




(pwc) In Toontown ist die Hölle los: Der unheimliche Richter Judge Doom plant, ganz Toontown aufzulösen, um sein Autobahnprojekt voranzutreiben. Dafür sind ihm alle Mittel recht – so lässt er kurzerhand Jessica Rabbit kidnappen, um seinen ärgsten Widersacher Roger Rabbit auf eine falsche Spur zu führen – nämlich nicht auf seine.
Glücklicherweise findet Roger Hilfe im Privatdetektiv Eddie Valiant, der ihn mit wertvollen Hinweisen auf seiner Suche nach Jessica unterstützt.
Doch der Reihe nach: Alles begann mit einem Anruf von Marvin Acme, der in Toontown eine Scherzartikelfabrik betreibt. Roger macht sich direkt auf den Weg in seine Fabrik. Er vertraut sich Roger an und erzählt ihm, dass er von Richter Doom unter Druck gesetzt wird. Er solle seine Anteile an Toontown verkaufen. Marvin reicht ihm sein Testament, das er Jessica überbringen soll. Im Testament ist geregelt, dass seine Anteile an Toontown den Toons zufallen sollen. Das Gespräch zwischen Marvin und Roger ist noch nicht zu Ende, da wird Marvin durch die Lamellen seiner Fensterjalousie erschossen (im Film hingegen ist ihm ein Tresor auf den Kopf gefallen und R.K. Maroon, der Toon-Studiobesitzer, wird erschossen).
Roger macht sich auf und möchte den Ink & Paint Club besuchen, wo Jessica ihren großen Auftritt hat. An der Tür wird er abgewiesen, da er kein Passwort vorweisen kann. Durch Hinweise von Passanten in Toontown gelangt er an das Passwort („Walt sent me“) und erhält Eintritt in den Club. Dort muss er mit ansehen, wie Jessica entführt wird.
In Szene 2 kommt Eddie Valiant ins Spiel. Beide führen eine Unterhaltung in Eddies Büro, als es plötzlich an der Eingangstür klopft. Schnell versteckt sich Roger in einem Schrank. Das Wiesel Smarty, auf der Suche nach Roger, zieht unverrichteter Dinge ab. Roger beobachtet die Szenerie aus seinem sicheren Versteck und erhält im Anschluss daran von Eddie seine erste Waffe: den Boxhandschuh.
Wieder unterwegs in Toontown unterhält sich Roger mit dem Chef der Bäckerei. Von ihm erfährt er, dass Stupid, das eher dümmliche Wiesel, bei ihm ein Brot gekauft hätte. Vor der Bäckerei lungert Stupid tatsächlich herum und Roger nimmt die Verfolgung auf. Stupid entkommt zwar, verliert aber unterwegs sein Brot. Mit diesem kehrt Roger zu Valiant zurück, der eine zündende Idee hat: das Brot als Lockmittel für Stupid auslegen und ihn dann schnappen. Gesagt, getan – Roger kehrt zur Bäckerei zurück und legt das Brot als Köder aus. Tatsächlich erscheint auch das Wiesel, nur verschwindet es immer wieder, sobald sich Roger auch nur ein bisschen nähert.
Zurück in Eddies Büro: Er klebt am Boden fest. Roger befreit ihn aus der klebrigen Masse und findet in einem nahen Gebäude eine ganze Dose Superkleber. Mit diesem gelingt es, Stupid zu fangen. Roger ist bereit für Szene 3.
