channard trifft 9-Heart aka DantesDMG aka The Chiptrash Champion aka Wizard of 1000 Points – 10.06.2017 | Michelstadt

channard: Hallo Florian, cool, dass du Zeit für ein Interview gefunden hast. Wir sitzen gerade in einem kleinen Park in Michelstadt zusammen und genießen die warmen Sonnenstrahlen. Ich selbst bin heute das erste mal hier und was direkt auffällt: der traumhaft schöne Marktplatz mit seinen Fachwerkhäusern und dem historischen Rathaus von 1484.

Stell dir vor, du könntest in der Zeit zurückreisen und würdest 1484 hier auf dem Marktplatz mit deinen Game Boys Chiptrash spielen. Was glaubst du würde passieren?

9-Heart:  Das Problem ist, ich vermute zu dieser Zeit hätten die mich wohl als Hexe dargestellt. Die würden das gar nicht verstehen und sich fragen was denn da abgeht.

channard: Man muss sich das mal reinziehen, 1484 – die Zeit der Inquisition.

9-Heart: Vor allem 1484 – da gab’s noch nicht mal Bier, nicht mal das Reinheitsgebot. Da wurde alles zusammengepanscht. Das ist noch viel schlimmer, da will ich gar nicht hin. Wieso soll ich mir das antun? Eher vielleicht 100 Jahre später. Das Problem wäre auch, ich weiß nicht wie gut die Batterieleistung ist, vielleicht hätte ich 8 Stunden rausgeholt und dann wär’s vorbei gewesen.

channard: Richtig, dann gibt’s wohl nur noch das Mäuserad zur Stromerzeugung, oder?

9-Heart: Ja oder wir müssten erst mal die Erze beschaffen und dann über ne Kartoffelbatterie.

channard: Wir schweifen ab haha. Ganz lustig, du schreibst auf Bandcamp: „If you ever find me at any concert or event and want to talk about Chiptrash – let’s share a beer and do that!“ – und genau das tun wir jetzt.

Jetzt ist es ja so, dass mit Sicherheit nicht jeder meiner Leser etwas mit dem Begriff Chiptrash anfangen kann. Kannst du bitte kurz zusammenfassen was man, oder was du unter Chiptrash verstehst?

9-Heart: Ja das kann ich sogar sehr gut, ich habe da meine eigene Definition. Chiptrash ist für mich im Endeffekt halt Musik mit dem Game Boy zu machen, die quasi für sich selbst spricht, die nicht unbedingt darauf ausgerichtet ist, dass sie tanzbar ist. Chiptrash ist ja meist sehr laut, crazy, noisy, 8-Bit Music und es ist halt nicht für jedermann. Für mich muss diese Musik drei Elemente haben: Technik, Style und Flow. Wenn du Musik mit dem Game Boy machst geht es nicht darum das als Gimmick zu benutzen – man muss es ernst nehmen, du musst die Technik beherrschen, den Style – du musst zeigen, dass es nicht dieser Einheitsbrei ist und der Flow zeigt an, dass dies alles zusammenpasst.

channard: Mein Problem liegt jetzt darin, dass ich den Begriff Trash (=Müll oder Abfall) gar nicht richtig mit deiner Musik in Verbindung bringen kann. Denn was ich da gehört habe – war für mich alles andere als Müll. Sondern richtig geile Mukke.

9-Heart: Beispiel Sharkpeople Origin Story. Der Track zeigt zum Teil halt was Chiptrash ist. Man hört wie massiv die Töne sind. Er ist nicht tanzbar, er ist langsam, hat viel Bewegung drin, der zehrt mit Pitchbends und versucht nicht unbedingt zu sagen, hey ich will jetzt, dass ihr alle abgeht und eine gute Zeit habt. Der Track steht einfach für sich selbst. Er ist dick, fett, trashig, instrumentreich – er ist einfach wie eine riesige Armada von verrückten Sharkpeople-Typen die einfach einen fetten Sound machen.

channard: Ok, jetzt bin ich ja bestens im Bilde und weiß was Chiptrash ist. Künstlernamen sind nach meiner Erfahrung nie ohne Grund gewählt. Wie bist du auf 9-Heart und DantesDMG gekommen und welche Bedeutung haben die beiden Künstlernamen? Interessant wäre auch zu wissen, wieso du einen Künstlernamen verwendest der aus zwei Bestandteilen besteht.

