod. Versucht also tunlichst, immer festen Boden unter den Füßen zu haben – und sei es nur ein Stück Holz, mit dem ihr euch als Floß über den tödlichen Untergrund bewegt.
Die Schlümpfe reisen um die Welt ist ein solides Jump ’n’ Run, das überwiegend fair gestaltet ist, mitunter aber auch Designentscheidungen mit sich bringt, die weniger gelungen sind, etwa nicht einsehbare Untergründe und damit verbundene Sprünge ins Ungewisse. Die Hintergrundmusik wird keinem der Länder gerecht – nicht ansatzweise. Technisch gibt es nichts zu meckern, und auch die Grafik macht einen wirklich schönen Eindruck. Leider machen die beiden Schlümpfe einen Bogen um den europäischen Kontinent – dabei gäbe es doch auch dort einiges Schönes zu entdecken, zum Beispiel die Alpen oder den Vesuv am Golf von Neapel.




Hinterlasse einen Kommentar