Game Boy: Elevator Action angespielt

(pwc) Die Hintergrundgeschichte zu Elevator Action bietet alles was eine gute Agentenstory ausmacht: Als Agent 17 „Otto“ ist es unsere Aufgabe das Hauptquartier der BGI (Bad Guys International) zu infiltrieren und dort an bestimmten Punkten Computer-Disketten aufzuspüren. Diese Disketten sind von ungeheurer Wichtigkeit – die Sicherheit einer ganzen Nation steht auf dem Spiel. Natürlich wird die eigene Regierung die Beteiligung an der Mission leugnen solltet ihr gefangen genommen werden. Ach ja: es wäre vernünftig jetzt in Deckung zu gehen – diese Nachricht zerstört sich selbst in 10 Sekunden.

Soweit der einleitende Text wie er in der Spielebeschreibung nachzulesen ist – nicht, dass noch jemand denkt, ich hätte mir die Bad Guy International Geschichte selbst ausgedacht^^

Die Game Boy Version von Elevator Action kommt dem Arcade Original zumindest inhaltlich recht nahe. In der Handheldversion wurden alle wesentliche Punkte umgesetzt die man bereits aus der Spielhalle kannte aber auch neue hinzugefügt: So gibt’s in den Leveln Kabelschächte durch die ihr abkürzen könnt und unser Agent ist mittlerweile in der Lage ein Stockwerk zu fallen ohne gleich zu sterben. Agent 17 beginnt seine Mission auf dem Gebäudedach auf das er sich von einem unbekannten Punkt aus abseilt. Im ersten Level sind es 20 Stockwerke durch die wir uns kämpfen müssen. Die Stockwerke sind untereinander durch Aufzüge oder Rolltreppen verbunden. Etliche Türen liegen auf unserem Weg und müssen passiert werden. Die meisten Türen sind für unsere Mission bedeutungslos, lediglich die mit einem Frage- oder Ausrufezeichen versehenen Türen wecken unser Interesse. Türen mit einem Fragezeichen können Extrapunkte, Waffen oder ein Herz beinhalten. Um ein Level abzuschließen müssen alle Computer-Disketten gefunden werden – diese befinden sich hinter den Türen mit Ausrufezeichen. Prima: im oberen Bildschirmrand befindet sich eine Anzeige wie viele Disketten noch fehlen – in welchen Stockwerken sich die Disketten allerdings befinden müsst ihr schon selbst rausfinden.

Habt ihr alle Disketten gefunden heißt es so schnell wie möglich das Gebäude zu verlassen. Auf der untersten Ebene wartet eine Kontaktperson mit deren Auto ihr fliehen könnt.

BGI-Agenten lauern überall im Hauptquartier und versuchen euch das Leben schwer zu machen. Löst ihr gar einen Alarm aus dauert es nicht mehr lange, bis man Wachhunde auf euch hetzt. Glücklicherweise stehen euch aber durchschlagende Waffen zur Verfügung um die unliebsame Gegenseite auf Distanz zu halten: Neben der Standard-Pistole könnt ihr Pumpguns, Maschinenpistolen und Granaten finden. Zusätzlich habt ihr die Möglichkeit in den Stockwerken auf Lampen zu schießen – es werde Nacht. Mit etwas Glück steht auch zufällig ein BGI-Agent darunter den ihr somit erledigen könnt. Unbesiegbar seid ihr nur in dem Moment, wo ihr die Rolltreppe benutzt. Allerdings gilt das gleichermaßen für die Gegner. Seid also vorsichtig. Vorsichtig solltet ihr übrigens generell sein: Der Tod lauert auch an anderen Stellen im Gebäude. So passiert es schonmal, dass euch ein Aufzug zerquetscht oder ihr in den Schacht rutscht und mehrere Stockwerke nach unten fallt.

Die Game Boy Umsetzung ist meines Erachtens gut gelungen wenn man mal von dem permanenten Dudelsound absieht der zwar bei allen Yoshino Imamura Fans Freudentränen auslöst, unterm Strich aber einfach zu monoton ist um langfristig zu begeistern. Als Videogame-Klassiker gehört der Titel aber definitiv in die Sammlung.

Tipps & Tricks

Die Extras, die sich hinter den Fragezeichen-Türen verstecken, sind durch die dritte Stelle (Hunderterstelle) der Punktzahl vorbestimmt:
0/1 Pumpgun, 2/3 Maschinenpistole, 4/5 Pistole, 6/7 Granate, 8/9 Herz

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