9-Heart: Nein, nein das muss ich klarstellen: es ist 9-Heart aka DantesDMG aka The Chiptrash Champion aka Wizard of 1000 Points, yeah!

channard: Oh ok, da brauche ich ne Zeitlang bis ich das auswendig gelernt habe.

9-Heart: 9-Heart und DantesDMG sind natürlich die präsentesten Namen. Das hat natürlich auch einen Hintergrund: als ich mich damals das erste mal auf 8bitcollective angemeldet habe, habe ich einen Namen gebraucht. Ich wollte keinen generic Name verwenden wie Florian X, geht gar nicht, und da habe ich einfach auf meinem Schreibtisch rumgeguckt und ein Aluminiumblättchen gefunden auf dem eine 9 und ein Herz eingraviert waren. Damals habe ich auch angefangen mit Game Boy Hardware zu arbeiten, Backlights eingebaut und Gehäuse gemacht die an Dantes Inferno angelehnt waren. Diesen einen Game Boy habe ich dann DantesDMG genannt und gedacht, oh man das wäre eigentlich der coolere Name gewesen. Meinen Namen ändern wollte ich aber nicht – ich finde sowas dumm. DantesDMG ist auch der effektivere Namen weil er öfter auf google zu finden ist als 9-Heart. Entschieden habe ich mich dann für 9-Heart aka DantesDMG.

channard: Mit 9-Heart aka DantesDMG trittst du auch auf Bandcamp auf. Apropos Bandcamp: ich habe in deine Veröffentlichungen reingehört und mir ist da einiges interessantes aufgefallen. Zum Beispiel das blutige Cover der Hund frisst Hund EP.

9-Heart: Ich wollte es sogar ursprünglich blutiger. Die Anfangsversion war gar nicht so blutig aber ich dachte mir, ne das muss schon richtig.

channard: Am Ende von Track 2 Where I put my Dogs to sleep meine ich ein bekanntes SoundFX Fragment aus einem Game Boy Spiel herauszuhören. Und in Solomon Grundy’s Fabulous Casino Zone Theme wurde ein bekanntes Voicesample aus dem Film Friday verwendet: „You got knock the fuck out“. Genial. Außerdem ist mir ein Miau-Sample aufgefallen – bisher habe ich das Miau erst einmal gehört: im Beitrag von Sebastian Kraft auf dem Chip hits the Fan Festival 2016.

9-Heart: Ah das Fragment ist wirklich nur auf dem Noise-Channel gewesen, das ist halt so ein Clash und der Sound, dass er sich so elektrisch anhört … aber an was es mich erinnert finde ich, ist an ein Game Boy Spiel das ich früher gerne gezockt habe: Probotector. Der Teil mit der Schildkröte als ersten Boss. Was das Miau-Sample angeht: LSDJ bietet hier zwei Quellen. Das Standard-Animals-Kit und das Mario Paint Sample-Kit.

Ich habe übrigens einen unveröffentlichten Track in dem auch noch einmal die Miau-Samples vorkommen. Der kommt vielleicht mal in einem Best Of. Solomon Grundy vs. The Sharkpeople. Den habe ich aber auch schonmal live gespielt. Der ist halt richtig gabba und in die Fresse.

channard:  Track 7 Noch ein letztes mal aufbäumen geht richtig gut ab.

9-Heart: Oh ja, das ist einer meiner verdammten Lieblingstracks. Den muss ich unbedingt mal remaken für das Best Of Album. Weil wenn ich Tracks schreibe ist es häufig so, dass bei den wirklich krassen Tracks die ich übelst feiere, ich eigentlich immer schon im Kopf ein Musikvideo laufen habe mit Kamerafahrten und allem wie es sein muss.

channard: Wer sind die Sharkpeople und was wollen sie?

9-Heart: Die Sharkpeople – das kam so zufällig. Ich habe damals viel gezeichnet – und auch Sharkpeople. Danny the Slime Shark. Daraus habe ich mein Logo machen lassen für Sharkpeople Records. Die Sharkpeople, ja, das ist so eine Story für sich.

channard: Die Sharkpeople Origin Story – die beiden Tracks gehen so derbe ab. Habe die auf der Hinfahrt gut aufgedreht und hier schon ordentlich Werbung für gemacht. Da haben die Leute ganz schön geguckt.

