Game Boy: The Chessmaster angespielt

(pwc) „Schach, das ultimative Strategiespiel, wird seit mehr als 2000 Jahren in der ganzen Welt gespielt. Spieler aus dem alten Rom bis zum China unserer Tage haben ihren Geist geschärft, um das Spiel zu meistern. Jetzt bist du an der Reihe, um es mit dem Chessmaster aufzunehmen. Er ist noch niemals geschlagen worden, aber er wird dir dabei helfen, das Spiel immer besser zu erlernen. Und wenn du mit deinen Figuren richtig ziehst, dann kannst du der nächste Schachmeister sein.“

Soweit die einleitenden Worte aus der Spielebeschreibung. Wer Schach noch nicht gespielt hat: es geht darum die gegnerische Spielfigur König „matt“ zu setzen. Dies gelingt dadurch, dass du den König mit den eigenen Figuren so einkreist, dass ihm kein Ausweg mehr bleibt – er im Rahmen seiner Bewegungsmöglichkeit also kein freies Feld mehr erreichen kann, auf dem er vor deinem nächsten Zug in Sicherheit ist.

Schach spielt man mit sechs verschiedenen Figurentypen: Bauer, Läufer, Springer, Turm, Dame und König. Die mächtigste Figur ist die Dame, die du in keinem Fall verlieren solltest. Die Dame kann sich in jede Richtung (auch diagonal) beliebig viele Felder bewegen. Andere Figuren sind spezialisiert. So kann sich der Turm nur vertikal und horizontal bewegen, während der Läufer lediglich diagonal bewegt wird. Die Bauern verfügen über zwei Alleinstellungsmerkmale: sie dürfen nur nach vorne gezogen werden, aber nicht wieder zurück. Außerdem schlagen sie nicht in die Richtung, in die sie ziehen. Sie ziehen vorwärts, schlagen aber diagonal.

Drei besondere Zugmöglichkeiten sind zu beachten: die Rochade ist der einzige Doppelzug, bei dem zwei Figuren zugleich bewegt werden. Ein Spieler, der die Rochade ausführt, verfolgt das Ziel, den König in eine sichere Position zu bringen und den beteiligten Turm zu entwickeln.

En Passant kommt dann zum Einsatz, wenn ein Bauer versucht sich aus seiner Startposition zwei Felder nach vorne zu bewegen und damit an einem gegnerischen Bauern vorbeizieht, ohne dadurch geschlagen werden zu können. In diesem Fall kann der gegnerische Spieler, soweit er daran denkt und nicht bereits seinen nächsten Zug ausführt, den Bauern so behandeln, als wäre er nur ein Feld nach vorne gezogen und ihn somit schlagen.

Die dritte und sehr anstrebenswerte Zugmöglichkeit ist einen deiner Bauern acht Felder nach vorne zu bewegen. Damit stößt du auf die letzte zu erreichende Reihe auf gegnerischer Seite. Wenn dir dies gelingt, kannst du den Bauern in eine weitere eigene Dame verwandeln.

Die Standardeinstellung im Spiel lässt dich automatisch gegen den Chessmaster spielen. Er wird sich immer dann melden, wenn du einen regelwidrigen Zug unternimmst. Beispiel: wenn dein König im „Schach“ steht, musst du alles Nötige versuchen, um ihn aus dem Schach zu befreien. Alle anderen Züge sind nicht erlaubt.

Spielanfänger profitieren von einigen zusätzlichen Hilfestellungen. So sind optional beispielsweise folgende Einstellungen auswählbar: Spielzüge zurücknehmen, Zug erzwingen (den Chessmaster zwingen zu ziehen, während er nachdenkt), das Schachbrett einrichten (Figurentypen weglassen oder anders platzieren), Problem lösen (lässt den Chessmaster die gegenwärtige Spielsituation analysieren und berechnen, in wie vielen Zügen es zwangsläufig zu einem „matt“ kommt).

Interessant ist auch die Einstellung „Weiterdenken“. Ist diese aktiviert, plant der Chessmaster seine Züge langfristig, während du deinen nächsten Zug überlegst. Ist sie deaktiviert, denkt der Chessmaster nur dann über seinen Zug nach, wenn er an der Reihe ist.

Die Spielfiguren können übrigens an allen Seiten des Schachbretts angeordnet werden. So sind auch Spielpartien möglich, bei denen man von links nach rechts und umgekehrt spielt.

Chessmaster für den Game Boy bietet überraschenderweise einen erstaunlichen Umfang an Einstellmöglichkeiten – sehr bemerkenswert. Neben Tetris sollte man auch diesen Strategieklassiker in der Sammlung haben. Spielerisch absolut zu empfehlen und zu zwei mit Sicherheit nochmal etwas aufregender.

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