Game Boy: Noobow angespielt

(pwc) Noobow? Noch nie gehört! Was? Noch nie davon gehört? Dann wird es aber allerhöchste Zeit. Immerhin existiert das Spiel seit 1992 und damit seit 27 Jahren.

Sollte es bisher völlig unbemerkt an dir vorbeigegangen sein, liegt das wahrscheinlich daran, dass Noobow ein japanexklusives Spiel ist und im Westen nie veröffentlicht wurde.

Noobow ist eines der Maskottchen von Morinaga Seika, einer traditionsreichen Konditorei in Tokio die auch Süßigkeiten produziert.

IREM (bekannt durch Spiele wie Kung Fu Master, Hammerin‘ Harry oder auch R-Type) beschert uns mit Noobow ein Spiel, das ich als das herzallerliebste Spiel auf dem klassischen Game Boy bezeichnen würde. Das liegt im Wesentlichen natürlich am Maskottchen selbst, wie auch an der Umgebung, die nur so von süßen Charakteren strotzt.

Zu seiner Überraschung erwacht Noobow eines morgens auf einer verlassenen Insel. Deine Aufgabe ist es ihn durch 8 Level wieder nach Hause zu führen. Diese Aufgabe ist leicht – sehr leicht. Denn Herausforderungen bietet das Spiel keine. So kann Noobow zum Beispiel nicht sterben. Auf prenzlige Situationen, wie etwa tiefe Abgründe, macht er mit einem demonstrativen Kopfschütteln aufmerksam.

Noobow wird im Laufe des Spiels einen Baby-Wal mit seiner Mutter vereinen, das Eichhörnchen-Land von eisiger Kälte befreien, das Wasser der oberirdischen Dusche anstellen und damit die Maulwürfe erfreuen und einem Vogel dabei behilflich sein, die Teile seines abgestürzten Helikopters zusammen zu suchen.

Immer wieder stößt er dabei auf kleine Rätsel, die ihn erst nach deren Lösung weiterkommen lassen. So verlangen die Eichhörnchen Eicheln, um im Wald die Aufzüge anzutreiben. Auch begegnen Noobow Blöcke, die er so anordnen muss, dass Abgründe überwunden oder höherliegende Plattformen erreicht werden können.

Einige Situationen verlangen nach bestimmten Gegenständen, die aber immer in unmittelbarer Nähe aufspürbar sind und sofort verschwinden, wenn sie für die jeweilige Situation gebraucht wurden. Die Lösungen sind in der Regel sehr intuitiv und stellen keine wirkliche Schwierigkeit dar. So blockiert zum Beispiel ein Eichhörnchen den Zugang zur Höhle, vor dem ebenfalls ein Wasserfall fließt. Mit der Eichel verschwindet das Eichhörnchen, und der Wasserfall ist mit einer pflanzlichen Kopfbedeckung passierbar. Die Kopfbedeckung findet ihr ein paar Screens weiter unterhalb.

Noobow selbst kann nicht springen. Seinen Weg meistert er lediglich durch klettern oder im Flug von einer Plattform zur nächsten. Auch Leitern und Aufzüge helfen ihm weiterzukommen. Daneben ist das Spiel völlig gewaltfrei. Waffen und ähnliche Verteidigungsutensilien kommen nicht vor, da im gesamten Spiel praktisch keine Gegner existieren. Bellende Hunde werden mit Stöckchen weggelockt.

Etwas deplatziert wirkt das finale Level, in dem Noobow dem Weihnachtsmann begegnet und in dessen Auftrag acht verschollene Geschenke ausfindig machen soll. Die Geschenke sind im ganzen Level verteilt und werden immer wieder von süßen Engeln in Empfang genommen.

Noobow ist ein sehr kindgerechtes Spiel und richtet sich deutlich an die jüngsten Game Boy Spieler. Der Charakter lässt permanent gute Laune aufkommen und bewegt sich durch eine Welt, die einfach strukturiert und absolut freundlich ist. Im Jahr 2018 hat die Gruppe Stardust Crusaders eine Fan-Übersetzung ins Englische veröffentlicht, die ihr euch ►hier herunterladen könnt (Lunar IPS File). Von mir gibt’s eine klare Empfehlung. Noobow muss man (durch-)gespielt haben!

Tipps & Tricks

Das geheime Soundtestmenü könnt ihr über folgendes Passwort abrufen: Krähe, Maulwurf, Engel, Vogel. Die Levelauswahl ist über Engel, Vogel, Maulwurf, Krähe möglich.

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