




(pwc) Bubble Bobble, das Spiel um die beiden putzigen Drachen Bub und Bob, habe ich Ende der 80er-Jahre erstmals auf dem Commodore 64 gespielt. Besonders vom Zweispielermodus war ich begeistert, denn das kooperative Spielen mit einem Schulkameraden gegen die ebenfalls putzigen Gegner hat jedes Mal viel Spaß gemacht. Ich gehe davon aus, dass das Spiel seinerzeit als absoluter Top-Titel in tausenden Diskettenboxen zu finden war.
1991 wurde Bubble Bobble auch für den Game Boy umgesetzt und erfreut sich bis heute großer Beliebtheit. Diese Beliebtheit macht sich unter anderem an den Verkaufspreisen bemerkbar, die ihr für ein loses Modul oder ein komplettes Spiel bezahlen müsst. Bubble Bobble ist etwas mehr wert und dürfte auf Flohmärkten lose selten unter fünf Euro zu finden sein.
Im Vergleich zur C-64-Version, die mit 100 Leveln aufwartet, ist in der Game Boy-Fassung nach Level 60 Schluss. Aber auch diese müssen erst einmal gemeistert werden (Tipp: Haltet Ausschau nach dem Regenschirm im Spiel – dieser bringt euch direkt fünf Level weiter). Ebenfalls sind weitere Unterschiede zur klassischen Bubble Bobble-Hintergrundgeschichte erkennbar: Diesmal geht es nicht um die beiden von Baron von Blubbla entführten Freundinnen, sondern um die Lösung eines Naturproblems. Da der See in einem nahen Waldstück seines Wassers beraubt wurde, müssen Bub und Bob Obermotz Grumple Gromit in die Knie zwingen, um den Mondwassergeist zu befreien.
Erfreulich: Das Leveldesign wurde kaum verändert. Immer noch hüpft und springt ihr durch vorgefertigte Plattformlevel und bubbelt die Gegner gehörig ein. Sind diese erst einmal in der Blase gefangen, reicht schon eine bloße Berührung, um den Bösewicht platzen zu lassen. Apropos bloße Berührung: Kommt ihr einem Gegner zu nahe, bedeutet das gleich den Verlust eines Lebens!
Durch einsammelbare Power-Ups habt ihr die Möglichkeit, eure Attacken zu verstärken. Dabei stehen euch die Feuerblase, die Wasserblase sowie die Donnerblase zur Verfügung. Probiert’s einfach mal aus! Aber nicht nur Angriffe lassen sich vorübergehend pushen, etliche weitere Sprites versüßen euch die Level: Bonbons lassen euch höher springen, die Bombe zerstört alle Gegner auf dem Bildschirm, der Schuh macht euch doppelt so schnell und die Uhr lässt Feinde einfrieren. Neben den magischen Objekten hinterlassen besiegte Gegner Gegenstände, die sehr nützlich fürs Punktekonto sind: Birnen, Zitronen, Trauben, Erdbeeren, Eisbecher, Schmetterlinge, Miniatur-Game-Boys – ein wahres Paradies für Highscore-Fans.
Bestimmte Blasen beinhalten jeweils die Buchstaben E, X, T, E, N und D. Habt ihr alle zusammen, winkt ein Extraleben (auch aus Spanky’s Quest von Taito bekannt).
Bubble Bobble auf dem Game Boy ist klasse umgesetzt. Das Spiel läuft sehr flüssig, die Grafik ist zuckersüß, und der tolle Soundtrack tut sein Übriges. Wer Bubble Bobble schon zur Blütezeit der Homecomputer toll fand, kann hier bedenkenlos zuschlagen – alle anderen aber auch.




Hinterlasse einen Kommentar