




(pwc) Die Street Fighter-Serie dürfte jedem Videospielbegeisterten spätestens ab Teil II ein Begriff sein, als auch Konsolenfassungen veröffentlicht wurden. Neben Versionen für Amiga, C-64, Sega Master System oder SNES kamen 1995 auch Game Boy-Spieler in den Genuss der Prügelei.
Neben dem bekannten Ingame-Soundtrack überrascht das Spiel mit großen Sprites, die sich ganz ohne Ruckeln und Flackern in bemerkenswerter Spielgeschwindigkeit über den Bildschirm steuern lassen. Abstriche wurden an den Backgrounds vorgenommen – Animationen sucht man hier vergeblich.
Spielmodi gibt es drei: Single-Play, Versus-Play und Survival. Der Überlebensmodus fehlt zum Beispiel in der SNES-Fassung – hier punktet die Game Boy-Version. Überleben bedeutet in Street Fighter II, mit einem Energiebalken so weit zu kommen wie nur möglich. Nach jedem gewonnenen Kampf gibt es minimal Lebenspunkte zurück – bedenkt aber, dass das Spiel sofort endet, wenn ihr besiegt werdet.
In den Spieloptionen könnt ihr folgende Einstellungen vornehmen: die Stärke des Computergegners ändern, das Zeitlimit an- und ausschalten sowie durch Background-Music und Soundeffekte klicken.
Zur Auswahl stehen neun Kämpfer, und auch hier punktet die Game Boy-Version erneut gegenüber der SNES-Fassung, die „nur“ mit acht Kämpfern aufwartet: Ryu, Blanka, Zangief, Guile, Chun‑Li, Ken Masters, Balrog, Sagat und M. Bison geben sich die Ehre. Interessant: M. Bison ist als Endboss direkt von Anfang an auswählbar!
Gekämpft wird in sechs Ländern: USA, UdSSR, China, Brasilien, Thailand und Japan. Alle Stages kommen uns bekannt vor: das Dorf im Regenwald, wo uns Blanka erwartet, das Flugfeld der Air Force mit Guile als Gegner oder das bunt beleuchtete Spielcasino in Las Vegas. Auch von der SNES-Fassung her gewohnte Moves haben es in die Game Boy-Version geschafft: Hadoken, Electric Thunder, Sonic Boom, Lightning Kick, Tiger Knee oder Psycho Crusher sind alle dabei.
Ein kleiner Tipp: Falls ihr im Besitz eines Super Game Boy-Adapters seid, dann unbedingt die Game Boy-Version auf dem SNES spielen. Hier bekommt ihr alle Ingame-Backgrounds als vollfarbigen Rahmen spendiert.
Mit Street Fighter II liegt eine tolle Handheld-Umsetzung vor. Und nicht nur das: Verglichen mit der SNES-Fassung ist der Umfang auf dem Game Boy sogar durch einen Überlebensmodus und einem auswählbaren Kämpfer mehr erweitert worden. Das Beste allerdings: Das Prügelspiel läuft flüssig und macht deswegen auch zu zweit richtig viel Spaß.




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