9-Heart: Ja ich muss sagen, wenn ich hier rumfahre höre ich auch immer Chiptunes. Habe schon TRIaC auf Spotify gepumpt. Also ich gehe den Leuten hier schon sehr damit auf die Eier. Bei mir am Lindenplatz sind dann auch immer die Fenster offen und wenn ich musiziere, dann bin ich nicht so ein Penner der dauernd mit Kopfhörern dahockt, ich steh meist auf, lauf hin und her, bin an den Boxen dran und dann hört man es zum Teil schon deutlich draußen. Bisher hat sich niemand beschwert.

channard: Kommen wir zur DANTESDMG EP. Das ist ja eher so eine schwierige EP weil sie für mich etwas aus der Reihe fällt. Aber das ist auch gut begründet. Auf Bandcamp schreibst du (aus dem Englischen übersetzt): Das Album hat eine persönliche Note. Erzählt 9-Hearts eigene Geschichte und persönlichen Kampf, eine lange Reise die mich noch heute festhält. Meine eigenen Dämonen aus der Vergangenheit – archiviert in dieser Veröffentlichung.

Kannst du dir eigentlich vorstellen, Lieder der EP live zu spielen wenn du siehst, dass da die Leute drauf abgehen du aber gleichzeitig vielleicht eher Unschönes in den Lieder verarbeitet hast?

9-Heart: Ja auf jeden Fall. Es sind zwar auch Tracks drauf von denen ich sagen würde, die sind zu hart – dafür braucht man ein spezielles Publikum. The dirty Touch ist aber schön dancy – hat einen guten Groove. #Connor würde ich auf jeden Fall spielen – der ballert, ist trashy und stampfig. Auch sehr krass mit den Effekten und den Noise.

channard: Wie kommt man eigentlich an die 2 Bonus Tracks?

9-Heart: Nur via Download. Auf der Bandcamp Seite selbst kann man sie nicht anhören.

channard: Nach der Veröffentlichung von DANTESDMG EP hat es gar nicht so lange gedauert, bis die DANTESDMG EP 2 zur Verfügung stand. Das Album ist nach deinen Worten Hard-Hitting, Heavy, Technical, Smooth, Stylish und Raw“.

9-Heart: Das ist wichtig. Das es roh ist. Wie ein Stück Fleisch.

channard: Im Vergleich zur DANTESDMG EP hat sich Part 2 für mich um 180 Grad gedreht. Steckt eine Menge Power drin, eine offensive EP und hart nach vorne brechend. Ein Album für Leute die nicht mit Pinsel oder Skalpell arbeiten sondern mit Vorschlaghammer und Kettensäge. Die Abkürzungen der Tracknamen sind sehr kryptisch. Kannst du das aufklären?

9-Heart: Also das Ding ist, erst mal muss man zu DANTESDMG 2 EP einfach folgendes sagen: es war so, ich hab damals die DANTESDMG EP fertig gemacht und war am Ende dann so drauf, das ist so whack, das ist richtig Kacke, ah ich weiß nicht, ich will das nicht rausbringen und dann habe ich innerhalb von einer Woche eben mit Chefket angefangen. Basiert auf ein paar Phrases und der Name Chefkets kommt tatsächlich von dem Rapper Chefket den ich damals gehört habe. Gleich darauf habe ich dann Hyperfunk gemacht der eigentlich auf dem Ende von Chefkets basiert. Hyperfunk ist mein Lieblingstrack auf der EP. Einfach wegen der Atmosphäre und dem Sample am Anfang. Ja und TRATF bedeutet The rich and the foolish. Diese drei Tracks habe ich innerhalb von einer Woche gemacht nachdem die DANTESDMG EP fertig war und ich habe die Welt nicht mehr verstanden: die drei sind komplett doper als die komplette DANTESDMG EP. Nur die drei Tracks. Precreature spielt halt auf eine prähistorische Kreatur an, also ein dickes Monster das durch den Sumpf stampft. Der Track ist zum einen ziemlich trashig aber trotzdem gut tanzbar.

channard: Thema Live-Auftritte. Wann kann man dich denn wo antreffen? Ist da was geplant in absehbarer Zeit?  Wie sieht es mit dem Chip hits the Fan Festival aus?

