Game Boy: Krusty’s Fun House

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(pwc) Wer die Simpsons mag, kommt an Krusty dem Clown nicht vorbei. Der eigentlich unlustige, oft schlecht gelaunte und dem Alkohol und Nikotin zugeneigte Entertainer ist trotzdem – und vor allem bei Kindern – ein wahrer Held. Seine Fehde mit Sideshow Bob hätte ihm des Öfteren das Leben gekostet.

Doch aktuell steht Krusty vor einem ganz anderen Problem: Ratten haben sich in seinem Fun House niedergelassen, und das ist natürlich schlecht fürs Geschäft. Doch mit Hilfe von Bart, Homer, Corporal Punishment und Sideshow Mel hat er ein schlagkräftiges Team zusammengestellt, um die Nager aufzuhalten.

Das Fun House ist in insgesamt fünf Abschnitte unterteilt. Die Abschnitte selbst bestehen aus jeweils bis zu vierzehn Leveln, die ihr nach Belieben auswählen könnt. Das Ziel in jedem Level ist die totale Vernichtung der vier Ratten. Hierzu stehen diverse Exekutionsmöglichkeiten zur Verfügung. Doch der Reihe nach:

Bei Levelbeginn kommen die Ratten aus ihren Löchern und bewegen sich munter umher. Die Ratten selbst stellen für Krusty keine Gefahr dar. Sie greifen nicht an und können auch nicht angegriffen werden. Wichtig ist, dass man die Strecke kennt, die von den Nagern zurückgelegt wird, und dort, wo es notwendig ist, agiert.

Das kann zum Beispiel an Stellen sein, an denen die Nager Abgründe überwinden oder auf höhere Plattformen gelangen müssen. Im Prinzip liegt die hauptsächliche Aufgabe von Krusty darin, die Ratten sicher zu ihrem Tod zu führen – nämlich direkt in die gnadenlos brutalen Fallen.

Die Ratten werden mit Boxhandschuhen zermatscht, mit Laserstrahlen gegrillt, mit Luft zum Platzen gebracht oder unter Gewichten vergraben. Sind alle Ratten eliminiert, lauft zurück zur Eingangstür, um das aktuelle Level zu verlassen.

So ganz ohne Gegner geht es aber auch nicht. Einige Gestalten wie Außerirdische, fliegende Schweine, Schlangen oder Vögel stellen sich Krusty in den Weg. Der Clown ist allerdings mit Puddingtorten bewaffnet, die sämtliche Störenfriede leicht erledigen.

Krusty beginnt das Spiel mit drei Leben. Extraleben sind zusätzlich einsammelbar (maximal könnt ihr neun Leben besitzen). Achtet auf besondere Blöcke, die ihr mit B zertreten solltet. Viele nützliche Items könnt ihr auf diese Weise einsammeln. Krusty-Milchshakes und Burger regenerieren Lebensenergie, während ihr mit der Tasche voller Tricks und der Tröte Bonuspunkte sammelt. Besonders wichtig ist der Superball. Diese Waffe ist einerseits mächtig, weil sie Gegner mit einem Treffer besiegt – doch wesentlich nützlicher ist ihr Einsatz bei brüchigen Wänden, hinter denen sich meist wieder hilfreiche Gegenstände befinden.

Krusty’s Fun House ist ein herausforderndes Spiel, das man nicht unterschätzen sollte. Auch wenn die ersten Level leicht zu meistern sind, zieht der Schwierigkeitsgrad doch deutlich an. Das liegt daran, dass die späteren Level weitläufiger sind und ihr leicht den Überblick verlieren könnt, die Ratten aber weiterhin im Auge behalten müsst. Obwohl ihr nicht unter Zeitdruck steht, baut das Spiel doch einen nicht zu unterschätzenden Druck auf: Nicht selten müsst ihr den Ratten situativ den Weg ebnen – also im richtigen Augenblick den richtigen Stein setzen. Das setzt etwas organisatorisches Geschick voraus, denn ist die Chance vertan, müsst ihr die Nager unter Umständen eine Ehrenrunde laufen lassen oder im schlimmsten Fall via Select-Taste das Level neu starten. Grafisch kann das Spiel überzeugen: Krusty ist genial animiert und sieht superlustig aus. Auch seine Mimik verändert sich – zum Beispiel, wenn er Lebensenergie einbüßt oder am Rand eines Abgrunds steht. Die Hintergrundmusik ist stark durchwachsen: Von langweilig über nervig bis hochspannend ist alles vertreten.

Bewertung: 3 von 5.

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