Flying Arrows | Studio Loading Productions

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(pwc) Flying Arrows beginnt mit einem emotionalen Brief. Dort steht geschrieben:

Dezember 2049
Mein lieber Sohn,

der Krieg ist verloren! Bis jetzt haben wir aber überlebt. Wir werden in einem Zoo gefangen gehalten, doch habe ich einen Weg hinausgefunden. Unsere ganze Hoffnung liegt im Schloss. Um es betreten zu können, musst du in verschiedenen Welten mächtige Amulette aufspüren. Die Amulette manifestieren sich im Steinkelch, in einem Donnerhorn, einem Stalagmitenhalsband und in der Vulkanpyramide.  Alle Amulette werden durch äußerst starke Tiere beschützt. Mein Sohn, du wurdest am Tag des großen Mondes geboren, seit diesem Tag entwaffnen Tiere auf der ganzen Welt uns Menschen und greifen uns an, um das Gesetz des Dschungels wiederherzustellen. Ich war … Ich bin Tierheilerin. Doch das Ganze ist zu viel für mich. Ich sende dir meinen Schild und meinen Bogen. Wir sehen uns im Schloss.

Deine Mutter XOXO

Mit diesem Brief sollte dein Auftrag klar sein. Als Bogenschütze begibst du dich auf die gefährliche und beschwerliche Suche nach den Amuletten. Das Abenteuer beginnt im Zoo, also jener Stelle, in der die Menschen unter unwürdigen Bedingungen in Käfigen gehalten werden. Sprich hier unbedingt mit den Gefangenen. Einer von ihnen wird dir den Schlüssel zur Höhle des schwarzen Wolfes aushändigen. Dieser erste Boss ist mit seinen drei Lebenspunkten schnell besiegt. Seine Schwachstelle ist der Bauch. Der Wolf ist im Besitz des Schraubenschlüssels, mit dem du aus dem Level gelangst.

Im Anschuss führt dich dein Weg in die feuchten und muffigen Kanäle. Hier treiben Schlangen, Ratten und Spinnen ihr Unwesen. Das Abwasser führt dich möglicherweise in Bereiche des Levels, die nicht einsehbar sind. Probiere es einfach mal aus. Halte ebenfalls die Augen nach Gefangenen aus. Einer ist an die Wand gekettet und überreicht dir den Schraubenschlüssel. Mit dessen Hilfe gelangst du zum Alligator, der über das Steinkelch-Amulett wacht. Ist das Amulett erst einmal in deinem Besitz, kannst du im aktivierten Zustand Steinpfeile verschießen.

Deine nächste Station sind die Berge. Pass hier besonders auf die Vögel auf, die gerne mit Sturzflugattacken angreifen. Dieses Level kannst du entspannt angehen, denn wichtige einsammelbare Gegenstände gibt es hier nicht. Auch ist der Wächter des Levels, ein Adler, lediglich im Besitz eines Schlüssels, der dich aus dem Level führen wird. Mit einem Amulett wirst du also nicht belohnt. Um den Adler zu besiegen, musst du ihn von hinten treffen.

Über dem Gebirge befindet sich der Himmel. Und du mittendrin. Doch die Wolken meinen es nicht gut mir dir: Hurrikane und Blitze versuchen dein Abenteuer an dieser Stelle zu beenden. Und wäre das nicht schon schlimm genug, wartet am Levelende ein wilder Steinbock auf dich. Dieser sechs Lebenspunkte starke Unhold ist nur an seinem Rücken angreifbar. Doch die Mühe soll nicht umsonst sein: Der Preis ist das Donnerhorn-Amulett, mit dem sich Donnerpfeile verschießen lassen.

Recht große Ähnlichkeiten hat das folgende Dschungellevel mit dem vorletzten Berglevel. Bienen und Ratten geben hier den Ton an. Übertroffen werden diese aber vom Bären, der tief im Wald lebt. Schaffst du ihn zu besiegen, erhältst du einen Schraubenschlüssel, mit dem du den Dschungel schnell wieder verlassen kannst.

Die nächste Welt ist vollständig mit Eis bedeckt. Hier ist die Decke der Höhle fast so gefährlich wie der Boden. Äußerst widerstandsfähig entpuppen sich die Pinguine, die gleich mehrere Treffer locker einstecken können. In diesem Level bekommst du die Gelegenheit auf ein weiteres Amulett. Das dicke Walross bewacht das Stalagmitenhalsband, mit dem Eispfeile verschossen werden können.

