




(pwc) GB Corp für den Game Boy gehört in das Genre Clicking-/Idle-Spiel. Ein Genre, das völlig an mir vorbeigegangen ist – zur Zielgruppe würde ich mich auch nicht unbedingt zählen. In dieser Art Spiel geht es darum, simpelste Aktionen auszuführen, wie eben das Klicken auf diverse Game Boy-Modelle, die dann für eine Ingame-Währung sorgen. Das Spielprinzip ist einfach: investiert Geld, um mehr Geld zu generieren.
Gespielt wird auf einem Raster, das aus 8×8 Arbeitsplätzen besteht. Bei Spielbeginn ist nur ein Arbeitsplatz mit einem klassischen Game Boy besetzt, der auch direkt loslegt. Am Anfang habt ihr es mit unerfahrenen Mitarbeitern zu tun, was sich an diversen Parametern ablesen lässt. So erwirtschaften die Mitarbeiter mit einer Batterieladung gerade einmal 1 Dollar je abgebautem Ladungs-Prozent. Bei einem Level 1-Mitarbeiter sind das gerade einmal 99 Dollar. Kauft ihr die erste Erfahrungsstufe für 3 Dollar, wirkt sich das gleich auf das erwirtschaftete Geld pro Ladungs-Prozent aus. Jeder aktive Mitarbeiter erzeugt pro Sekunde das Doppelte seiner Aufladekosten.
Ist die Batterieladung aufgebraucht, stellt der Mitarbeiter seine Arbeit ein. Mit der A-Taste könnt ihr ihm neue Batterien spendieren – die gibt‘s aber nicht kostenfrei. Jede Investition in eure Mitarbeiter kostet Geld, bringt aber auch höhere Erträge.
Habt ihr ein wenig Geld erwirtschaftet, wird es Zeit, in neue Mitarbeiter zu investieren. Hierfür wechselt ihr auf einen leeren Arbeitsplatz und drückt die B-Taste. Einen ersten neuen Mitarbeiter einzustellen, kostet euch 1 Dollar und jeder weitere immer mehr. Im Spielverlauf werdet ihr hunderte tausend Dollar für Mitarbeiter ausgeben. Mitarbeiter rekrutieren sich aus der Game Boy-Familie. Im Zufallsprinzip erhaltet ihr einen Game Boy Classic, Pocket, Color, Super Game Boy, Super Game Boy 2 oder Advance. Der Clou von GB Corp ist, dass nur diese Mitarbeiter ihre Arbeit aufnehmen werden, die der passenden Hardware zugeordnet werden können. Spielt ihr GB Corp also auf einem Game Boy Classic, werden auch nur die Game Boy Classic-Mitarbeiter arbeiten. Alle Mitarbeiter, für die eine andere Hardware zuständig ist, bleiben inaktiv und im Schlafmodus. Durch die Zuweisung von Mitarbeitern im Zufallsprinzip, sehen die 8×8 Arbeitsplätze natürlich aus wie ein Flickenteppich. Mitarbeiter können auch entlassen werden, um freie Arbeitsplätze zu schaffen. Jede Entlassung wird euch aber viel Geld kosten. Überlegt es euch gut, ob ihr teure Lücken erkauft, die dann möglicherweise erneut mit einem Mitarbeiter aus einer ungewollten Game Boy-Modellreihe besetzt wird.
Das Spiel zwingt euch unterschiedliche Game Boy-Modelle zum Einsatz zu bringen. Was sich nach einem Gag anhören mag, ist eigentlich eine faszinierende Bereicherung des Spiels. Wenn ihr an dieser Stelle etwas Zeit einsparen und gleichzeitig mehr Geld erwirtschaften möchtet, nutzt ihr GB Corp einfach via Linkkabel und verbindet zwei unterschiedliche Systeme miteinander. Spielt ihr hingegen auf einem Emulator (empfohlen wird BGB), wechselt einfach im Menü das System, um auch mal andere Game Boy-Modelle arbeiten zu lassen.
Die Unsummen an Dollar zu farmen, wird leider recht schnell langweilig. Aus diesem Grund wurden GB Corp zehn Erfolge spendiert, die ihr im Laufe des Spiels freischalten könnt: Money is KING, No Jobs Opening (alle Arbeitsplätze belegt), Empty Office, Diversity Day (jedes Game Boy-Modell eingestellt), The Expert, Top #1 Company, Cartridge Swap (das Modul in einer anderen Game Boy-Hardware benutzt), True Collector, Battery Hog und Connecting People.
GB Corp bietet als Spiel einen sehr geringen Umfang. Das viele Geld anzuhäufen macht anfangs vielleicht noch Spaß – im späteren Spielverlauf aber definitiv nicht mehr. Hoch interessant finde ich die technische Komponente, dass die Game Boy-Hardware die passenden Mitarbeiter im Spiel erkennt und arbeiten lässt oder eben auch nicht arbeiten lässt. Wer Interesse an dem Spiel hat, folgt diesem ►Link.





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