




(pwc) Nach ►BLADE stelle ich euch gerne ein weiteres Game Boy Color-Spiel mit Bezug zum MARVEL-Universum vor. Wolverine gehört zu den X-Men und dürfte für eingefleischte Comicfans ein absoluter Alltime-Favorite sein. Seine Popularität ist bis heute ungebrochen, und ich hoffe, dass wir noch etliche Videospiele präsentiert bekommen, in denen man ihn als spielbaren Superhelden auswählen kann.
In Wolverine’s Rage wird es für ihn richtig gefährlich. Lady Deathstrike ist an die Pläne für einen molekularen Destabilisator gelangt. Dieser ist in der Lage, Wolverines Adamantium-Skelett mitsamt seinen Krallen in flüssiges Metall aufzulösen. Die Folge: Wolverine wäre erledigt! Da sein Leben nun am seidenen Faden hängt, muss er Lady Deathstrike und ihre Handlanger davon abhalten, den Destabilisator zu konstruieren.
Soweit die Hintergrundgeschichte. Dass Wolverine mächtig unter Druck steht, merkt man bereits an der Spielgeschwindigkeit. Diese ist nämlich ziemlich rasant und wird ihm absolut gerecht. Wolverine stehen verschiedene Angriffe zur Verfügung: ein Krallenangriff, ein Schlag in den Magen, ein Kinnhaken und so ziemlich der coolste Move, den ich bisher in einem Game Boy-Spiel gesehen habe – die Wilde Wut.
Die Wilde Wut ist der ultimative Rage-Move, bei dem Wolverine kaum noch zu kontrollieren ist und seiner Umgebung erheblichen Schaden zufügt. Diese Aktion hat aber ihren Preis: Wolverine muss diesen Angriff mit wertvoller Lebensenergie bezahlen.
Apropos Lebensenergie: Der Balken füllt sich während des Spiels langsam, aber sicher wieder auf. Allerdings muss jedes Level auch innerhalb eines Zeitlimits gemeistert werden. Das bedeutet, dass ihr euch höchstens kurze Verschnaufpausen gönnen könnt. Wolverine stehen zu Spielbeginn fünf Leben zur Verfügung. In den Leveln sind außerdem Extraleben und Power-ups für die Lebensenergie versteckt.
Insgesamt muss sich Wolverine durch vier Level kämpfen, die wiederum aus mehreren Levelabschnitten bestehen. Sein Weg führt ihn nach Downtown New York, nach Tokio, in die Wildnis und schließlich ins Labor. Söldner, Schläger, Ninjas, Monster und Roboter stellen sich ihm in den Weg. Sogar Endgegner mischen mit: Sabretooth, Cyber und Lady Deathstrike lassen grüßen.
X-Men: Wolverine’s Rage gefällt mir sehr gut. Die Animationen sind klasse, und auch die Kampfgeräusche überzeugen. Vor allem der Krallenangriff hinterlässt mit seinem markanten Klingengeräusch einen bleibenden Eindruck. Seid ihr außerdem fleißig am Punkte sammeln, schaltet ihr Bonuslevel frei, die allerdings keine erwähnenswerten Besonderheiten bieten. Dass man in dem Spiel auch Hunde töten kann, die sich mit einem herzzerreißenden Geheul von dieser Welt verabschieden, wird bestimmt nicht jedem gefallen – allerdings muss man auch nicht jeden Gegnertyp zwingend besiegen.




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