Game Boy: Dr. Mario

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„Ich bin nicht sehr krank, ich kann noch drüber reden.“
William Shakespeare (1564-1616)

(pwc) Und doch: Die Nase ist zu, der Hals angeschwollen, der Rücken tut weh und ein Wadenkrampf kündigt sich an. Mal ist es zu kalt, dann wieder zu warm, Reizhusten stellt sich ein und der Magen beschwert sich. Jetzt wird es aber dringend Zeit für einen Termin bei Dr. Mario!

So unglaublich es klingen mag, aber in Dr. Marios Spezialabteilung für Virenforschung im Schwammerlkrankenhaus ist ein Experiment außer Kontrolle geraten. Die Viren verbreiten sich wahnsinnig schnell. Einzige Abhilfe: Dr. Mario muss zügig neue Vitaminpillen erfinden, um der Viren Herr zu werden. Glücklicherweise haben sich die Viren alle in Gläsern niedergelassen, in die Dr. Mario fleißig Vitaminpillen zu deren Bekämpfung wirft.

Dr. Mario gehört in die Kategorie der Puzzle-Games und hat Ähnlichkeiten mit Titeln wie Puyo Puyo oder Columns. Das heißt, hier spielt weniger die Form der Pillen als vielmehr die Farbe eine Rolle. Somit ist Dr. Mario nicht mit Tetris vergleichbar.

Ihr spielt Dr. Mario und habt als Ziel, alle Viren in einem Pillenglas zu beseitigen. Die Viren haften fest im Glas und sind als kleine, runde Punkte in Schwarz, Grau und Weiß dargestellt. Die Pillen selbst sind ebenfalls farbig gestaltet: Schwarz/Schwarz, Grau/Grau, Weiß/Weiß, Schwarz/Grau, Weiß/Schwarz und Grau/Weiß. In zufälliger Reihenfolge wirft Dr. Mario eine Pille ins Glas, die ihr steuert und mit den Tasten A oder B entweder gegen oder im Uhrzeigersinn dreht.

Ist die Pille im Glas gelandet und keine Bewegung mehr möglich, erscheint die nächste Pille. Wenn ihr die Pillen steuert, müsst ihr dies geschickterweise so tun, dass ihr gleichfarbige Pillenteile mit gleichfarbigen Viren kombiniert. Bei vier gleichfarbigen Teilen (unabhängig davon, ob diese von Pillen oder von Viren stammen) lösen sich diese Teile auf. Steckt ein Virus dazwischen, wird er durch diese Kombination besiegt.

Auf diese Weise eliminiert ihr alle Viren im Glas und könnt in das nächste Level starten. Einfach soll es aber schon zu Beginn nicht sein: Die Viren lauern nicht etwa auf dem Flaschenboden, wo sie leicht einzufangen wären – nein, sie haben sich an x-beliebigen Stellen in der Flasche niedergelassen. Dies hat unter anderem die Konsequenz, dass ihr erst einmal einen guten Pillengrundstock von unten nach oben aufbauen müsst, bis ihr die ersten Viren erreicht.

Solltet ihr bereits professionelle und erfahrene Doktoren sein, habt ihr die Möglichkeit, im Optionsmenü die Anzahl der Viren zu verändern. Je weiter ihr das Viruslevel nach rechts bewegt, desto mehr Viren erscheinen in der Flasche. Die ganz harten Akademiker unter euch setzen noch einen drauf und ändern die Geschwindigkeit der Pillen auf „Hoch“, was den gesamten Virenbekämpfungsprozess noch einmal eine Nummer stressiger macht.

Leider belegt die eigentliche Handlung (die Flasche) gerade einmal 50 % des Bildschirms. Die andere Hälfte ist für den aktuellen Status reserviert. Hier bekommt man angezeigt, wie viele Viren noch zu bekämpfen sind oder wie die nächste Pille farblich zusammengesetzt ist. Die Darstellung finde ich auf dem Game Boy-Display etwas klein geraten und somit mit der Zeit anstrengend. Spielt das Spiel lieber via Super Game Boy auf dem SNES – dort wirkt das Geschehen wesentlich größer, und dank Voreinstellung könnt ihr das Spiel neu eingefärbt genießen.

Dr. Mario ist ein toller Puzzler und jederzeit bestens geeignet, ausgepackt und gezockt zu werden.

Bewertung: 2 von 5.

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