




(pwc) Ichi, Ni, San – Hajime! Und ab geht’s. Willkommen in der Welt der waffenlosen Kampfkunst Karate. Wir befinden uns im Jahr 2000 und können es kaum erwarten, das neue International Karate (IK) von System 3 in unseren Game Boy Color zu schieben.
Im Jahr 2000 gab es auch schon eine gute alte Zeit – nämlich das Jahr 1985, als IK erstmals für den ZX Spectrum erschien und ein Jahr später endlich die Commodore 64-Version auf den Markt kam, die sich großer Beliebtheit erfreute.
Richtig genial ist auch die Version für den Game Boy Color, die ganze zwölf Kämpfer ins Rennen schickt. Ziel des Spiels ist es, den Karate-Wettbewerb zu gewinnen. Hierzu müssen alle Gegner jeweils in zwei Runden besiegt werden. Eine Runde ist gewonnen, wenn man innerhalb des Zeitlimits drei Matchpunkte erlangt hat oder nach Ablauf der Zeit die meisten Punkte besitzt.
Im Laufe des Spiels wird unser eigener Kämpfer (aber auch die Gegner) immer stärker. Wir beginnen natürlich mit dem weißen Gürtel und schlagen und treten uns über Rot, Orange, Gelb, Grün, Blau und Braun bis zum schwarzen Gürtel vor. Die farbliche Reihenfolge entspricht kurioserweise nicht der offiziellen Reihenfolge, bei der der gelbe Gürtel noch vor dem orangenen kommt und Rot ganz fehlt.
Ob England, Indien, Ägypten oder die USA – unsere Gegner erwarten uns auf der ganzen Welt. Entsprechend hübsch sind die landestypischen Hintergründe gelungen (z.B. das Opernhaus von Sydney oder die Pyramiden von Gizeh). Über das Steuerkreuz des Game Boys werden insgesamt acht Aktionen ausgelöst. Verschieden hohe Schlag- und Tritttechniken, Springen oder auch Blocken sind möglich und gehen gut von der Hand. Für jeden beim Gegner gelandeten Treffer gibt es unterschiedlich viele Punkte. Wird man selbst vom Gegner vermöbelt, bedeutet das das Spielende. Aber keine Sorge: Durch das Passwortsystem ist man jederzeit in der Lage, direkt in den zuletzt erreichten Kampf einzusteigen.
Bevor man sich allerdings direkt ins Karate-Abenteuer stürzt, kann man einen kleinen Abstecher in das Dojo-Training machen. Dieser Modus entspricht einem Tutorial und man kann nach Herzenslust testen, wie es sich anfühlt, gegen einen hochgelevelten Trainingspartner anzutreten.
Damit sich die angespannten Finger nach einem harten Fight etwas ausruhen können, gibt es zwischen den Kämpfen Geschicklichkeitsspiele, in denen ihr Bälle oder Bomben abwehren müsst.
Abgerundet von einem genialen Soundtrack (spielt mit Kopfhörern oder über Aktivboxen – der absolute Hammer!) ist International Karate 2000 ein tolles Kampfspiel für zwischendurch, das trotz fehlendem Zweispieler-Modus auf ganzer Linie überzeugt.




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