




(pwc) Die XVII. Olympischen Winterspiele fanden vom 12. bis 27. Februar 1994 im norwegischen Lillehammer statt. Die Olympischen Winterspiele sind Teil der Olympischen Spiele und werden seit dem Jahr 1924 ausgetragen. Die Olympischen Spiele basieren auf dem grundlegenden Ideal, junge Menschen durch Sport im Geiste des besseren Verständnisses und der Freundschaft zu erziehen und so zu einer besseren und friedlicheren Welt beizutragen. Doch Kriege konnten die Olympischen Spiele bisher nicht verhindern.
In der Umsetzung für den Game Boy kannst du aus 20 Nationen wählen. Darunter befinden sich viele Länder, die aktuell im Medaillenspiegel ganz weit vorne stehen: Norwegen, Deutschland, Italien oder auch die USA.
Zur Auswahl stehen sieben spannende Disziplinen des olympischen Programms: Ski Alpin Downhill, Ski Alpin Slalom, Bob, Biathlon, Shorttrack-Eisschnelllauf, Skispringen und Ski-Freestyle. Jede Disziplin kann einzeln ausgewählt und ausreichend trainiert werden. Habt ihr die Streckenführung verinnerlicht und euch mit der Steuerung vertraut gemacht, könnt ihr den Olympiamodus auswählen. Hier gilt es, alle Disziplinen hintereinander zu meistern, indem ihr möglichst eine Bestzeit erreicht, im Fall des Skispringens eine ausreichend lange Distanz springt und im Ski-Freestyle durch Akrobatik Punkte sammelt. Im Olympiamodus ist besonders eine Regel bindend: Eine zweite Chance gibt es nicht! Fallt ihr auf die Nase, seid ihr sofort disqualifiziert.
Im Olympiamodus stehen euch weitere Auswahlmöglichkeiten zur Verfügung:
• Alle Disziplinen
• Nur Abfahrtsdisziplinen (Ski Alpin Downhill, Ski Alpin Slalom, Ski-Freestyle, Skispringen)
• Alle Disziplinen außer Abfahrtsdisziplinen (Bob, Biathlon, Shorttrack-Eisschnelllauf)
• Nur die erste Hälfte der Winterspiele (Ski Alpin Downhill, Biathlon, Skispringen, Bob)
• Nur die zweite Hälfte der Winterspiele (Ski Alpin Slalom, Shorttrack-Eisschnelllauf, Ski-Freestyle)
Die Eröffnungs- und Abschlusszeremonie kann allerdings nur bei der Wahl aller Disziplinen miterlebt werden.
Eure Aufgaben sind bei den verschiedenen Disziplinen unterschiedlich gelagert. Beim Ski Alpin Downhill (erstmals bei den Olympischen Winterspielen 1936 eingeführt) müsst ihr die in erster Linie auf Geschwindigkeit ausgelegte Strecke so schnell wie möglich absolvieren. Dabei wird getestet, ob ihr die Geschwindigkeit auch in schwierigem Gelände kontrollieren könnt. Auf der Strecke befinden sich etliche Schneehügel, die die Steuerung besonders herausfordern.
Der Ski Alpin Slalom ist der kürzeste aller alpinen Skiwettbewerbe. Die Tore sind so positioniert, dass ihr zahlreiche Richtungswechsel vornehmen, gleichzeitig aber auch Geschwindigkeit aufnehmen und einen gleichmäßigen, fließenden Rhythmus auf der Strecke beibehalten müsst. Sieger ist der Teilnehmer mit der schnellsten Zeit nach einem Lauf.



