Game Boy: Pinocchio angespielt

(pwc) Pinocchio, der kleine Hampelmann aus Holz, hat ein Problem und das heißt: Autorität. Auf seinen „Vater“, den Holzschnitzer Gepetto hört er nicht, statt in die Schule zu gehen verbringt er seine Freizeit lieber auf der Insel des Vergnügens und er lässt sich auf die zwielichtigen Gestalten „ehrlicher“ John und Gideon ein die ihn trickhaft seines Geldes berauben. Dabei möchte Pinnochio doch nur ein richtiger Junge werden und gelobt oft genug sich zu bessern – leider wirken die Versprechen nur meist sehr kurz.

Dennoch: Sein Ziel fest vor Augen, muss er sich gegenüber einer blauen Fee behaupten. Nur sie kann ihm die Medaillen der Wahrheit, die des Mutes und die der Selbstlosigkeit verleihen. Wenn Pinnochio im Besitz aller drei Medaillen ist verwandelt er sich in einen echten Jungen aus Fleisch und Blut.

Sieben Level gilt es zu meistern:

Unsere erste Aufgabe besteht darin, Pinnochio zur Schule zu führen und dabei nicht vom rechten Weg abzukommen. Das dies dennoch leicht passieren kann merken wir daran, dass sich einige Wege und Parallelstraßen zu wiederholen scheinen. Sobald wir das Schulgebäude allerdings erreicht haben, erscheint die blaue Fee und überreicht Pinocchio seine erste Medaille.

Bedauerlicherweise erscheinen auch der ehrliche John und Gideon und überreden Pinocchio in Strombolis Marionettentheater zu spielen. Pinocchio lässt sich leicht beeinflussen und begleitet die beiden Halunken. Die sprechende Grille Jiminy die Pinocchios treuer Wegbegleiter ist, muss sich die Aufführung von hoch oben auf einem Laternenpfahl angucken. Dabei wird er von Motten gestört die permanent auf das Licht der Laterne zufliegen. In diesem Level findet ein Rollentausch statt: Als Jiminy verteidigen wir uns mit unserem Regenschirm gegen die nervigen Flatterer.

Pinocchio ist immer noch mit seinen Gedanken weit von der Schule entfernt und freundet sich auf der Straße mit dem älteren Jungen Lampwick an. Lampwick imponiert ihm sehr, da er erwachsen und cool wirkt, raucht und Bier trinkt. Zusammen unternehmen die beiden eine Reise auf die Insel des Vergnügens. Hier muss sich Pinocchio Lampwick einer rasanten Achterbahnfahrt stellen.

Pinocchio durchschaut, was auf der Insel tatsächlich passiert: Die Kinder verwandeln sich langsam in Esel und werden von einem bösen Kutscher zum Schuften an einen Bergwerkbetreiber verkauft. Pinocchio flieht von der Insel und erhält danach seine zweite Medaille.

Jetzt erfährt er, dass sich Gepetto große Sorgen um ihn macht und dieser sich auf die Suche nach Pinocchio begeben hat. Vermutlich sucht er im Meer nach seinem „Sohn“. Pinocchio lässt sich nicht aufhalten und folgt Gepetto. Hier muss er Monstro den Riesenwal finden der Gepetto verschlungen hat. Doch unter Wasser gestaltet sich das Fortkommen ganz schön kompliziert: Da Pinocchio als Hampelmann zu leicht ist, wird er permanent in Richtung Wasseroberfläche getrieben. So bewegt er sich zu Beginn kopfüber (ähnlich wie im Japan-Level bei Marus Mission). Sammelt er jedoch mindestens fünf Muscheln ein, sinkt er nach unten auf den Meeresgrund. Hier wird auch er von Monstro verschlungen.

Im Inneren des Wals durchkämmt Pinocchio ein Schiffswrack in dem sich Gepetto auf seinem Floß versteckt hält. Sobald wir ihn gefunden haben, beginnt Monstro an zu nießen und schießt beide nach draußen aufs offene Meer.

Nun wird es Zeit die Ruder in die Hand zu nehmen: Verfolgt von Monstro fliehen Pinocchio und Gepetto und erreichen nach kurzer Zeit den Eingang zu einer Höhle. Der Wal kann beiden nicht folgen und ist besiegt. Da erscheint die blaue Fee erneut und überreicht Pinocchio die dritte und letzte Medaille. Im Besitz aller drei Auszeichnungen verwandelt sich Pinocchio in einen richtigen Jungen und Gepetto veranstaltet aus purer Freude ein großes Fest. Ende.

Pinocchio gehört zu den Game Boy Titeln die unglaublich geniale Animationen bieten wie man sie auch aus Toy Story oder Small Soldiers kennt. Leider ist die Grafik total verwaschen, unscharf und die Sprites heben sich zu schlecht vom Hintergrund ab. Gepaart mit einem nicht sehr abwechslungsreichen Soundtrack würde ich Pinocchio nur als mittelmäßiges Spiel bezeichnen – schade eigentlich, denn Potential hat das Spiel eine ganze Menge.

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