Repugnant Bounty | Starlab

(pwc) Man kann es nicht leugnen: Repugnant Bounty hat sich einiges von Metroid II auf dem klassischen Game Boy abgeguckt. Aber das macht ja nichts, denn die Vorlage ist schon grandios.

Vor einer Millionen Jahre stand ein bestimmter Stern auf dem Höhepunkt seines Lebens. Die von dem Stern erzeugte Strahlung veränderte allerdings seine Bewohner. Ihre einzige Chance zu überleben, war die Suche nach einer neuen Heimat. Eintausend Raumschiffe wurden ausgesandt, um neue Welten zu erkunden. Keines kam zurück! Die Bewohner veränderten sich mehr und mehr, als ihre Umgebung feindseliger wurde. Sie wurden sogar fast unsterblich. Dann das Unvorhergesehene: eine unbekannte Bedrohung aus dem All löschte sie alle aus. Alle, außer einer: Rosemarie.

Dein Abenteuer beginnt auf der Oberfläche des Planeten Irulia. Hier herrscht ein raues Wetter mit Sturm und Gewitter. Der ganze Planet ist in verschiedene Abschnitte geteilt. Die Oberfläche (Surface) gilt soweit, bis du nicht einen Aufzug in tiefere Bereiche nutzt oder über die West- und Ostflanke Möglichkeiten erkundest, auf anderen Wegen in neue Abschnitte vorzustoßen.

Bei Spielbeginn bist du unbewaffnet – keine gute Voraussetzung, um einen fremden Planeten zu erkunden. Allerdings musst du nicht lange warten, bis du den Polar Edge (Nahkampfwaffe) findest. Deine ersten Schritte sind mehr oder weniger vorgegeben, denn einige Gebiete sind durch Türen gesichert, die erst im späteren Verlauf des Spiels passierbar sind. An dieser Stelle wird deutlich, dass Repugnant Bounty genretypisch auf Backtracking setzt.

Sobald du den Polar Shot (Distanzwaffe) eingesammelt hast, verändert sich die Umgebung. War es bisher recht still um dich herum, beginnt der Planet nun zu leben. Kleinere Gegner wie Raupen, Aale, mechanische Spinnen oder gar geflügelte Katzen erscheinen in den Abschnitten.

Doch auch weitaus unheimlicheres lauert in den Tiefen auf dich: 28 bedrohliche und höchst aggressive Monster halten sich in allen Abschnitten versteckt. Bevor du den Mut aufbringst dich den Monstern in den Weg zu stellen, empfehle ich die ebenfalls 28 einsammelbaren Life Jars aufzuspüren. Pro Life Jar verlängert sich dein Energiebalken. Hast du ein paar davon eingesammelt, kannst du dich ohne Bedenken den ersten Monstern in den Weg stellen.

Mit der Start-Taste lässt sich das Statusmenü aufrufen. Hier bekommst du recht übersichtlich angezeigt, welche Items du bereits im Besitz hast und wie viele Monster bzw. Life Jars noch gefunden werden müssen. Und genau hier liegt auch die Motivation. Du wirst nicht eher aufgeben wollen, bis auch das letzte große Monster besiegt ist.

Im Laufe des Spiels wird Rosemarie immer mächtiger. Der Energiebalken zieht an, der Super Jump lässt dich höher springen und der Wasser-Ring bewirkt, dass Wasser keine bremsende Wirkung mehr hat und man den Hitzebereich im Core betreten kann. Dieser ist ohne den Ring absolut tödlich.

Neben einsammelbaren Items, gibt es auch in regelmäßigen Abständen fest installierte: Energiesäulen (um Energiebalken aufzuladen) und Speicherportale (Spielstand speichern).

Immer wieder werden dir verschiedenfarbige Türen auffallen. Diese haben folgende Bedeutung: Orange (dahinter verbirgt sich eine neue Umgebung; ein wichtiges Item kann gefunden werden), Blau (gibt einfach nur den Weg in den nächsten Bereich frei), Violett (dahinter verbirgt sich eine neue Umgebung; öffnet sich mit Polar Shot Upgrade 2).

Wie anfangs erwähnt, beginnt dein Abenteuer auf der Oberfläche des Planeten. Daneben kommst du in einen besonders artenreichen Abschnitt voller Pflanzen und Tiere (Irulia). Winterlich kalt wird es in Treton – hier wird dir die geflügelte Katze begegnen. Auf das genaue Gegenteil, nämlich nicht aushaltbare Hitze, stößt du im Abschnitt Core. Lochiru hingegen, führt dich unter die Wasseroberfläche. Hier lassen sich riesige Quallen als Plattformen nutzen. Im Technik-Bereich (Engine) lassen sich lustige Geister-Wesen blicken – aber nicht nur.

Repugnant Bounty gehört zu den besten Game Boy Homebrew-Titeln, die ich bisher gespielt habe. Der Umfang ist gigantisch, die Abschnitte toll gepixelt und die Hintergrundmusik nicht nur passend, sondern auch von außerordentlich hoher Qualität. Das Backtracking ist ein wesentlicher Bestandteil des Spiels – ihr werdet nicht herumkommen, alle Abschnitte mehrmals zu besuchen. Eure Motivation hierfür wird sein, wirklich auch das letzte Monster zu eliminieren. Das Spiel ist so herausragend, dass ein kostenfreier Download nicht zur Verfügung steht. Ihr könnt das Spiel aber zu einem fairen Kurs ►hier erwerben. Wer am Ende immer noch nicht genug hat und sich auch gerne den Soundtrack auf die Platte laden möchte, wird ►hier fündig.

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