Ghoul Trasher | Magic Quest Media

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(pwc) In einem Zeitalter der Dunkelheit und des Elends leben die Bauern unter einer Schreckensherrschaft in einem unfruchtbaren und unversöhnlichen Land. Dabei steht die verfluchte Zitadelle Sinystera im Fokus, die von abstoßenden Monstern heimgesucht wird. Doch ein Leibeigener hat den Mut, sich dem Grauen entgegenzustellen. Aus dem schmutzigen Sumpf erhebt sich Gnargoth, ein einfacher Bauer. An seiner Seite führt er eine todbringende Waffe: die Sense!

Ghoul Thrasher ist ein zufällig generierter Dungeon Crawler, der dich in die tödliche, monsterverseuchte Zitadelle Sinystera führt. Diese liegt im Land Squalid Swamp, das nur noch von einfachen Menschen bewohnt wird, die sich der Herrschaft untergeordnet haben.

Als Gnargoth betrittst du das hölzerne Portal in die Zitadelle. Hast du dessen Schwelle erst einmal überschritten, gibt es keinen Weg mehr zurück.

Zu Beginn wirst du im Zufallsprinzip ausgestattet. Hierzu zählen deine Lebenspunkte, die einen Startwert von maximal 15 haben. Im Laufe des Spiels wirst du nach einem Levelaufstieg aber bis zu 20 Lebenspunkte erreichen können. Hinzu kommt dein Vorrat an Silbermünzen, ein Ausstattungsgegenstand (Heiltrank, Seil oder Rüstung) sowie deine Bewaffnung (Dreschflegel, Sense, Messer oder Schwert).

Die möglichen Startwaffen besitzen folgende Wertigkeit:

  • Dreschflegel (D6 + 1 Schaden)
  • Sense (D6 Schaden)
  • Schwert (D6 + 1 Attacke)
  • Messer (D4 Schaden + 1 Attacke)    

D steht hierbei für Dice (Würfel). D6 wäre demnach ein sechsseitiger Würfel. Abhängig von deiner Ausstattung, wird dein Start ins Spiel angenehmer oder unangenehmer sein. Im besten Fall gelingt die Kombination Dreschflegel/Heiltrank. Wesentlich schwieriger wird es bei der Kombination Messer/Seil.

Insgesamt gilt für den gesamten Spielverlauf, dass du jederzeit darauf achten solltest, genügend Heiltränke mit dir zu führen. Dein Weg führt dich durch die Katakomben bis zur Zitadelle. Etliche Türen wirst du öffnen und die Überraschungen des jeweiligen Raumes erleben. In den meisten Fällen wirst du auf Monster treffen, die unterschiedlich stark sind. Vom einfachen dreiäugigen Tentakelmonster mit 2 Lebenspunkten bis hin zum Rattenboss mit 15 Lebenspunkten ist das Gegneraufkommen gut durchmischt.

Abhängig davon wie stark deine ausgerüstete Waffe ist, teilst du enormen Kampfschaden aus. Oft wird es dir gelingen die Gegner ohne Gegentreffer auszuschalten – doch manche halten sich wacker und können dir ebenfalls gefährlich werden. Vergiss deswegen nicht deine Lebenspunkte immer mal wieder mit einem Heiltrank aufzufrischen. Besiegte Monster geben nicht nur Erfahrungspunkte, die dich im Level aufsteigen lassen, sondern lassen ab und an auch brauchbare Materialien fallen – darunter auch Silbermünzen.

Silber ist die Währung im Spiel. besitzt du genügend Münzen, stehen dir mehrere Möglichkeiten offen, dein Erspartes wieder auszugeben. Ab und an begegnest du diversen NPCs, wie beispielsweise der Apothekerin oder dem wandernden Händler. Bei der Apothekerin lassen sich unter anderem Heiltränke für jeweils 3 Silberstücke kaufen. Beim Händler sind die Tränke 1 Silberstück teurer. Dafür bietet er aber einiges mehr an:  

  • Magischer Dolch (Attack +1) für 10 Silberstücke
  • Ein mit Spitzen versehener Dreschflegel (D6 + 1 Damage) für 15 Silberstücke
  • Zuverlässiges Seil für 5 Silberstücke
  • Schwert (D6 + 1 Damage) für 12 Silberstücke
  • Rüstung für 10 Silberstücke

Dein Geld kannst du auch beim Gnom in der transdimensionalen Taverne und Gasthaus ausgeben. Für 8 Silberstücke Übernachtungskosten bekommst du deine Lebenspunkte regeneriert. Daneben lassen sich ihm mehr oder weniger wertvolle Ratschläge in Reimform entlocken. Beispiele: „A Dungeon of Monsters & Traps can be scary! Get as much potions as you can carry“ oder „Is your weapon dull and rusty? Why not upgrade to something trusty?“.

Relativ oft wirst du in den Räumen auf Truhen stoßen und jedesmal vor die Wahl gestellt, ob du sie öffnen möchtest. Was kann schon passieren? Nun ja, entweder du erwischst eine bissige Truhe, die dich ein paar wenige Lebenspunkte kostet, oder sie beinhaltet nichts von Wert oder aber sie belohnt dich mit Silberstücken und Ausstattungsgegenständen wie Heiltränke, Seile, Waffen. Auf diese Weise kann es leider passieren, dass du dich vielleicht vorher bereits beim Händler eingedeckt und viel Geld ausgegeben hast und dann im nächsten Raum ein Seil oder gar einen Dreschflegel in einer Truhe findest.

