Game Boy: Robocop vs. The Terminator angespielt

(pwc) In der nahen Zukunft wird die Welt von Robocop und dem Terminator verschmelzen. Du, in der Rolle von Robocop, musst die Menschheit retten, indem du den Supercomputer Skynet in einer möglichen Zukunft vernichtest. Cyberdyne Systems hat vor kurzem einen Vertrag mit dem Strategischen Luftkommando (SAC-NORAD) abgeschlossen um einen Supercomputer zu entwickeln. Als Grundlage dient die gelungene Verbindung zwischen menschlichem Geist und Computer: Robocops Gehirn!

In der Zukunft entwickelte Skynet eine eigene Intelligenz und entschied, die Menschheit zu vernichten. Die verbliebenen Rebellen haben erfahren, dass die Grundstruktur von Skynet mit der von Robocop identisch ist. Sie schicken einen der Ihren in die Vergangenheit um den metallischen Wächter zu vernichten. Auch Skynet erkennt die Bedeutsamkeit von Robocop für seine eigene Existenz und schickt ein Squadron Terminatoren in die Vergangenheit, um Robocop zu beschützen und seine Einbindung in den Omni Consumer Products (OCP) Computer zu garantieren.

Robocop hingegen verfolgt eigene Pläne. Er will sich in OCP’s Computersystem einloggen und sich in der Zukunft wieder materialisieren. Dort kann er Skynet vernichten und die Überreste der Menschheit retten. Robocop muss sich dafür durch die Straßen von Detroit und das OCP Bürogebäude kämpfen, bevor er in die Zukunft gelangen kann.

Bei seiner Ankunft erkennt Skynet die wahren Absichten von Robocop und versucht ihn mit allen Mitteln zu stoppen.

Insgesamt muss sich Robocop durch sieben Level kämpfen bevor er Skynet gegenüber steht:

Lv.1:      Detroit on patrol
Lv.2:      Detroit O.C.P. Factory
Lv.3:      Detroit O.C.P. Factory Part 2
Lv.4:      Detroit O.C.P. Computer Complex
Lv.5:      Timetransport Pod activated. Destination: Los Angeles Future
Lv.6:      Los Angeles Skynet Access Corridor
Lv.7:      Skynet Central Computer

Robocop, der diesmal relativ winzig und nicht sehr schön gepixelt wurde, hat leider nur die Möglichkeit geradeaus oder diagonal nach oben zu schießen. Um das Recht durchzusetzen, kämpft er gegen Gangster auf der Straße und in späteren Leveln auch gegen T-800 Modelle. Hierfür steht ihm seine Standardwaffe zur Verfügung mit der er drei Kugeln hintereinander verschießen kann – solange sich die Projektile noch auf dem Bildschirm befinden ist ein weiteres Schießen allerdings nicht möglich. Die zweite und einzige besondere Waffe im Spiel erlaubt es ihm, jeweils ein Projektil diagonal nach unten, geradeaus und diagonal nach oben zu schießen. Nachteil: Sobald Robocop selbst einen Treffer einsteckt verschwindet diese Waffenoption und er muss mit seiner Standardwaffe weiterkämpfen. Bis zu dieser Stelle liest sich das alles noch nach turbulenter Robocop/Terminator-Action. Leider lassen angreifende Riesenspinnen in der Kanalisation, aus Überwachungskameras schießende Laserstrahlen in der O.C.P. Factory und bärenfallenähnliche Flugobjekte im Access Corridor das Spiel etwas lächerlich wirken.

Ein weiterer unerklärlicher Fehlgriff der Programmierer ist die Spielbalance. So ist es absolut unproblematisch Robocop etliche Treffer einstecken zu lassen ohne, dass er sich auch nur ansatzweise daran stören würde und ihn gleichzeitig im letzten Level 1000 Tode sterben zu lassen.

Aber wie ist das möglich? Robocop kann im gesamten Spiel bis maximal sechs Leben einsammeln. Ist eure Leiste bis zum Anschlag gefüllt, spielt jedes an euch vorbeiziehende Extraleben keine Rolle mehr. Robocop steckt eine ganze Menge Schaden weg bis er mal ein Leben verliert – selbst gegenüber den T-800 Modellen ist er übermächtig. Feinde die Robocop im Spiel wirklich gefährlich werden können gibt es nicht, was das Spiel bis Level 6 zu einfach macht. Das sollte euch aber nicht davon abhalten darauf zu achten, dass ihr mit Beginn des siebten und letzten Level volle sechs Leben besitzt denn diese werdet ihr dringend benötigen.

Die meisten Leben werdet ihr im letzten Level verlieren und zwar durch misslungene Sprungpassagen. Robocop kann mindesten genauso schlecht springen wie Simon Belmont in Castlevania. Oft hängt ein erfolgreicher Sprung nicht nur vom richtigen Timing ab, sondern auch von Milimeterarbeit.

Wenn ihr diese Sprungpassagen schafft, könnt ihr euch schon als sehr gut bezeichnen. Alle anderen Spieler werden wohl mit völligem Unverständnis und Kopfschütteln das Modul aus dem Game Boy reißen und in die Spielekiste feuern.

Ein kleiner Trost: Die ersten sechs Level sind relativ schnell durchgespielt und der Soundtrack kann sich hören lassen. Dank null Continues werdet ihr die ersten Level gezwungenermaßen auch schnell auswendig können – allerdings Spaß macht das keinen.

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