Snakes and Ladders | László Rajcsányi

Veröffentlicht am

in

(pwc) Das Brettspiel Snakes and Ladders (Schlangen und Leitern) hat uralte Wurzeln und dürfte schon in der Antike bekannt gewesen sein. Erfunden wurde es in Indien unter dem Namen Moksha Patam. Ursprünglich diente Moksha Patam nicht nur der Unterhaltung, sondern als moralisch-philosophisches Spiel, bei dem Leitern Tugenden (z.B. Güte, Wissen) und Schlangen Laster (z.B. Wut, Diebstahl) symbolisierten. Ziel war es, spirituelle Befreiung (Moksha) zu erreichen.

Das Spiel gelangte in den 1890er Jahren ins viktorianische England, wo es schnell zum beliebten Familienspiel wurde und sich später weltweit verbreitete.

Die Umsetzung für den Game Boy orientiert sich an den traditionellen Regeln – erweitert diese aber geschickt durch interessante Variationen im Spielfluss.

Das Spielbrett besteht aus 30 quadratischen Feldern. Der erste Spieler, der mit seiner Spielfigur auf dem letzten Feld landet, gewinnt. Die Anzahl der Felder, die man vorrücken darf, wird jeweils abwechselnd durch ein Würfelergebnis ermittelt. Dabei muss das Feld 30 mit dem passenden Würfelergebnis erreicht werden. Würfelt man eine Augenzahl, die theoretisch eine Bewegung über das letzte Feld erlauben würde, darf die Spielfigur nicht bewegt werden.

Neben den nummerierten Feldern befinden sich auch zwei Leitern und drei Schlangen auf dem Spielbrett. Sobald deine Spielfigur auf einem Feld landet, das von einer Leiter oder Schlange bedeckt ist, tritt folgender Effekt ein:

  • Leiter unten: du erklimmst die Leiter auf ein neues Zielfeld (4 auf 10 und 13 auf 26)
  • Schlange Kopf: du wirst bis zum Feld der Schwanzspitze nach unten versetzt (14 auf 2, 20 auf 7 und 28 auf 9)

Alle weiteren Leiter-/Schlangenfelder sind neutral.

Snakes and Ladders bietet drei verschiedene Modi, die sich unterschiedlich auf das Spiel auswirken und immer dann zu einer Aktion führen, wenn eine Spielfigur auf ein Feld gezogen wird, das besetzt ist. Betroffen ist dabei immer die Spielfigur, die bereits auf dem Spielfeld steht. Der Game Mode 1 ist am hinterhältigsten. Hier wird die Spielfigur auf das Feld 1 zurückversetzt. Im Game Mode 2 (Standardeinstellung) wird die Spielfigur lediglich ein Feld nach hinten versetzt. Dies kann zu überraschenden Vor- oder Nachteilen führen. Der Game Mode 3 ist zwar am fairsten, aber vermutlich auch am langweiligsten: Die Spielfiguren können auch zu zweit auf einem Feld stehen.  

Snakes and Ladders ist ein interessantes Spiel, dessen Brettspielvorlage mir tatsächlich bisher nicht bekannt war. Die Game Boy-Umsetzung spielt sich solide – leider wird auf Hintergrundmusik verzichtet. Laut dem Entwickler lässt sich Snakes and Ladders mit bis zu drei Personen spielen. Das habe ich selbst zwar nicht getestet, sollte aber gegenüber dem Solospiel den Spielspaß wesentlich erhöhen. Seid ihr neugierig geworden? Dann ladet euch Snakes and Ladders ►hier herunter.

Bewertung: 3 von 5.

Hinterlasse einen Kommentar

Diese Seite verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden..


Dir gefällt dieser Beitrag?

GAME BOY Camera Bilderservice
GAME BOY Printer Papierservice

554.962 Besuche