Ghost Town | László Rajcsányi

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(pwc) Bei Ghost Town handelt es sich um die Game Boy Color Version des 1985 für den Commodore 16/Plus4 von Kingsoft/Anirog veröffentlichten Adventure.

Vor langer Zeit wirkte der Magier Belegro einen Zauber, der eine wohlhabende kleine Stadt in eine Geisterstadt verwandelte. Er sammelte alle Wertgegenstände ein und bewahrt sie in einem geheimen Raum auf. Deine Aufgabe ist es Belegro zu besiegen und den Schatz zu bergen. Hierfür ist es unbedingt notwendig, dass du 19 Räume überlebst. Etliche Gefahren gilt es aus dem Weg zu gehen.

Während deines Abenteuers wirst du immer mal wieder über nützliche Gegenstände stolpern, die teilweise sogar lebensnotwendig sind. So gelingt es dir zum Beispiel aus dem Dornenbusch eine Rüstung zu bauen, mit der das Drahtnetz überwunden werden kann. Mit der Schaufel lässt sich an einem Steinbrocken der Schnorchel finden – nur mit diesem ist der reißende Fluss passierbar.

Jede ausgelöste Falle führt automatisch zum Tod. Das Spiel muss dann wieder von vorne begonnen werden. Während viele Gefahren auf den ersten Blick erkennbar sind (Spinne, Nägel im Boden, Drahtnetz-Barriere) gibt es auch welche die entweder unsichtbar sind (heilige Säulen) oder ihre Wirkung erst nach Gebrauch entfalten (Flasche mit Gift).

In wenigen Fällen ist Backtrackig notwendig. In regelmäßigen Abständen erscheinen Fragezeichen in den Räumen. Diese geben Hinweise auf eine Codenummer. Allerdings konnte ich die Hinweise bisher nicht wirklich nachvollziehen – auch Buchstaben werden benannt, obwohl die Codenummer am Ende des Spiels lediglich aus Ziffern besteht.

Weiterhin frage ich mich, welche Wirkung das Sammeln der drei Komponenten Glühbirne, Lampenfassung und Steckdose hat. Leider sind manche Aufgaben im Spiel nicht wirklich schlüssig: so tappt man auf der Suche nach einer Möglichkeit den Fluss zu überqueren erst einmal völlig im Dunkeln. Weiterhin ist im Laufe des Spiels eine Flasche mit Gift plötzlich nicht mehr giftig.

Auch unangenehme Trial and Error Abschnitte sind vorhanden. So steht ihr irgendwann in einem Raum mit acht Särgen. Sieben hiervon beinhalten durstige Zombies und nur einer den Schlüssel. Auch der Raum mit den vier Türen ist heikel: drei der Türen führen direkt in eine Schlangengrube!

Ghost Town besteht aus einer ganzen Menge Gemeinheiten. Man könnte fast meinen, dass die Aufgabe des Spiels ist, die Spieler definitiv sterben zu lassen. Permanent ist man mit dem Tode bedroht und stirbt auch in der Tat recht oft. Allerdings lernt man natürlich auch aus jedem Tod, denn denselben Fehler begeht man vermutlich kein zweites mal. Unter’m Strich kann ich festhalten, dass Ghost Town nur für hartgesottene Spieler geeignet zu sein scheint. Was man Ghost Town aber definitiv zugutehalten muss, ist sein verwunschener Soundtrack, der perfekt zur Geschichte passt. Wen das alles nicht abschreckt, kann sich das Spiel ►hier herunterladen.

Bewertung: 2 von 5.

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