Die Ski-Freestyle-Disziplin wurde 1992 bei den Olympischen Spielen in Albertville eingeführt. Ihr fahrt eine einzelne Abfahrt einen steilen, 250 Meter langen Hang hinunter, der gleichmäßig mit Buckeln (Hartschneehügeln) bedeckt ist. Dabei folgt ihr der Falllinie und führt während der Abfahrt zwei Sprünge aus. Zeit, Technik und Sprungleistung sind entscheidend für das Endergebnis. 25 Prozent der Punkte werden für die Technik, 25 Prozent für die Geschwindigkeit und jeweils 25 Prozent für jeden Tricksprung (zum Beispiel Saltos oder Drehungen/Schrauben) vergeben.
Skispringen hat als Wintersport eine lange Tradition und war ein zentraler Bestandteil der Olympischen Winterspiele 1924 in Chamonix. Der weiteste Sprung betrug damals 49 Meter. Punkte werden für Stil und Technik sowie für die erreichte Weite vergeben. Der ideale Sprung wird mit Kraft, Kühnheit und Präzision ausgeführt und vermittelt gleichzeitig einen ruhigen und kontrollierten Eindruck. Drückt die A-Taste, um euch abzustoßen und die Schanze entlang der Mittellinie hinunterzufahren. Betätigt am Ende des Sprungs erneut die A-Taste, um abzuheben. Zu frühes Drücken führt zum Verlust wertvoller Flugzeit, zu spätes Drücken zu Distanzverlust. Während ihr euch im Sprung befindet, müsst ihr auf dem Steuerkreuz hoch und runter drücken, um euch im Gleichgewicht zu halten. Drückt auch beim Anflug auf den Boden die A-Taste, um die Landeposition einzunehmen. Auch hier gilt: Zu frühes Drücken führt zu Distanzverlust, zu spätes Drücken zu einem Sturzrisiko. Punkte werden sowohl für den Landestil als auch für die Distanz vergeben.
Bobwettbewerbe sind seit den ersten Winterspielen 1924 Teil der Olympischen Spiele, mit Ausnahme der Spiele 1960 in Squaw Valley. Die 1.365 Meter lange Strecke in Hunderfossen, 15 Kilometer nördlich von Lillehammer, ist Nordeuropas modernste Bahn. Der Bob wird von seiner Crew angeschoben. Dieser Anschub und die Schwerkraft sind die einzig zulässigen Antriebsmittel für den Bob. Um im Anlauf Geschwindigkeit aufzubauen, drückt abwechselnd die Links-/Rechts-Taste auf dem Steuerkreuz. Je schneller die Tasten gedrückt werden, desto schneller fährt der Bob. Ziel ist es, den Bob optimal auf der Bahn zu halten, insbesondere in den Kurven. Dadurch entsteht weniger Spritzwasser, die Beschleunigung wird maximiert, die Geschwindigkeit erhöht und somit eine schnellere Zeit erzielt.



Biathlon ist eine kombinierte Disziplin aus Langlauf und Schießen. Während der Langlaufabschnitte bewegt ihr euch mit den Links-/Rechtstasten des Steuerkreuzes entlang der Strecke. Drückt nach oben, um einen doppelten Abstoß auszuführen und beim Bergabfahren Energie zu sparen. Während der Schießabschnitte zielt ihr mit dem Steuerkreuz und schießt mit der A-Taste. Ihr habt fünf Schüsse, die die schwarze Mitte der Zielscheibe treffen müssen und in beliebiger Reihenfolge abgegeben werden können. Für jedes verfehlte Ziel verlängert sich die Gesamtzeit um 30 Sekunden (Strafzeit). Trefft ihr lediglich den äußeren Ring des Ziels, wird eine Strafe von 15 Sekunden hinzugefügt.
Eisschnelllauf auf der Shorttrack-Bahn unterscheidet sich in vielerlei Hinsicht vom konventionellen Eisschnelllauf, insbesondere in der Größe der Bahn. Der Wettkampf beginnt mit einem Anpfiff. Zwei Fehlstarts führen zur Disqualifikation. Drückt abwechselnd links/rechts, um auf den Geraden die Geschwindigkeit zu steigern. Dabei gilt es, langsam und mit Bedacht zu drücken – findet hier euren Takt. In den Kurven braucht ihr nicht zu drücken – die Steuerung übernimmt hier für euch der Game Boy. Insgesamt müsst ihr in dieser Disziplin zwei Runden absolvieren.
Am Ende des Olympiamodus werden die Ergebnisse angezeigt. Diese basieren sowohl auf der Anzahl der gewonnenen Medaillen als auch auf der erreichten Gesamtpunktzahl.
Olympic Winter Games Lillehammer ’94 ist wirklich nur für ausgesprochene Fans zu empfehlen. Die einzelnen Disziplinen sind schön umgesetzt, vor allem gut animiert und laufen sehr flüssig ab. Dem entgegen steht der teilweise recht hohe Schwierigkeitsgrad. Ohne die einzelnen Disziplinen ausreichend geübt zu haben, braucht man sich gar nicht erst in den Olympiamodus vorzuwagen. Hier ist eine ausgesprochen gute Kenntnis der Streckenführung sowie das richtige Timing von Sprüngen absolut notwendig.




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