Gruselig geht es danach auf dem Haustierfriedhof zu. Du startest das Level in der Urnenhalle und kämpfst dich bis nach draußen auf das Gräberfeld durch. Grabsteine und schiefe Kreuze gibt es hier genügend. Aber auch Fledermäuse, Axtwurfmaschinen, fliegende Katzenschädel und tödliche Sensen, die plötzlich aus dem Boden geschossen kommen. Unheimlich! Interessant: in diesem Level herrscht kein Boss und trotzdem lässt sich ein Amulett finden. Dieses wurde von XOXO recht gut versteckt. Nur wenn du das Level aufmerksam beobachtest und vielleicht Ausschau nach durchlässigen Wänden hältst, gelingt es dir das Vulkanpyramide-Amulett zu finden. Wer verzichtet schon gerne auf heiße Feuerpfeile?

Im Besitz aller Amulette ist dein nächstes Ziel das Hauptportal des Schlosses. Im Inneren bahnst du dir deinen Weg durch dickes Gemäuer, das von schummrigem Licht der Kerzen im Hintergrund beleuchtet wird. Ein riesiger Käfig lässt dich die Luft anhalten. Im Inneren erblickst du den schwarzen Wolf. Als du ihn befreist, sieht er dich als seinen neuen Herren an. Ab nun steht er dir zur Seite. Im oberen Teil des Schlosses triffst du auf den Oberbösewicht, der seine versagende Bosse misshandelt. Einige von ihnen sind ihm aber immer noch hörig. Als du dich ihm näherst, wird er vom Adler gepackt und in Sicherheit geflogen.

Du nimmst die Verfolgung auf. In diesem Levelabschnitt, der einem Horizontal-Shooter entspricht, gilt es lediglich eine gewisse Flugdistanz zu überwinden. Da der Oberboss keine Lebenspunkteanzeige besitzt, kannst du dir deine Pfeile sparen. Verletzbar ist er nicht.

Im letzten Level stellst du dich deinem ärgsten Widersacher. Der Kampf wird auf einer riesigen Plattform ausgetragen, unter der sich Wasser befindet. Doch nicht nur das: in den Tiefen des Gewässers lauert der Alligator-Boss, der nur darauf wartet, dich zu packen. Um den Oberboss mit seinen sieben Lebenspunkten zu besiegen, musst du die folgende Technik anwenden: stelle dich unter den Reflektor über der Plattform. Warte dort, bis der Endgegner seine Energiekugeln verschießt. Diese blockst du mit deinem Schild so ab, dass sie gegen den Reflektor stoßen. Wenn du dann mit den Flammenpfeilen auf die reflektierten Kugeln schießt, werden sie zurück auf den Oberboss geleitet.

Interessant ist die Technik, dass sich an bestimmten Stellen in den Leveln ganze Streckenabschnitte im Flug auf dem eigenen Pfeil zurücklegen lassen. Etwas unkontrollierbarer sind die diversen Beförderungsbänder.

Halte die Augen nach Schatztruhen auf. In diesen befinden sich meist Goldstücke. Für 100 Goldstücke gibt es ein Extraleben. Das Spiel beginnst du mit 3 Leben, 5 Schilde und 30 Münzen. Dabei repräsentieren die Schilde die Anzahl der Treffer, die du einstecken kannst, bevor du ein Leben verlierst.    

Die Level verfügen in aller Regel über mehrere Türen, die dich immer wieder in Bonuskammern verschlagen. Um diese Türen aufzuspüren, musst du den Mut haben dich auch mal in Abgründe fallen zu lassen. Das Spiel läuft sehr flüssig und zu Rucklern kommt es nur dort, wo tatsächlich viele Sprites gleichzeitig den Bildschirm unsicher machen. Während manche Gegner auch diagonal angreifen, kannst du die Pfeile lediglich in vier Richtungen verschießen. Mit der Select-Taste wählst du zwischen den verschiedenen Amuletten.

Flying Arrows ist ein Jump and Shoot, dass dir mehr als eine Stunde Spielspaß gewährt. Die Level sind einfach strukturiert und erinnern grafisch an Titel wie Super Mario Land oder auch Batman – The Videogame. Die Idee mit den tierischen Bossen, die allesamt mit einer eigenen Strategie besiegt werden müssen, finde ich klasse. Um in den Genuss von Flying Arrows zu kommen, musst du etwas Geld investieren. Der Download ist für 19,99 Euro ►hier erhältlich. Für die ►physische Version werden 99 Euro fällig.

Bewertung: 4 von 5.

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