9-Heart: Ja da gibt’s aktuell relativ wenig, werde nicht so oft gebucht. Beim letzten Chip hits the Fan Allstars wollte ich eigentlich auftreten, aber da haben andere Künstler ihr Set zu lang gestaltet was dann am Ende zeitlich nicht mehr geklappt hat. Da hätte ich eigentlich auftreten sollen, habe dann aber auch Backstageverbot bekommen.

channard: Backstageverbot?

9-Heart: Ja ne, letztes Jahr bin ich halt nicht mit ins Backstage reingekommen. Als das Chip hits the Fan Allstars war habe ich halt meinem Tabakkonsum gefröhnt. Und da war dann halt alles verraucht. Andere wollten ja auch etwas von meinem Tabak haben. Das war sehr guter Tabak. Allgemein sollten die Leute viel mehr Tabak rauchen. Richtig richtig guten Tabak.

channard: Dieses Jahr findet ja erneut ein Chip hits the Fan Festival statt.

9-Heart: Ich wurde noch nicht gefragt. Ich bin auch nicht unbedingt einer der dann sagt, hey ich will da unbedingt spielen. Wenn die Leute wollen, dass ich spiele – dann gerne. Ich bin ja auch sehr anspruchslos – eigentlich will ich nur ein Soundkabel direkt in die Boxen wie bei mir daheim – dann bin ich glücklich. Zahlt mir den Sprit und gebt mir noch etwas Gratisbier und dann ist alles gut.

channard: Was wäre mit der Open Stage?

9-Heart: Open Stage war ich letztes Jahr. Bin ich auch fast immer wenn ich da bin. Und Open Stage habe ich früher tatsächlich viel gemacht. Ich war zweimal in Amsterdam auf der Eindbaas, ich habe schonmal in Texas gespielt und in Berlin als es die 8-Bit Bar noch gab. Das Ding ist halt, weil viele immer sagen: DIE deutsche Chiptune-Szene. Es ist ganz einfach. Es gibt ein ganz einfaches Beispiel wie du jedem verbildlichen kannst wie die deutsche Chiptune-Szene arbeitet weil auch viele sagen, die müssten sich mehr vernetzen und so: es gibt Herzöge und Grafen in ihrem eigenen Reich und Ländern, die sind über Deutschland verteilt und jeder hat sein Hoheitsgebiet und jeder will eigentlich immer nur Musik selber machen – in seiner Komfortzone. Wir treffen uns beim Chip hits the Fan und glorifizieren uns wie geil wir sind, aber dass man außerhalb dieser Treffen einmal auf sich zugeht und sagt, komm wir machen mal was – da kommt halt nix.

Ich sitze ja gerade an einem neuen Projekt und wenn das rauskommt, dann schlackern allen die Ohren.

channard: Klingt interessant. Kommt da dieses Jahr noch was von dir?

9-Heart: Ja auf jeden Fall. Premiere ist Chipwrecked. Das wird ein richtig dickes Ding. Das wird die Szene wachrütteln. Auf Trash44 wird es nicht veröffentlicht – passt vom Kontext her nicht so in die Trashecke. Aktuell bin ich auf der Suche nach einem guten Label.

channard: Weg von der Musik und hin zu den Spielen. Der Game Boy ist ja in erster Linie ein Videospielsystem. Nutzt du den Game Boy auch um darauf zu zocken – oder nur um darauf zu musizieren?

9-Heart: Ja ich habe ja damals den Classic von meinem Vater gehabt aber nicht lange drauf gespielt weil ich dann relativ schnell den Color bekommen habe. Darauf habe ich dann gut gespielt aber eher so Lizenzsachen wie Lucky Luke Banditen Express oder König der Löwen 2. Erinnern tue ich mich aber auch noch an Donkey Kong Land und Kwirk, mit der Tomate. Das letzte Game Boy Spiel das ich durchgezockt habe, war Resident Evil Gaiden.

channard: Kommen wir zurück auf den Chiptrash-Livestyle. Ich habe gesehen, dass du interessante DantesDMG-Trashcaps entworfen hast. Die trägst du ja nicht nur während Chiptune-Auftritten sondern auch auf anderen Events wie der Braukunst Live! In München. Die Kappen fallen mit Sicherheit direkt auf. Bist du schonmal darauf angesprochen worden und wie reagieren die Leute wenn du ihnen erklärst, dass du mit dem Game Boy Musik machst?

