Game Boy: Cool Spot

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(pwc) Roter Punkt & schwarze Sonnenbrille – das ist Cool Spot. Das Maskottchen wurde 1987 erschaffen und warb lediglich in Nordamerika für die Getränkemarke 7-UP. Die Rechte an 7-UP teilen sich gegenwärtig Keurig/Dr. Pepper (nordamerikanischer Markt) und PepsiCo (internationaler Markt).

Wer Ende der 80er- und in den 90er-Jahren außerhalb der USA 7-UP getrunken hat, kann sich vielleicht noch an das Maskottchen Fido Dido erinnern. Fido wurde von Pepsi für die internationale Vermarktung von 7-UP genutzt. Aus diesem Grund findet man in den nichtamerikanischen Videospiel-Fassungen von Cool Spot kein 7-UP-Branding – leider aber auch keinen Bezug zu Fido Dido.

In Cool Spot für den Game Boy steuern wir das Maskottchen mit dem Ziel durch die Level, mindestens genügend Cool Points einzusammeln, um unsere Buddies aus ihren Gefängnissen zu befreien. Dabei beginnt alles sehr friedlich: In gemütlicher Strandatmosphäre kommt Urlaubsstimmung auf. Im Sand halten sich höchstens Krebse versteckt, die aber ganz schön zwicken können. Ab 60 eingesammelten Cool Points habt ihr die Möglichkeit, euren Freund zu befreien. Verlaufen könnt ihr euch in den Leveln nicht, da euch permanent ein Finger die Richtung weist.

Sammelt ihr mehr als die Mindestanzahl von Cool Points, winken in der Endauswertung des Levels mehr Punkte und möglicherweise auch ein Extraleben. Wie viele Cool Points gesammelt werden müssen, hängt vom ausgewählten Schwierigkeitsgrad ab. Davon abhängig ist auch die Anzahl der Leben, die euch zu Beginn des Spiels zur Verfügung stehen.

Im Laufe des Spiels gilt es, acht Level zu meistern. Nicht wundern: Eigentlich sind es nur fünf verschiedene Level, da die Level sechs bis acht den Leveln drei bis eins entsprechen. Einzige Ausnahme: Das Sandstrand-Level acht spielt sich nun hauptsächlich vor einem Volleyballnetz ab.

Vom Sandstrand („Shell Shock“) über die Schiffsanlegestelle („Pier Pressure“) hinter eine Wand („Off the Wall“), durch das Labor mit seinen etlichen Reagenzgläsern („Radical Rails“) und über gefährliche Sprünge auf Seerosenblätter wird Cool Spot permanent gefordert. Würmer, Muscheln, Reißbrettnägel, Mausefallen oder Doppeldecker-Modellflugzeuge stellen nur eine kleine Auswahl der Gegnerschaft dar. Eingebettet in wunderbar gepixelte Level springt Spot über Blechdosen, Zeppeline oder Gummienten, klettert dicke Seile empor oder schwingt sich von Luftballon zu Luftballon seinem Ziel entgegen. Genial: Sein Schussfeld deckt acht Richtungen ab.

Bitte im Auge behalten: den Timer. Zusätzliche wertvolle Sekunden lassen sich über versteckte Stoppuhren einsammeln. Insgesamt hält Spot sieben Treffer aus, bevor er ein Leben verliert. Um zusätzliche Extraleben zu erhalten, stehen euch drei Möglichkeiten zur Verfügung: Sammelt einen 1-UP-Token oder 100 Cool Points ein. Auch bei 50.000, 75.000 oder 100.000 Punkten (je nach Schwierigkeitsgrad) winkt ein Extraleben.

Grafisch spielt Cool Spot für den Game Boy in einer Liga, die euch schier ins Staunen versetzt. Die Level sind wunderbar (und fair) designt, die Animationen genial. Gerade Spot bewegt sich mit einer Coolness, wie man sie selten auf dem Game Boy erlebt. Lasst ihr ihn kurz auf der Stelle verharren, packt er ein Jo-Jo aus und spielt damit. Die Steuerung geht flüssig von der Hand, und auch die Hintergrundmusik weiß zu überzeugen. Absolute Empfehlung meinerseits!

Bewertung: 4 von 5.

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