Game Boy: Micro Machines

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(pwc) Kennt ihr noch diese wenige Zentimeter langen Miniaturautomobile aus den 90er-Jahren? Wer damals Micro Machines besaß, war ganz schön angesagt und dem Matchbox- und Hot Wheels-Alter längst entwachsen. Die Modelle wurden zwar auch bespielt – aufgrund ihrer Winzigkeit gingen sie aber schnell verloren. So sind die Modelle oftmals mehr Sammel- als Spielobjekte gewesen, vor allem weil die produzierende Firma Galoob (und später Hasbro) bald auch in Lizenzen investierte und Aliens-, Predator-, Starship Troopers- oder auch Star Wars-Modelle veröffentlichte. Nicht auszudenken, wenn plötzlich ein Speeder Bike den Weg in den Staubsauger gefunden hätte.

Aufgrund der außerordentlichen Beliebtheit wurde Micro Machines auch digital und auf den verschiedensten Heimcomputer- und Videospielplattformen umgesetzt. Auch der klassische Game Boy wurde bedacht.

Micro Machines bietet uns einen beachtlichen Umfang. So lassen sich acht verschiedene Autos steuern, 28 unterschiedliche Strecken spielen und acht Umgebungen entdecken. Zur Auswahl stehen elf Fahrer – alles unterschiedliche Typen.

Im Optionsmenü können wir uns zwischen Challenge (1-Spieler-Modus), Head-to-Head (2-Spieler-Modus) oder dem Sondermodus (ab 3 Spielern) entscheiden. Challenge ist der eigentliche Wettkampfmodus, in dem ihr euch bis zum Micro Machines-Champion durchschlagen könnt. Doch beachtet: Um im Challengemodus erfolgreich zu sein, müsst ihr euch für das darauffolgende Match qualifizieren. Das funktioniert nur, wenn ihr im gegenwärtigen Rennen mindestens die Plätze 1 oder 2 erreicht. Nur dann geht für euch die Challenge weiter – in einem anderen Auto, auf einer anderen Strecke. Solltet ihr allerdings auf den Plätzen 3 oder 4 landen, müsst ihr die aktuelle Strecke leider wiederholen. Wiederholungen stehen euch zu Beginn des Spiels mit drei sogenannten Chancen zur Verfügung. Habt ihr alle Chancen verbraucht, ist das Spiel zu Ende.

Doch keine Angst: Im Laufe des Spiels gibt es weitere „Chancen“ zu gewinnen – dafür müsst ihr allerdings eine Herausforderung meistern: drei Rennen hintereinander gewinnen, was ein Bonusrennen freispielt. Hier müsst ihr das Ziel innerhalb von 55 Sekunden erreichen.

Für jedes gewonnene Match gewinnt ihr ein neues Micro Machines-Modell, das zu Beginn eines jeden Rennens in eurem Schaukasten ausgestellt wird.

Die Steuerung ist gar nicht mal so schwer: A = beschleunigen, B = bremsen oder rückwärtsfahren und A + B schießt bei gepanzerten Micro Machines Granaten ab. Über das Steuerkreuz bewegt ihr euren Micro Machine in die gewünschte Position. Obwohl Micro Machines ein Rennspiel mit typischen Vertretern wie dem F-1-Racer, Sportwagen und Allradfahrzeug ist, kommen auch Vehikel zum Einsatz, die man vielleicht weniger in einem Rennspiel vermuten würde: Schnellboot, Panzer und Hubschrauber.

Neben den lustigen kleinen Fahrzeugen ist besonders eine Sache typisch an Micro Machines: die Orte, an denen die Rennen stattfinden! Ihr müsst euch jederzeit bewusst sein, dass ihr kleine Spielzeugautos steuert. Und wo diese zum Einsatz kommen können, ist sehr fantasievoll: auf dem Schreibtisch, am Sandstrand im Urlaub, in der Badewanne, auf dem Boden des Kinderzimmers oder auch auf dem Billardtisch. Dabei begegnen den Fahrern alltägliche Hindernisse, die es zu umfahren gilt: Radiergummis liegen im Weg, Ölpfützen und Schrauben machen euch das Leben schwer, oder auch angebissene Waffeln und Badeschaum können zur Gefahr werden.

Micro Machines möchte konsolenübergreifend Spaß machen. Alleine gegen den Computer zu spielen ist schon lustig, zu zweit gegeneinander ist noch lustiger, und ganz toll wird es, wenn ihr bis zu vier Game Boys via Vier-Spieler-Adapter aneinander anschließt. Nicht nur für Multiplayer-Sessions ein absoluter Pflichttitel.

Bewertung: 4 von 5.

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