Silberstücke sind im Spiel aber ganz und gar nicht selten. Gegner lassen sie fallen, man findet sie in Truhen oder man kann welche beim Glücksspiel verdienen (und auch wieder verlieren). Der Katakomben-Spieler fordert dich regelmäßig zu einem Glückspiel auf. Würfle deinen Wurf, setze daraufhin eine bestimmte Anzahl Silberstücke und warte das Wurfergebnis des Gegners ab. Liegt dein Wurfergebnis über dem des Gegners, ist das Spiel gewonnen und du gewinnst deine gesetzten Silberstücke x2. Im späteren Spielverlauf kannst du das Glücksspiel mit gezinkten Würfeln beeinflussen.        

Weitere NPCs sind die Rattenkönigin, die dich in ihr Reich einlädt und deine Lebenspunkte heilt sowie die im Kerker angekettete Frau, die dich um einen Heiltrank bittet oder als Köder für eine Falle dient, in die du gelockt wirst. Ebenfalls aufpassen musst du bei der Gruppe Orks, die sich um ein Lagerfeuer versammelt haben. Sie laden dich direkt ein, Ihnen gesellig beizuwohnen, allerdings nicht ohne Konsequenz. Bisher konnte ich folgende Effekte ausfindig machen:

  • Vergiftung für 1 Kampf
  • Vergiftung für 2 Kämpfe
  • Vergiftung für 4 Kämpfe
  • Vergiftung für 6 Kämpfe
  • 4 Schadenspunkte
  • 6 Schadenspunkte
  • Blessing of Grit
  • 1 Lebenspunkt geheilt
  • 3 Lebenspunkte geheilt

Während du die Katakomben erkundest, wirst du ab und an auch die Ebene wechseln müssen. Hierfür lässt du dich mit einem Seil einen Abgrund hinunter. Besitzt du kein Seil, musst du springen, was dich automatisch Lebenspunkte kosten wird. Aber auch ein einfaches Seil ist keine Garantie, dass du unbeschadet unten ankommst. Das Seil könnte immerhin reißen. Wesentlich sicherer ist das zuverlässige Seil, das du beim Händler bekommst oder in seltenen Fällen auch mal von einem besiegten Gegner fallengelassen wird.

Mindestens zwei verschiedene Räume beinhalten nichts und stehen einfach nur leer. Am Schrein des vergessenen Gottes kannst du Opfergaben dalassen:

  • Opfergabe Silberstück (Segen der Gunst)
  • Opfergabe Heiltrank (Segen der Entschlossenheit)
  • Opfergabe Seil (Segen der Stille)

Welche Auswirkungen die Segen im Spiel haben, konnte ich leider noch nicht in Erfahrung bringen. Gleiches gilt für den speziellen Heiltrank, den du dir bei der Apothekerin mischen lassen kannst. Hierfür benötigst du einen leuchteten Pilz. Die Apothekerin erklärt, dass dich der Trank unbesiegbar macht oder sofort umbringt. Den leuchtenden Pilz habe ich bisher in einer Truhe gefunden oder von den Orks am Lagerfeuer erhalten.

Wenn du dem steinernen Gargoyle begegnest, sei auf der Hut. Er bedient einen Schalter und bewegt diesen wahlweise nach rechts oder links. Im besten Fall öffnet sich über deinem Kopf eine Luke und lässt eine beträchtliche Menge an Silberstücken herabfallen. Im ungünstigen Fall öffnet sich unter deinen Füßen eine Grube voller Käfer. Hier musst du schnell die A und B-Taste drücken, um zu entkommen. Lebenspunkte wirst du aber in jedem Fall einbüßen.

Bevor du zum Endboss gelangst, wird sich dein Level bis auf Stufe 6 erhöhen. Bei Level 1 erhältst du immer eine Sense und bei Level 6 erscheint immer der Händler. Die Errungenschaften der Level dazwischen können in zufälliger Reihenfolge auftreten:

  • Erhöhung der Lebenspunkte um 5
  • Du erhältst ein verzaubertes Schmuckstück und einen Satz gezinkter Würfel
  • Eisen schärft Eisen. Dein Angriffsbonus erhöht sich.
  • Du erhältst 5 Heiltränke

Hast du Level 6 erreicht, erscheint dir der wandernde Händler. Da du ganz kurz vor dem Endboss stehst, bekommst du hier noch einmal die Gelegenheit dich für den Endkampf auszurüsten. Allerdings bekommst du für den Levelaufstieg nichts geschenkt und musst alle Käufe auch bezahlen.

Ghoul Trasher ist ein genialer Dungeon Crawler, der mich grafisch an ►Batty Zabella und spielerisch an ►Stalfos erinnert. Gleichzeitig fühle ich mich zurückversetzt in die 90er Jahre, als ich mich intensiv Hero Quest gewidmet habe. Obwohl das Spiel in 15 Minuten durchspielbar ist, liegt der Reiz in den absolut nicht beeinflussbaren Räumen, die bei jedem Spiel völlig anders aufgebaut sind. Das Erscheinen der Monster oder die Art der Monster oder der NPCs ist völlig vom Zufall abhängig. Auch die Ausrüstung zu Spielbeginn ist nicht beeinflussbar. Daneben lassen sich bei jedem Spiel wieder neue Kreaturen, NPCs oder Ortschaften entdecken, auf die man vielleicht in etlichen Spielen davor nicht getroffen ist. Von mir gibt es eine klare Empfehlung. Muss man ►gespielt haben. Die physische Version könnt ihr euch ►hier bestellen.

Bewertung: 5 von 5.

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