Game Boy: WWF Raw angespielt

(pwc) Als im Januar 1993 WWF Raw als neue Show innerhalb der World Wrestling Federation anlief, ahnte man bestimmt noch nicht, dass sie einmal als Flaggschiff in die Geschichte der WWF eingehen sollte. Immer montags abends live ausgestrahlt, erfreut sich die Sendung auch heute noch großer Beliebtheit.

Aufgrund der Popularität brachte LJN im Jahr 1994 das entsprechende Game Boy Spiel auf den Markt. Das Cover alleine verspricht schon sagenhafte Wrestlingaction: „Wrestling’s rudest and roughest!“.

Beflügelt vom martialischen Cover im feurigen gelb/orange-Ton starten wir das Game Boy Spiel und landen nach dem Titelbild direkt in den Optionen:

Zur Auswahl stehen die Spielmodi One-on-One, Tag Team und Survivor Series.

Der One-on-One und Tag Team Modus ist uns bereits aus vorherigen WWF Spielen bekannt: Im klassischen Einzelkampf wählen wir einen eigenen und einen gegnerischen Wrestler und siegen sobald wir den Gegner zermürbt haben und einen erfolgreichen PIN schaffen (One Fall). Wird das auf Dauer zu langweilig greifen zwei weitere Einstellungen: Im Brawl-Modus wird der Gegner nicht durch Pin-Fall besiegt, sondern gilt dann als erledigt, wenn wir ihn solange windelweich geprügelt haben, bis seine Energieanzeige vollständig geleert ist. Sportlicher und ehrenhafter geht es hingegen im Tournament-Modus zu: Um wahrlich ein WWF Superstar zu werden muss man gegen die übrigen sieben Wrestler antreten und diese besiegen.

Neu ist der Survivor Series Modus: Im Prinzip handelt es sich hierbei um ein aufgemotztes Tag Team Match. Im Ring stehen sich zwei Teams mit jeweils vier Wrestlern gegenüber. Das Team, das als erstes alle gegnerischen Wrestler ausgeschaltet hat (auswählbar sind One Fall und Brawl), gewinnt die Survivor Series.

In WWF Raw für den Game Boy stehen uns acht bemerkenswerte Kämpfer zur Verfügung: Lex Luger, Bret Hart, Shawn Michaels, Razor Ramon, Diesel, Doink, Undertaker und Yokozuna. Jeder der Wrestler verfügt über dieselben Standardattacken wie Schlagen, Treten, Grapple, Dropkick, Elbowdrop, Body Slam, Knee- und Backbreaker, Body Splash, jumping und diving Kneedrop.

Ebenfalls Standard und bereits aus anderen WWF Spielen bekannt sind Aktionen vom Ringpfosten und die Gefahr, außerhalb des Rings durch Anzählen disqualifiziert zu werden.

Die Grafik des Spiels bewegt sich noch unter dem Niveau von King of the Ring. Die Wrestling-Charaktere sind hässlich gestaltet – ebenso das völlig regungslose Publikum. Bewegen sich zwei Wrestler aufeinander zu kommt es oft vor, dass sich die beiden Sprites überlappen und man nur noch einen Pixelbrei vor sich sieht. Die musikalische Untermalung beginnt spätestens bei der Charakterauswahl zu nerven und zieht sich leider durch das komplette Spiel. Die Matches selbst dauernd zwar nicht so lange wie bei King of the Ring – die Energieanzeigen der Wrestler bauen sich aber ähnlich langsam ab weil nicht jeder Schlag/Tritt als Treffer gewertet wird.

Unterm Strich bleibt demnach wieder einmal nur zu sagen, dass man das Spiel getrost in der Schublade lassen kann und sich die Zeit eher mit WWF Superstars oder WWF Superstars 2 vertreibt.

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