Nanoloop: Game Boy Workshop in Nürnberg

(pwc) Im Rahmen des diesjährigen Chip hits the Fan Festivals hat gestern Mittag auch ein Game Boy Musik Workshop stattgefunden. Diesmal wurden interessierte Teilnehmerinnen und Teilnehmer in die Welt von Nanoloop eingeführt – neben Little Sound DJ (LSDJ) eine weitere in der Chiptune-Szene oft genutzte Hard-/Software-Kombination.

Mit Felix, aka ►TRIaC, hat ein erfahrener Chiptune-Artist referiert. Der Vortrag war wunderbar strukturiert, verständlich aufgebaut und in die Kategorien Theorie, Chiptune – was ist das eigentlich?, Der Game Boy als Instrument sowie einen Praxisteil (Programm Nanoloop, Basics, Bedienung etc.) unterteilt.

Wer sich schon immer gefragt hat, woher Chiptunes eigentlich kommen, sollte einen Blick in die Demo-Szene werfen. Eventuell erinnert ihr euch aber auch noch an die illegalen Key-Generatoren die euch auf Knopfdruck einen Software-Registrierungscode ausgegeben haben: mit charakteristischer Musik untermalt dürften diese kleinen Programme den Anfang von Chiptunes eingeläutet haben wie wir sie heute kennen. Und nicht zu vergessen: Cracktros zu Zeiten des C-64. Hier wurde der Welt gezeigt, was einzelne Hacker-Gruppen programmiertechnisch draufhaben.

Die Chiptune-Szene ist sehr international. Populäre Band: Atari Teenage Riot (Elektropunk). In Deutschland hingegen übersichtlich: größere Veranstaltungen findet man mit dem Chip hits the Fan in Nürnberg oder der 8 Pauli in Hamburg. Grundsätzlich gilt: die Szene ist sehr freundschaftlich und angenehm. Man kennt sich untereinander.

Der klassische Game Boy ist als Musikinstrument außerordentlich praktisch. Er ist mobil einsetzbar (dank Batteriebetrieb), bietet einen überraschend vollen Klang und der Sound ist absolut clubtauglich. Zusätzliche Funktionen lassen sich durch Umbauten ergänzen: der sog. Pro-Sound Mod verbessert den Sound des Game Boy ganz maßgeblich (einfache Lötarbeit, rauschärmer, Signal ist an der Anlage lauter, Tiefen und Höhen sind stärker).

Nanoloop bietet uns eine intuitive Nutzeroberfläche die es ermöglicht, sich leichtgängig in das Programm einzufinden und relativ zügig sogar brauchbare Ergebnisse liefert. Im Gegensatz zu LSDJ gibt es unter Nanoloop keine Instrumente: der Sound wird direkt immer am Ton manipuliert. Ein Vorteil allerdings: dank Flashspeicher fällt die Batterie weg. Laut der Angabe auf der Herstellerseite könnt ihr etwa 20 Jahre lang Spaß mit eurer Nanoloop-PCB haben.

Ab der Version 1.6 sind in Verbindung mit einem separat erhältlichen USB-Adapter auch Backups zum PC möglich. Hier solltet ihr aber regelmäßig das Angebot auf der Nanoloop-Homepage im Auge behalten: die PCB’s sind eigentlich immer relativ schnell vergriffen.

TRIaC schwärmt von den Vorteilen beim Live-Einsatz: die Sounds sind unter Nanoloop relativ leicht zu manipulieren. Dies bietet grandiose Möglichkeiten bei Auftritten.

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