9-Heart: Oh ja der Chiptrash-Lifestyle. Der ist nicht für jedermann. Zu den Kappen muss ich sagen, weil ich ja meinte ich verkaufe die, die kommen simultan mit meinem nächsten Release. Vermutlich kommt die nächste EP Ende Juli raus und da gibt’s dann auch die Hats zu kaufen. Ich kann mit Sicherheit sagen: in Michelstand müssten mich die Leute erkennen. Ich habe die immer auf, gehe einkaufen damit. Aber angesprochen darauf wurde ich noch nicht. Das ist halt deutsche Höflichkeit. Du gehst halt keinem direkt auf den Sack a la hey, geile Cap. Das gehört einfach mit dazu. Ich passe mich da nicht an und laufe nicht geschniegelt und gekämmt rum. Ich bin Trash und deswegen ist es mir scheißegal. Ich mache halt die Musik weil ich sie mache und lebe den Livestyle. Aber angesprochen werde ich darauf nicht. Nur einmal bei Subway. Da habe ich auf meine Sub-Card so einen fertigen Dude drauf gezeichnet was dem Mitarbeiter aufgefallen ist und mir ein „nice“ entgegen gebracht hat. Das sind solche Momente – wenn der Subway-Mitarbeiter zu dir „nice“ sagt – bestes Leben!

channard: Großer Bogen in eine ganz andere Richtung: Stichwort Braukunst. Neben Chiptrash-Musik auf dem klassischen Game Boy gehst du einer weiteren großen Leidenschaft nach: dem Bierbrauen. Wie und wo kann man euer Craft-Bier denn einmal probieren? Habt ihr einen Online-Shop?

9-Heart: Also ich bin ja Fachkraft für Lebensmitteltechnik und bin jetzt in der zweiten Ausbildung zum Brauer und Mälzer. Mein Vater macht auch nebenbei Bier mit eigener Marke Hechtbräu. Und hier trinken wir gerade ein Pappenheimer. Also das ist schon mehr als ein Hobby – ein Beruf. Unser Bier kann man auch online bestellen, aber webmäßig sind wir immer noch nicht so gut aufgestellt. Ich muss die Webpage mal fertig machen. Die Page ist designt – muss sie nur noch mit Content füllen. Ich kann mir vorstellen, wenn ich hier fertig bin, nach Österreich zu gehen um dort in einer Brauerei zu arbeiten. Natürlich auch mit einem Hintergedanken: ganz nebenbei könnte ich dort mit meinem Dude Gampoy die Chiptune-Szene etwas hochziehen.

channard: Also da kommt was auf uns zu. Abschließend die spannende Frage: auf was werden sich die Fans deiner Musik dieses Jahr noch freuen dürfen?

9-Heart: Was jetzt halt noch ansteht ist natürlich Chipwrecked und dann arbeite ich ja aktuell an der neuen EP „No mercy at gunpoint“. Zwischen vier und sechs Tracks werden es werden. Das ganze soll schön battlemäßig bezogen sein. Der erste Track wird heißen „a proper introduction“ – der zeigt direkt die Eier, hier guck mal meine Hoden, das Ding ist so riesig. Auch die anderen Tracks werden sehr draufschlagend sein. Also nicht diese typischen drums, diese kick-drums – ne, schön mit bass, flow und vorallem tempochanges und auch mit groove wird gespielt. Das wird auf jeden Fall fett.

Und für den Sommer habe ich noch ein geheimes Duo-Projekt am laufen und das ist nochmal was anderes – geht in eine komplett andere Richtung. Das kombiniert einfach zwei Urgewalten. Das wird live als Bühnenshow übelst ziehen wenn da zwei Dudes stehen die ordentlich was präsentieren. Das Coverart ist schon gemacht. Wenn du das siehst wirst du weinen, du wirst dein Leben in Frage stellen und sagen, verdammt, warum ist kein anderer jemals auf das gekommen. Es wird genial. Wird alles zersieben.

channard: Ich bin sprachlos. Wird das noch vor Chipwrecked erscheinen?

9-Heart: Ja das ist so geplant.

channard: Oki doki – es bleibt also spannend. Florian, vielen Dank für das Interview. Ich denke, die Leserinnen und Leser haben jetzt einmal einen ganz guten Eindruck von deinen Projekten und vorallem dem Chiptrash-Livestyle gesammelt. Wir sehen uns dann wahrscheinlich wieder auf dem Chip hits the Fan Festival im Herbst.

9-Heart ist hier zu erreichen:

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