




(pwc) Falls ihr Penguin Wars nur von der Switch oder der PS4 her kennt: HALT, STOP! Der Ursprung des Spiels geht auf die Arcade-Version aus dem Jahr 1985 zurück und wurde nebenbei auf diverse Systeme portiert: MSX, NES, aber auch auf den Game Boy.
Ich nehme es gleich vorweg: Die Stärke von Penguin Wars liegt im Zweispielermodus. Falls ihr euch mit Freunden zum Zocken gegeneinander trefft, packt diesen Titel in jedem Fall mit ein.
Ziel des Spiels ist es, innerhalb von 60 Sekunden zehn Bälle über den Spieltisch auf die gegnerische Seite zu werfen. Natürlich versucht genau das auch euer Widersacher. Bei Spielbeginn startet jeder mit jeweils fünf Bällen. Während des Matches können also praktisch zehn Bälle gleichzeitig über das Spielfeld rollen. Nach 60 Sekunden endet ein Match, und dann wird gezählt: Der Spieler, der die meisten Bälle auf seiner Seite liegen hat, verliert.
Ein Set besteht aus maximal drei Matches. Gewinnst du zwei davon, geht es ins nächste Set. Um möglichst schnell durch die Matches zu kommen, bietet es sich an, den gegnerischen Spieler zu treffen – denn das bedeutet für diesen eine kurzzeitige Benommenheit und damit eine Spielpause. Und für euch wertvolle Sekunden, um auf dem Spielfeld für klare Verhältnisse zu sorgen.
Penguin Wars, das in Europa als King of the Zoo erschienen ist, macht seinem Namen alle Ehre. Nicht umsonst schlüpft man im Spiel in eine tierische Rolle. Ob Pinguin, Kuh, Kaninchen, Fledermaus oder Ratte – jeder dieser Kameraden versucht, an den begehrten Zookönig-Titel zu gelangen. Bei der Charakterauswahl solltet ihr euch überlegen, ob ihr eher Schnelligkeit oder Robustheit bevorzugt. Denn grundsätzlich gilt die Regel: Schnelle Tiere (Ratte, Kaninchen, Fledermaus) bewegen sich nicht nur zügiger, sondern werfen auch schneller. Allerdings brauchen sie länger, bis sie nach einem Treffer wieder spielbereit sind. Bei der Kuh ist es genau umgekehrt. Wer kein Risiko eingehen möchte, wählt einfach den Pinguin – die Figur, die die durchschnittlichsten Werte mitbringt.
Doch das war noch nicht alles: Um dem Spiel noch etwas mehr Würze zu verleihen, tauchen in den letzten 20 Sekunden eines Matches lästige Figuren auf. Zum Beispiel das Schleimmonster, an dem Bälle direkt zurückprallen. Oder die „Spinning Disc“ – eine rotierende Scheibe, die Bälle in wahllose Richtungen ablenkt. Damit es gar nicht erst zu diesen Maßnahmen kommt, solltet ihr ein Match möglichst zügig beenden. Wie wäre es mit dem Einsatz des Power Balls? Haltet die A-Taste einfach eine Zeit lang gedrückt, um euren Ball aufzuladen und ihn noch schneller über das Spielfeld zu werfen.
Eine kleine zusätzliche Herausforderung gibt es für die Punktejäger unter euch: Beendet ihr ein Set dadurch, dass ihr in zwei Matches jeweils zehn Bälle auf die gegnerische Seite werft, habt ihr ein „Perfect Game“ erzielt. Im Anschluss winkt eine Bonusrunde, in der ihr euer Punktekonto weiter nach oben pushen könnt.
Penguin Wars erinnert mich immer wieder an die Sportstunden in der Schule und an ehrgeizige Völkerball- oder Brennballpartien. Doch Penguin Wars ist noch einmal ein Stück anders: Hier geht es nicht um Teamgeist, sondern nur darum, selbst weiterzukommen und die gegnerischen Zootiere aus dem Rennen zu werfen. Allein macht das Spiel schon richtig viel Spaß – gegen einen menschlichen Kontrahenten aber umso mehr. Von mir gibt es eine klare Empfehlung.





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