Eddie reicht ihm ein Ticket für die Fahrt mit der Straßenbahn. Jetzt wird es Zeit, sich den westlichen Teil von Toontown etwas genauer anzusehen und Dolores im T.Club zu besuchen. Von ihr erfährt er, dass sich das Wiesel Greasy auf dem Dach eines nördlichen Hochhauses befindet. Um Greasy besiegen zu können, bedarf es einer neuen Waffe: der Toon-Gun. Passende Munition findet sich im Hochhaus. Zurück bei Eddie, erhält Roger den wertvollen Tipp, der Acme-Fabrik einen Besuch abzustatten. Im Besitz der Toon-Gun geht’s direkt wieder mit der Straßenbahn zurück in den anderen Teil von Toontown, wo es zum Kampf mit Greasy kommt. Das Wiesel schwebt mit zwei Ballons über Roger und bewirft ihn mit Blumentöpfen. Für Roger ist er aber kein Problem. Das nächste Wiesel, das auf Rogers Liste steht: Psycho in Szene 4.
Roger bekommt den Hinweis, dass Psycho Eddie Valiants Büro auskundschaftet und verdächtig oft mit seinem Wagen am Haus vorbeifährt. Um nicht den Anschluss an Psycho zu verpassen, benötigt Roger ebenfalls ein Auto. Von Baby Herman erhält er eine Axt, mit der er das auf einem Schrottplatz angebundene Taxi Benny befreien soll. Gesagt, getan. Benny überreicht Roger eine Trillerpfeife, mit der er ab sofort immer herbeigerufen werden kann. Zurück im Büro von Eddie startet auch schon direkt die Verfolgungsjagd mit Psycho: Mit ein paar Boxhandschuh-Treffern ist auch dieses Wiesel besiegt. Von ihm erhält Roger den Zugang zum Hafenareal.
Szene 5 ist recht kurz: In einer Halle am Hafen trifft Roger wieder auf Smarty, der aus allen Rohren schießt. Nach einem kurzen Schlagabtausch ist er besiegt und Roger stibitzt ihm den Schlüssel zu Richter Dooms Anwesen.
Das Anwesen wird neben Wieseln auch von fässerwerfenden Gorillas geschützt (eine Anspielung?). Im Anwesen selbst wird Roger mit einem Labyrinth konfrontiert. Einige Wege führen immer wieder an den Anfang zurück. Zum Glück beruht das Labyrinth nicht auf einem Zufallsprinzip – so kann man die Strecke bis zu Richter Doom praktisch auswendig lernen. Da das ganze Haus mit einer toonauflösenden Flüssigkeit überflutet ist, geht Eddie vor und bereitet Roger einen sicheren Weg. Im finalen Kampf zwischen Roger und Doom bedient sich der Halunke eines Panzers und verschießt die giftige Flüssigkeit auf den Rest des Kampffeldes. Jede Stelle, auf der die giftige Flüssigkeit landet, bleibt kontaminiert und stellt für Roger eine ernst zu nehmende Gefahr dar. Aber Roger Rabbit wäre nicht Roger Rabbit, wenn er nicht auch diese Herausforderung meistern würde.
Who Framed Roger Rabbit für den Game Boy ist ausnahmsweise kein Jump-’n’-Run-Spiel, wie man es von anderen Capcom-Ablegern wie DuckTales, Mickey’s Dangerous Chase oder Mega Man gewohnt ist. Roger kann nämlich gar nicht springen. Seine Hauptaufgabe besteht vielmehr darin, weite Wege zu Fuß zurückzulegen, mit dem Taxi zu fahren oder die Straßenbahn zu nehmen. Die Stärken des Spiels liegen an anderer Stelle: Anstelle von rasanter Action baut das Spiel eine behagliche, aber intensive Stimmung auf, die uns eine tolle Detektivgeschichte erleben lässt. Typischerweise sprechen wir mit den Bewohnern von Toontown, um wichtige Informationen zu erhalten, die uns in der Story weiterbringen. Haben wir an einem Tatort einen entscheidenden Hinweis erhalten und kommen doch mal nicht weiter, sollte die erste Anlaufstelle Eddie Valiant sein. Roger Rabbit ist von seiner Art her ganz anders: zwar spannend, aber in sich gemütlich. Auf jeden Fall auch einen Blick wert.




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