Game Boy: Final Fantasy Legend II

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(pwc) Eine umfangreiche Welt voller spannender Abenteuer und Aufgaben, knackige, aber nicht unlösbare Rätsel, die gemeistert werden müssen, ein intuitives Kampfsystem, in dem jedes Teammitglied separat angesteuert wird, ein epischer Soundtrack, die schönsten Sprites, die man sich auf dem Game Boy vorstellen kann, und nicht zuletzt eine intensive Geschichte, von der man bereits nach kürzester Zeit völlig eingenommen und begeistert ist.

Final Fantasy Legend II wurde von SquareSoft im Dezember 1990 zunächst in Japan unter dem Namen SaGa 2: Hiho Densetsu (Legende des geheimen Schatzes) und im November 1991 in den USA veröffentlicht. Bis nach Europa hat es dieses grandiose Spiel leider nie geschafft – auch nicht die im Jahr 1998 von Sunsoft neu aufgelegte Version.

Alles dreht sich um MAGI, ein Symbol, das große Macht birgt und die Legenden der alten Götter, die diese Welt erschufen, in sich vereint. Um die Kraft dieses Symbols zu besitzen, kämpften zahlreiche Krieger darum. Manche waren erfolgreich – andere scheiterten an ihrer Mission. Nun ist die Zeit gekommen, dass eine weitere Legende voller Mut anbricht. Dein Vater gab dir als Kind ein Stück MAGI und warnte dich davor, dieses jemals aus den eigenen Händen zu geben. Dann verließ er die Stadt. Mittlerweile ist unser Held herangewachsen und macht sich auf die Suche nach seinem verschollenen Vater.

Ziel des Spiels ist es, in allen neun bestehenden Weltenreichen die jeweiligen MAGI-Teile ausfindig zu machen. Sammelt man in einer Welt alle MAGI-Teile, gilt dies als Passierschein für den Eintritt in die nächste Welt. Zwischen den neun Welten bewegt man sich über Knotenpunkte, sogenannte Himmelswelten, in denen man sich frei bewegen kann, ohne befürchten zu müssen, auf Gegner zu stoßen.

Da im Spiel viele mächtige Feinde lauern, wie zum Beispiel die Gottheiten Apollo und Odin mit seinem verbündeten Pferd Sleipnir, stellt ihr euch zu Beginn des Spiels ein durchschlagkräftiges Team zusammen. Hierzu stehen euch vier Rassen zur Auswahl, die ihr ganz nach Belieben kombinieren könnt: Menschen, Mutanten, Monster und Roboter. Im Verlauf des Spiels wird euer Team auch immer wieder von zusätzlichen NPCs (Non-Player Characters) unterstützt. Bitte bedenkt, dass die Teamzusammenstellung ausgewogen sein sollte. Vier Roboter oder vier Monster werden euch eher früher als später vor gravierende Probleme stellen.

Im permanenten Kampf besiegt ihr Drachen, skelettierte Piraten, Schlangen, Goblins, unheimliche Maskenmänner und viele mehr. Mit jedem Sieg steigt das Erfahrungspunktekonto, und ab einer gewissen Punktzahl erhöht sich das Level eurer Teammitglieder. Ihr werdet also kontinuierlich mächtiger – müsst euch aber gleichzeitig gegen immer gefährlichere Feinde zur Wehr setzen. Heiltränke, Magieattacken oder auch besonders brachiale Gewalt, wie die Raketenangriffe der Roboter-Teamgefährten, erleichtern den Kampf ein wenig.

Final Fantasy Legend II muss man einfach gespielt und am besten auch in der eigenen Sammlung haben. Ich empfehle sogar ausdrücklich, den ersten Final Fantasy Legend-Teil zu überspringen und direkt mit Final Fantasy Legend II zu beginnen, da dieser Teil einige sinnvolle Änderungen im Kampfsystem aufweist und mit den Robotern eine weitere Rasse ins Rennen schickt.

Bewertung: 5 von 5.

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