Farewell / Bonesy | GameBuoyGames Michael Towns

(pwc) Farewell / Bonesy ist das traurigste Game Boy Spiel, das ich bisher gespielt habe. Auch mir sind die Tränen gekommen. Der Verlauf der Geschichte ist nicht fiktional – ggf. erkennt sich jemand beim Spielen wieder. Farewell / Bonesy appelliert an unser Gewissen da Verantwortung zu übernehmen, wo sie am dringendsten gebraucht wird. Zum Beispiel für ein Haustier. Eines vorneweg: die Geschichte hat kein Happy End. Weiterlesen auf eigene Gefahr!

Wir schlüpfen in die Rolle des Mädchens Megbert. Diese hat einen Zwillingsbruder, der auf den Namen Bertmeg hört. Wie Kinder nunmal sind, tauschen die beiden nicht nur nette Worte aus. Das Familienverhältnis ist angespannt – der Vater ist weg, die Mutter hat einen neuen Freund: Peter. Dieser ist ziemlich ruppig und lässt seine Laune auch an den Kindern aus. Um sich ab und an gutmütig zu zeigen, beschenkt er die beiden. Während Bertmeg einen Game Cube bekommt, wartet auf Megbert in der Küche eine Überraschung.

Im Karton regt sich etwas. Zum Vorschein kommt ein süßer Hundewelpe. Megbert ist sofort verliebt und nennt den Kleinen Bonesy. Dies ruft Peter auf den Plan, der sich sogleich über den Namen lustig macht und einen Bezug zur Mutter sucht, die bei der Namenswahl der Kinder auch nicht wirklich ein glückliches Händchen bewiesen hätte. Trotz des Geschenks, hasst Megbert Peter abgrundtief. Peter macht sich Luft, wendet sich von dem Hund ab und schwärmt von BMX XXX, das er auf Bertmegs neuem Game Cube spielen könne.

Eine Woche später findet in der Schule der sogenannte „Career-Day“ statt. Dort erzählt Megbert vor ihrer Klasse, dass sie einmal Hundetrainerin werden möchte. Im ganzen Schulgebäude halten sich Karriereberater auf – so trifft sie unverhofft auf Peter, der sich als DJ präsentiert. Ebenfalls läuft sie Vicky über den Weg, die tatsächlich als Hundetrainerin tätig ist und auf Megbert großen Eindruck macht.

An dieser Stelle setzt ein Zeitsprung von 3 Jahren ein. Megbert, zwischenzeitlich eine Jugendliche, freut sich auf das Konzert, das heute stattfindet. Dort trifft sie auf Chadong, ein süßer Typ, der im Besitz von vier VIP-Tickets ist. Eines hat er ihr versprochen. Sie macht sich fertig und will das Haus verlassen, als sich Peter meldet und sie auffordert, mit Bonesy gassi zu gehen. Megbert entgegnet, dass sie sehr beschäftigt sei und Bertmeg mit dem Hund rausgehen soll. Peter wird so sauer, dass er androht, ihr das RAZR Handy wegzunehmen. Widerwillig nimmt sie den Hund mit zum Konzert. Auf dem Vorplatz trifft sie ihre Freundinnen, die überrascht sind, dass Bonesy mit dabei ist. Sie erklären ihr, dass sie mit Hund nicht in die Konzerthalle kommt.

Megbert schmiedet den Plan, Bonesy einfach draußen vor der Halle anzubinden und begründet dies mit den Worten: „er ist gerne draußen unterwegs“. Ihre Freundinnen sind entsetzt. Plötzlich läuft Chadong vorbei, der VIP-Tickets verteilt. Er findet Bonesy süß und freut sich, wenn Megbert den Hund mit zum Konzert bringt.

Der Türsteher ist da aber anderer Meinung und lässt sie nicht rein. In Megbert steigt Wut hoch. In einem Café trifft sie auf ihre Freundinnen, die außer sich sind. Weil sie Bonesy nicht in die Halle schmuggeln konnte, sind ihnen von Chadong die VIP-Tickets abgenommen worden. Dies sei alleine die Schuld von Megbert.

Megbert stellt fest, dass dies der schlimmste Tag in ihrem Leben ist und alles die Schuld von Bonesy sei. Hätte sie sich doch statt ihm auch einen Game Cube schenken lassen. Wieder ein Zeitsprung: diesmal 5 Jahre und kurz danach der nächste mit ebenfalls 5 Jahren. Zwischenzeitlich sind alle wesentlich älter geworden – die Mädels haben ihren Streit „von damals“ vergessen und erinnern sich gerne an Bonesy, der sich zwischenzeitlich in der Obhut der Mutter und Bertmeg befindet. Peter hat die Familie verlassen.

Als Megbert mit ihren Freundinnen an einem Weiher steht und in Erinnerungen schwelgt, erhält sie einen Anruf ihrer Mutter. Bonesy könne nicht laufen und frisst nicht mehr. Sie begibt sich direkt nach Hause. Abends nimmt sie Bonesy mit zu sich ins Bett und macht sich schwere Vorwürfe: sie sei egoistisch gewesen, ein Stück „Scheiße“ und entschuldigt sich bitterlich bei ihm, dass sie ihn damals so schlecht behandelt hat.

Am nächsten Tag steht ein Besuch beim Tierarzt an, der eine Krebserkrankung bei Bonesy feststellt. Die Schmerzen seien unerträglich – er empfiehlt ihn einzuschläfern. Megbert stimmt zu, dankt Bonesy für die gemeinsame Zeit und verabschiedet ihn in die Unendlichkeit.

Das Spiel kann ►hier auf Cartridge bestellt werden. Ebenfalls steht ein kostenfreier ►Download zur Verfügung.

2 Gedanken zu “Farewell / Bonesy | GameBuoyGames Michael Towns

  1. Eyyy!
    Cheers heaps for giving the game a go and writing this up. Made my night haha.
    Aaaand sorry for makin‘ it so sad haha. Teared up a few times myself while making the damn thing haha.
    Have a great day also

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