





(pwc) Als ich den klassischen Game Boy am LEGO-Stand auf der diesjährigen Gamescom in einer Vitrine bewundert habe, war der Entschluss schnell gefasst: ich bestelle das Set direkt vor! Am 02.10. war es dann so weit – das Paket lag unbeschadet vor meiner Haustür.
Perfekter hätte das Timing nicht sein können. So konnte ich das Modell am gestrigen Feiertag in aller Ruhe und völlig entspannt zum Abschluss bringen. Für die insgesamt 421 Teile habe ich mir etwa 90 Minuten Zeit gelassen. In der wunderschön gestalteten Pappschachtel befinden sich neben der Bauanleitung fünf Papiertaschen, die alle notwendigen Teile beinhalten. LEGO-typisch bleiben am Ende dennoch immer wieder ein paar Ersatzteile übrig.



Die Bauanleitung ist knapp über 100 Seiten stark und führt euch mit einer großen und übersichtlichen Bebilderung durch die einzelnen Bauschritte. Für den Game Boy sind 140 Bauschritte eingeplant, für dessen Standfuß 4, für die beiden Module jeweils 14 und für den Modulständer 7.
Eingeleitet wird die Bauanleitung mit den technischen Hinweisen auf die Steuerelemente und Buttons des Game Boys. Ebenfalls ist anschaulich dargestellt, wie die Module gewechselt werden. Daneben bekommt ihr Einblicke in das Innenleben des Handhelds sowie knappe Texte zu Super Mario Land und The Legend of Zelda – Link`s Awakening.
Nachdem der Bausatz fertiggestellt ist, werden euch gleich zwei Dinge auffallen: die Maße des LEGO-Modells und sein Gewicht entsprechen fast denen des original Game Boys.
| Original Game Boy | LEGO-Modell | |
| Maße (Höhe x Breite x Tiefe) | 14,8 cm x 9 cm x 3,2 cm | 14 cm x 9 cm x 3,2 cm |
| Gewicht (ohne Batterien aber mit eingelegtem Modul) | 244 Gramm | 217 Gramm |
Absolut genial umgesetzt sind die drei beiliegenden Lentikular-Bilder. Die umgangssprachlich auch als Wackelbilder bekannten Linsenrasterbilder könnt ihr nach Belieben in das Game Boy-Modell einsetzen. Zur Auswahl stehen euch das bewegliche Nintendo-Logo (Prüfkontrolle), sowie Szenen aus den beiden oben erwähnten Spielen. Für Lego-Freunde, die sich (zu Recht) über oftmals übertriebene Aufkleberbögen bei LEGO ärgern, kann ich Entwarnung geben: alle beschrifteten Bauteile sind tatsächlich bedruckt. Die einzigen beiden Aufkleber im Set, sind die Modulaufkleber für die beiliegenden Spiele.






Hier gilt es besonders vorsichtig zu sein. Das Aufbringen der Aufkleber auf die Module würde ich als die alleinige Herausforderung dieses Sets bewerten. Selbst wenn ihr die Aufkleber schön gerade und mittig geklebt habt, könnten sich kleine Blasen unter den Aufklebern bilden. Dies ist mir leider bei The Legend of Zelda – Link`s Awakening passiert. Sehr schade.






Eine weitere absolut toll umgesetzte Idee ist der Einsatz von Gummiteilen im Innern des Modells. Auf diese Weise werden das Steuerkreuz und die Buttons aktiviert. Diese lassen sich genau wie beim original Game Boy drücken. Selbst die Einstellräder für die Lautstärke und den Kontrast sind beweglich. Der An-/Ausschalter lässt sich ebenfalls bedienen. Verzichten müsst ihr allerdings auf eine abnehmbare Blende für die Linkkabelbuchse und auf das Batteriefach.
Für umfängliche Eindrücke empfehle ich ein Blick in die Bauanleitung. Diese gibt es auch in einer deutschsprachigen Fassung und kann ►hier heruntergeladen werden.







Von mir gibt es eine absolute Empfehlung. Das Modell lässt sich unkompliziert zusammenbauen, liegt gut in der Hand, kommt mit zwei Wechselmodulen, fängt den Geist des Game Boy Classic wunderbar ein und sollte mit 59,99 Euro für Lego-Verhältnisse erschwinglich sein. Und wie bereits auf der Gamescom, bekommt das Modell auch bei mir zu Hause einen Ehrenplatz in der Vitrine.















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