Game Boy: Pinball Dreams angespielt

(pwc) Pinball Dreams ist mir besonders durch die grandiose Amiga Version bekannt geworden. Erst viel später bin ich über die Game Boy Fassung gestolpert. Ich würde folgendes behaupten: wer die Amiga Version liebt, wird mit Pinball Dreams auf dem Game Boy mit Sicherheit auch seinen Spaß haben.

Natürlich müssen gewisse Abstriche gemacht werden wie zum Beispiel der Verlust eines Spieltisches: Beat Box hat es leider nicht auf den Handheld geschafft. Bleiben aber immer noch drei grandiose Tische: Ignition (repräsentiert Raumfahrt), Steel Wheel (Thema Wilder Westen) und Graveyard (gruselige Friedhofsatmosphäre).

Wieso Graveyard allerdings Graveyard heißt und nicht wie im Amiga-Original Nightmare erschließt sich mir nicht wirklich. Doch schauen wir uns die Spieltische einmal genauer an:

Ignition setzt ganz darauf die Rakete zu zünden. Natürlich imaginär – schließlich geht’s eigentlich nur um’s Punktesammeln. Jede Kugel die wir nach oben stoßen, bietet die Möglichkeit auf einen Punktemultiplikator. Landet die Kugel immer zufällig in dem Bereich wo gerade das Licht leuchtet, heißt es x2, x3, x4, x6 und x8. Der linke Kanal des Flippertisches (Treibstoffbereich) ist leicht anzusteuern und spendiert unserem Punktekonto pro Durchschuss 50.000, 100.000, 250.000, 500.000 und bis zu 750.000 Punkte. Auch die Sonnenbahn (rechter Kanal) ist einfach zu durchlaufen und bietet eine ganze Menge abzustauben. So wirklich richtig viele Punkte erhaltet ihr wenn der aufgebaute Jackpot ausgeschüttet wird: in der Mitte des Flippertisches sind drei Zündungslichter angebracht. Sobald ihr alle drei aktiviert habt, erhaltet ihr den Buchstaben I aus Ignition. Habt ihr auf diese Weise alle Buchstaben gesammelt, ist der Jackpot euer.

Im Wilden Westen trefft ihr auf Steel Wheel – eine riesige Dampflok. Während im Hintergrund munter Banjo-Musik spielt, gehen wir unserer Hauptaufgabe nach: Punkte sammeln. Schließlich wollen wir uns am Ende ja auch stolz in die Highscore-Liste eintragen dürfen^^ Der Steel Wheel Flippertisch gefällt mir selbst leider nicht so gut, da die wirkliche „Action“ nur im oberen Teil des Tisches passiert – die untere Hälfte ist regelrecht verwaist. Der linke Kanal spendiert euch Punkte für’s Bahnticket kaufen: 10.000, 25.000, 50.000, 75.000 und 100.000 Punkte. Die Punkte gibt es allerdings nicht ganz ohne Arbeit: sind euch die fünf Lichter aufgefallen, die das Wort Steam aktivieren? Pro aktiviertem Steam steigt der Punktefaktor an. In der mittleren Passage könnt ihr hingegen wertvolle Specials gewinnen – zum Beispiel Extrabälle oder den Jackpot knacken.

Gruselig wird es auf dem Friedhof. Dieser Flippertisch zeichnet sich unter anderem dadurch aus, dass er sehr linkslastig ist. Damit meine ich: den meisten Ansporn habt ihr durch lukrative Ziele die links installiert sind. Wie bei den vorherigen Spieltischen auch, erhaltet ihr einen Bonus bzw. den Jackpot wenn ihr ein bestimmtes Wort aktiviert. In diesem Fall passend „D I E“ oder „R I P“. Mitten auf dem Spielfeld befindet sich eine Fledermaus die beidseitig von den römischen Zahlen IX, X und XI umgeben ist. Schaffst du es alle sechs Zahlen zum Leuchten zu bringen, wird die Mitternacht ausgelöst. Wenn Mitternacht aktiviert ist, erhältst du jedes mal 5 Millionen Punkte, wenn du die Kugel durch den rechten Kanal schießt. Musikalisch wird Graveyard übrigens seinem Thema gerecht: da stellen sich einem die Nackenhaare hoch – echt spooky^^

Was beim Flippern ganz wichtig ist: man will seine Initialen in den Highscores wiederfinden. Leichter gesagt als getan – um sich überhaupt erst eintragen zu dürfen benötigst du je Tisch mindestens 500.000 Punkte.

Ich muss zugeben: Pinball Dreams auf dem Game Boy sehe ich schon durch (m)eine rosarote Amiga-Brille. Aber selbst objektiv betrachtet, ist der Titel ein wirklich toller Flipper auf dem Game Boy. Flüssiges Scrolling, drei ausbalancierte Tische und ein rundum gelungener Soundtrack der die immer passend zur Spielsituation auftretenden Effekte ganz wunderbar untermalt. Zuschlagen!

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