Game Boy: Tiny Toon Adventures Babs‘ Big Break angespielt

(pwc) Wer Anfang der 90er seine zarte Kindheit verbracht hat, ist ab dem 1. Oktober 1992 mit einer Zeichentrickserie auf Pro 7 konfrontiert worden, wie sie bis dahin verrückter nicht sein konnte: die Tiny Toons waren plötzlich da und mischten das Kinderprogramm ganz schön auf. Die Zeichentrickfiguren sind den Looney Toons nachempfunden, so kann man Bugs Bunny mit Buster Bunny oder Duffy Duck mit Plucky vergleichen. Die Produktion erfolgte durch die Mitarbeit von Steven Spielberg – ein Garant für direkten Erfolg. Beflügelt hiervon, spendierte Konami den Tiny Toons 1992 unter anderem auch das Game Boy Spiel Babs’ Big Break.

Die Hintergrundgeschichte ist schnell erzählt: Babs Bunny ist von sich selbst so dermaßen überzeugt, dass sie eine steile Schauspielkarriere anstrebt und sich auf den Weg macht zu studieren. Ihre Freunde Buster, Plucky und Hampton machen sich derweil große Sorgen und möchten auf alle Fälle verhindert, dass ihr auf dem langen und beschwerlichen Weg etwas zustößt. Also machen sich die drei auf, um Babs zu unterstützen.

Beim ersten Spielen fällt unweigerlich und definitiv eines auf: bei Tiny Toon Adventures Babs’ Big Break handelt es sich um einen waschechten Super Mario Klon. Gegnern entledigt man sich durch den Sprung auf den Kopf, in den Waldleveln kann man in leeren Baumstümpfen (vergleichbar mit den Röhren in den Super Mario Spielen) verschwinden und Diamanten entsprechen Münzen. Wie dem auch sei: Lieber gut geklaut als schlecht selbst erfunden. Insgesamt müssen im Spiel vier Welten durchlaufen werden. In Level 1 beginnt ihr mit Buster Bunny in einem dichten Wald außerhalb der Schule durch den ihr euch durchkämpfen müsst. Hierbei werdet ihr natürlich von allerlei Gegnern gestört: Ratten, Gürteltiere und Fledermäuse machen euch das Leben schwer. Eine besondere Eigenart in jedem Level: Irgendwann erreicht ihr eine Stelle, die ihr mit eurem Charakter nicht passieren könnt. In jedem Level hat sich aber auch ein Sekundärcharakter aus dem Tiny Toon Universum versteckt, den ihr aufspüren müsst und der euch den Weg freiräumt. Aufgelockert werden alle vier Level zusätzlich durch kleine Minigames (Race mit Little Beeper, Hide and Seek mit Furrball oder Montana Mash das mit Wacky Mole vergleichbar ist) die ihr mit euren Diamanten bezahlt – bei Siegen winken euch lukrative Extraleben.

Endlich in der Schule angekommen merkt ihr, dass Dizzy Devil in der Kantine völlig ausrastet. Gebt ihm genug zu fressen, so dass er müde wird und einschlafen will. Die weiteren Level führen euch durch die große dunkle Innenstadt, ihr schlagt euch durch mehrere Zugwagons und besiegt Arnold, den Leibwächter von Montana Max auf einem Streetballfeld. In Level 3 durchquert ihr erneut den Wald – nur diesmal spukt es hier gewaltig: garstige Geister und herabfallende Kastanien trachten euch nach dem Leben. Nachdem ihr den Scary Knight am Ende des Levels besiegt habt, zeigt sich euch der wahre Alptraum in Form der kleinen Elmyra, die euch ganz fürchterlich knuddeln und wuddeln möchte. Auf eurem Motorrad flieht ihr direkt in Montanas Mansion und stellt euch dem letzten finalen Kampf!

Geniale und aberwitzige Grafiken (schaut euch die Backgrounds ruhig mal genauer an!) und ein stimmungsvoller Soundtrack versetzen euch direkt vor den Fernseher zurück ins Jahr 1992.

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