

(pwc) Zwei Jahre nach den ersten Geheimtipps, folgt nun der zweite Band. Die 34 vorgestellten Spiele kategorisiert Henning erneut in verschiedene Genres: Action, Puzzle, Plattformer und Sport. Als ganz besondere Dreingabe schließt das Buch mit einem Mega Man Special ab!
Die einzelnen Beiträge sind dabei gleich gestaltet. Das jeweilige Spiel präsentiert sich auf einer Doppelseite, wobei links ein Abdruck der Cartridge und ein Screenshot berücksichtigt sind – ergänzt durch nützliche Hintergrundinformationen wie Releasejahr, Entwickler und Publisher. Der übrige Platz ist für die Vorstellung des Spiels reserviert.
Da die Texte in einem lockeren Schreibstil verfasst sind, hat man die insgesamt 87 Seiten schnell durch. Dabei werdet ihr auf einige interessante Hinweise stoßen. Zum Beispiel erfahrt ihr in Battletoads/Double Dragon, dass ihr euch an einer bestimmten Stelle im Spiel abseilen müsst, dass die Chance sich zu verlaufen in The Battle of Olympus besonders groß ist oder dass das Spiel Road Rash einen Rückspiegel bietet. Manchmal kann man aus den Zeilen gar versteckte Hinweise erlesen. So ist zu empfehlen, dass ihr erst die Anleitung studiert, bevor ihr euch blind in Stop that Roach! auf Kakerlaken-Jagd begebt.
Im Buch sind unter anderem berücksichtigt:
In der Kategorie Action Choplifter III, Rodland und Jurassic Park 2: The Chaos Continues, in der Kategorie Puzzle Brain Drain, Tetris Plus und Heiankyo Alien, in der Kategorie Plattformer Earthworm Jim, Fire Fighter und Mr. Nutz, in der Kategorie Sport The Spirit of F-1, Super Off-Road und Road Rash sowie im Mega Man-Special alle fünf Teile.
Game Boy Geheimtipps 2 macht definitiv Lust darauf, sofort den Game Boy in die Hand zu nehmen und drauf loszuspielen. Leider fällt das Buch aber gegenüber seinem Vorgänger ab. Einerseits wird der zweite Teil nun im Print on Demand-Verfahren angeboten, was sich leider in der weniger guten Papierqualität und dem Druck widerspiegelt. Daneben wurden gewöhnungsbedürftige Designentscheidungen umgesetzt: die Cartridges sind, warum auch immer, allesamt grün eingefärbt und über jedem Beitrag befinden sich nun prominent drei fette schwarze vertikale Striche. Auch beim Lesen sind mir manche Dinge unklar geblieben. Zum Beispiel: wieso wird der Protagonist in Nail ’n‘ Scale als Psycho mit Zipfelmütze bezeichnet? Oder welchen Bezug hat im Beitrag zu Fire Fighter der Hinweis auf das Haus der Addam’s Family?
Davon aber mal abgesehen, ist das Buch ansprechend strukturiert und liest sich angenehm flott. Sammler von Game Boy-Lektüre schlagen natürlich ►zu!





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