Game Boy: Paperboy

Veröffentlicht am

in

(pwc) Zeitungen austragen kann ganz schön gefährlich sein! In Paperboy schwingst du dich auf dein Fahrrad und machst dich auf den Weg, um die Tageszeitung „The Daily Sun“ an die Abonnenten zu verteilen. Was zunächst nach einem gemütlichen Nebenjob klingt, entwickelt sich allerdings schnell zu einer turbulenten Fahrradtour.

Dein Ziel ist es, eine ganze Woche lang Zeitungen an die Abonnenten auszuliefern. Hierzu fährst du etwas schräg vertikal die Nachbarschaft ab und versuchst, möglichst die Briefkästen der Abonnenten zu treffen. Allerdings würde es auch ausreichen, wenn du die Zeitung vor die Tür wirfst – diese Ungenauigkeit hat aber Auswirkungen auf die erzielten Punkte. Die meisten Punkte (750) gibt es tatsächlich nur, wenn du genau den Briefkasten triffst.

Die Häuser der Abonnenten von denen der Nicht-Abonnenten zu unterscheiden, ist recht simpel: Sind der Briefkasten und die Fußmatte weiß, handelt es sich um einen Abonnenten.

Das Ausliefern der Zeitungen wird dir bereits ab dem Wochenbeginn erschwert und nimmt mit jedem absolvierten Tag immer extremere Ausmaße an. Skateboarder, wilde Omas, Rasenmäher, Mülltonnen, parkende Autos, Hunde (die dich mehrere Meter weit verfolgen) und selbst der Sensenmann haben es auf dich abgesehen.

Daneben gilt es darauf zu achten, dass die Zeitung nicht mit etwas Pech in einem Fenster landet und es zu Bruch gehen lässt. Besonders ärgerlich ist das natürlich bei einem Haus, dessen Bewohner die Zeitung abonniert hat. Schließlich möchtest du deine Kunden nicht vergraulen. Ganz anders verhält es sich bei Nicht-Abonnenten: Schmeißt du denen die Zeitung direkt durchs geschlossene Fenster, winken 300 Punkte!

Das Spielprinzip ist denkbar einfach: Du musst gleichzeitig auf deinen Weg achten und deine Zeitungen verteilen. Dadurch kommt schnell Hektik auf. Vor allem, wenn mehrere Hindernisse auf einmal auftauchen, ist gutes Timing gefragt. Wer einfach drauflosfährt, landet entsprechend schnell auf der Nase.

Ein großes Problem ist dabei die eingeschränkte Sicht. Aufgrund des kleinen Game Boy-Bildschirms sieht man nur einen relativ kurzen Ausschnitt der Strecke vor sich. Hindernisse können dadurch teilweise sehr plötzlich auftauchen. Gerade in den späteren Abschnitten sorgt dies regelmäßig für Frust. Mein Tipp: Am besten genau auf der Linie zwischen Grundstücksgrenze und Gehweg fahren. Diese Position garantiert zwar auch keine definitive Sicherheit, allerdings hast du damit eine höhere Chance, schnell nach links oder rechts ausweichen zu können.

Bei Spielbeginn stehen dir vier Leben und zehn Zeitungen zur Verfügung. Sind alle Leben aufgebraucht, musst du die Woche von vorne beginnen. Sind die Zeitungen ausgeliefert, lassen sich auf der Strecke immer mal wieder neue Zeitungspakete aufsammeln, die deinen Vorrat auf maximal zehn Zeitungen auffüllen.

Theoretisch bräuchte man sich mit dem Verteilen der Zeitungen keinen Stress zu machen, denn ein Zeitlimit existiert in Paperboy nicht. Allerdings sorgen die Gegner schon dafür, dass du zügig in Bewegung bleibst.

Am Ende eines Tages wird abgerechnet. Alle Abonnenten, die du nicht beliefert hast, kündigen verärgert ihr Zeitungsabonnement. Falls du es tatsächlich schaffen solltest, alle Abonnenten zu verlieren, verlierst du auch deinen Job als Zeitungsjunge.

Wenn man es allerdings schafft, alle Abonnenten zu beliefern, bekommt man am nächsten Tag einen neuen hinzu. Auf diese Weise kannst du einem drohenden Rauswurf aus der Redaktion entgegenwirken.

Jeder Arbeitstag endet auf einem Trainings-Parcours. Hier kannst du in 45 Sekunden über Rampen springen, Zeitungen in Ringe werfen und Pylonenhütchen ausweichen. Zur Belohnung winken Punkte, die dich in der Highscoreliste weiter an die Top-Platzierung führen.

Paperboy ist ein hektisches und damit recht anstrengendes Spiel. Wer tatsächlich eine ganze Arbeitswoche Zeitungen austragen möchte, sollte eine hohe Frustrationstoleranz mitbringen. Praktisch vergeht kein Tag, an dem man nicht tausend Tode sterben könnte. Klar, es gibt nicht viele Spiele, bei denen man seinen Arbeitstag damit verbringt, Zeitungen auszutragen und nebenbei möglichst viele Fensterscheiben heil zu lassen. Aber hätte es wirklich so kräftezehrend sein müssen?

Bewertung: 2 von 5.

Kommentar verfassen

Diese Seite verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden..


Dir gefällt dieser Beitrag?

GAME BOY Camera Bilderservice
GAME BOY Printer Papierservice

582.425 Besuche