Game Boy: R-Type

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(pwc) Bedingt durch das sehr erfolgreiche Gradius (Konami, 1985) veröffentlichte Irem 1987 ebenfalls R-Type für die Spielhalle. Später folgten Portierungen beispielsweise für das Sega Master System, den Commodore 64 und auch für den Game Boy.

Im Spiel R-Type dreht sich alles um das Raumschiff R9 „Arrow-Head“, das ausgesandt wurde, um das gefährliche Bydo-Königreich zu stoppen. Hintergrund: Die Regierung beschloss, die Forschungsreise zur Galaxie X1X zu vertuschen. Allerdings gelangten die Forschungsergebnisse trotzdem an die Presse, und seitdem ist klar: Die Mutanten des Bydo-Königreichs sind bald in der Lage, ihren Planeten zu verlassen, um die Erde anzugreifen. Dies muss unbedingt verhindert werden.

Um unsere Aufgabe in kurze Worte zu fassen, müssen wir nur den Game Boy einschalten und uns das Titelbild genauer ansehen. Dort steht: „Blast off and strike the evil Bydo Empire!“

Dann machen wir uns auf den Weg durch sechs aufregende Level. Wie es sich für einen Shooter gehört, wird unser Raumschiff aus allen Himmelsrichtungen angegriffen. Neben dem geschickten Navigieren, um dem Gegneraufkommen und feindlichen Projektilen auszuweichen, ist die größte Stärke im Spiel eine Art Sonde, „Force“ genannt. Diese Sonde kann vor oder hinter dem Raumschiff angedockt werden und ist unzerstörbar. Das heißt: Gegnerische Treffer, die wir mit der Sonde parieren, werden einfach geschluckt, und das Raumschiff bleibt unversehrt. Da die Bordkanone des R9 „Arrow-Head“ eher wenig Durchschlagskraft besitzt (es sei denn, ihr haltet die B-Taste lange genug gedrückt und lasst dann los), solltet ihr die Sonde mit Bonus-Items upgraden.

Insgesamt stehen drei Upgrades zur Verfügung, die es in sich haben: Das Laser-Upgrade verschießt zwei Laserstrahlen diagonal durch den Bildschirm, die am Boden beziehungsweise an der Decke abprallen, reflektiert werden und sich überschneiden. Damit ist ein großer Teil des Bildschirms bereits abgedeckt. Upgrade 2 verschießt parallel zum Raumschiff eine Ringkette mit durchschlagender Wirkung. Das dritte Upgrade räumt ordentlich auf: Die Geschosse sind aneinandergereiht und bewegen sich an Decke und Boden entlang. Damit können hervorragend stationäre Einheiten zerstört werden.

Am Ende eines Levels wartet ein fieser, bildschirmfüllender Bösewicht. Grundsätzlich reagieren die Bosse logisch, und man erkennt schnell ein Angriffsmuster. Einige Bosse lassen sich spielend einfach besiegen, indem ihr die Sonde direkt in ihren wunden Punkt fliegen lasst. Dann heißt es nur noch ballern, bis die Finger glühen – und schon habt ihr den Gegner geschafft. Schade ist allerdings, dass die Originalnamen der Bosse in der Anleitung eingedeutscht wurden. Aus einem Dobkeratops und einem Gomander wurden Gladiator und Bomba. Nicht sehr cool.

R-Type auf dem Game Boy ist der ideale Einstieg ins Genre. Durch den auswählbaren Schwierigkeitsgrad dürften auch Anfänger den letzten Boss Bydo zu Gesicht bekommen. Ich kann nur wärmstens empfehlen, R-Type durchzuspielen, bevor man sich an Nemesis oder Sagaia wagt.

Bewertung: 4 von 5.

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