




(pwc) Anfang der 80er Jahre veröffentlichte Taito den Arcade-Hit Qix. Knapp zehn Jahre nach dem Release des Arcade-Originals erschien das Spiel 1990 auch für den klassischen Game Boy.
Qix ordne ich den Kategorien Puzzle- oder Geschicklichkeitsspiel zu, und für Highscore-Jäger dürfte der Titel sogar eine Offenbarung darstellen: Das Suchtpotenzial des Spiels ist nicht zu unterschätzen!
Zu Beginn des Spiels steht euch eine freie Fläche zur Verfügung, die vom Qix bewohnt wird. Der Qix ist ein gegnerisches Sprite, das sich willkürlich innerhalb der Fläche bewegt. Ihr startet von der Außenlinie der Fläche aus und versucht, durch das Ziehen einer Linie eine Teilfläche zu bilden, die nach Abschluss eingefärbt wird und den Bewegungsumfang des Qix einschränkt. Von der Außenlinie der neu gebildeten Fläche könnt ihr anschließend weitere Teilflächen bilden. Wenn ihr es schafft, mindestens 75 % der Gesamtfläche einzunehmen, habt ihr das Level geschafft.
Soweit das Spielprinzip. Selbstverständlich ist der Qix nicht der einzige Gegner im Spiel. Weitaus berechenbarer sind Sparx-Einheiten, die in der Lage sind, euch bis auf die Außenlinien einer Fläche zu folgen. Auch der Fuse ist nicht zu verachten: Braucht ihr zu lange, um die nächste Fläche zu bilden, verfolgt euch dieser Gegner auf der Linie – jetzt gilt es, schnell die Fläche abzuschließen. Seid ihr insgesamt zu langsam, erscheinen mit den Super-Sparx aggressivere Versionen.
Wie bereits erwähnt, ist das Spiel für Highscore-Jäger interessant, die eine möglichst hohe Punktewertung anstreben und am Ende des Spiels in den Top 5 landen möchten. Alle anderen Spieler sollten die Punktehatz aber ebenfalls nicht kalt lassen: Bei 50K, 100K, 200K und 500K winken wertvolle Extraleben, die im Verlauf des Spiels auch dringend nötig sind.
Um sein Punktekonto schon von Beginn an zu pushen, habt ihr mehrere Möglichkeiten:
1.) Größere Teilflächen bringen mehr Punkte, sind in der Umsetzung aber mit einem höheren Risiko verbunden, da die Chance größer ist, vom Qix erwischt zu werden. Wer es schafft, 99 % der Gesamtfläche zu erobern, gewinnt zusätzliche 50K Punkte.
2.) Wenn ihr langsamere Linien zieht (Richtungstaste + B), gibt auch dies mehr Punkte. Das Risiko, erwischt zu werden, ist aber auch hier höher.
3.) In manchen Leveln begrüßen euch gleich zwei Qix-Einheiten. Wenn es euch gelingt, die beiden Einheiten (z.B. durch eine dünne Mittellinie) voneinander zu trennen, ist euch ein Split-Qix gelungen. Gewonnen habt ihr damit zwar zunächst nichts, dafür zählen die Punkte, die ihr im nächsten Level erreicht, doppelt.
Richtig klasse wird es im Zwei-Spieler-Modus. Hier kämpft ihr nacheinander um den größeren Teil der Gesamtfläche. Wer als Erstes drei Spiele für sich entscheidet, gewinnt. Praktisch: Euch stehen verschiedene Einstellmöglichkeiten zur Verfügung. Ändert zum Beispiel die Bewegungsgeschwindigkeit der Qix– oder Sparx-Einheiten oder bestimmt die Prozentzahl, die nötig ist, um ein Match zu gewinnen. Kleiner Tipp: Wenn ihr 60 % eintragt, öffnet sich die Tür zum Survival-Modus.
Qix für den Game Boy ist wirklich eine Investition wert. Am besten begeistert ihr auch direkt einen Freund dafür oder nehmt auf dem Flohmarkt gleich zwei Exemplare mit. Der Ein-Spieler-Modus weiß mindestens genauso zu begeistern wie der spaßige Zwei-Spieler-Modus. Aber Achtung: Es besteht Suchtgefahr! Ach ja, sollte euch das „Brummen“ der Qix-Einheit stören, dann drückt auf dem Titelbildschirm das Steuerkreuz nach links + Start – schon ist Ruhe.




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