Game Boy: Bart Simpson’s Escape from Camp Deadly

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(pwc) Sommerferien – die wohl schönste Zeit im Schuljahr. Spät ins Bett gehen, lange ausschlafen, den ganzen Tag im Schlafanzug verbringen, fernsehen, Videospiele zocken und mit Freunden draußen Schabernack anstellen.

Doch weit gefehlt! Marge und Homer Simpson haben ganz andere Pläne mit ihrem Nachwuchs. Sie melden Bart und Lisa im berüchtigten Camp Deadly an – jenem Camp, in dem Zucht und Ordnung einen ganz besonderen Stellenwert genießen und das von niemand Geringerem geleitet wird als Ironfist Burns. Genau wie sein Onkel Montgomery ist Ironfist hart und unbarmherzig. So haben sich Bart und Lisa ihre Ferien bestimmt nicht vorgestellt.

Um Bart in „Form“ zu bringen, lässt sich Ironfist ganz besondere Methoden einfallen. So beginnt Barts erster Tag wie folgt: Auf dem Programm steht das Spiel Capture the Flag, wobei Bart Team A bildet und alle anderen Team B. Sehr fair!

Neben dem Einsammeln von Fähnchen gilt es, so schnell wie möglich Lisa aufzuspüren. Während wir Gegner bisher durch unser Blasrohr mit Spuckkugeln auf Distanz halten, überreicht sie uns eine durchschlagendere Waffe: fünf Bumerangs. Als wären die Angriffe von Team B nicht schon nervig genug, existieren im Camp noch weitere Gefahren. Ein kleiner Tipp: Kommt Gewässern nicht zu nahe und denkt gar nicht erst daran, euren Bumerang auf die Wildbienen zu werfen.

Zu Beginn des Spiels stehen euch drei Leben zur Verfügung. Jedes Leben verfügt über eine bestimmte Anzahl an Hitpoints, von denen ihr jeweils einen verliert, wenn ihr Feindkontakt hattet. Sind alle Hitpoints aufgebraucht, ist ein Leben futsch. Hitpoints könnt ihr allerdings im Laufe des Spiels hinzugewinnen. Auffällig sind manche Gegner, die etwas dunkler gepixelt sind und Hitpoints in Form von Schokotalern (oder Münzen?) fallen lassen. Auch nicht verbrauchtes Essen am Ende der Kantine ist wertvoll: Für jeweils fünf Teile erhält Bart einen weiteren Hitpoint. Begegnet euch auf der Flucht durch das Camp ein Krusty der Clown-Kopf, seid ihr auf ein Extraleben gestoßen – auf alle Fälle einsammeln!

Barts höllischer Trip durch das Camp lässt ihn auch auf diverse Bosse stoßen. Blindside Bill und Rebound Rodney sind Baumhaus-Chefs und nur von hinten zu besiegen. Ein schwieriges Unterfangen, da ihr in den Baumhäusern kaum Bewegungsfreiheit habt und dennoch Platz benötigt, um den Bumerang diagonal zu werfen – in der Hoffnung, dass dieser beim Rückflug auch den Rücken der Gegner erwischt (so zumindest meine Kinderlogik von damals; es gibt allerdings auch eine einfachere Variante).

Seid ihr allerdings erfolgreich, winken hübsche Belohnungen von Lisa: Nach Bill erhaltet ihr den Bienenanzug, der euch vor den kleinen Biestern schützt, und nach Rodney das Football-Outfit, mit dem ihr kurze Zeit unverwundbar seid. Nachdem ihr die letzte Flagge eingesammelt habt, geht’s ab ins nächste Level: die Essenspause.

In der Kantine kann sich Bart ganz andere „Waffen“ zunutze machen: eklige Leberpizza, Tofuburger, Brokkoli oder frittierten Fisch zum Beispiel. Diese müssen allerdings erst eingesammelt und können jeweils nur einmal eingesetzt werden. Achtet hier unbedingt auf das Küchenpersonal, vor dessen Augen ihr es tunlichst unterlassen solltet, mit Essen zu werfen. Eure Munition ist also (bis auf die Spuckkugeln) immer limitiert. Das gilt auch für den Bumerang: Wenn ihr ihn beim Rückflug nicht fangt, ist er verloren.

Nach der Essensschlacht steht wieder eine Partie Capture the Flag auf dem Tagesplan. Ziemlich schnell lernt ihr einen neuen Charakter kennen: Madman Mort hat sich in einer Schlinge verfangen. Befreit ihn und klettert schnell zum nächsten Baumhaus-Chef hoch. Slipshod Sammy ist ebenfalls nur von hinten zu besiegen. Gelingt euch das, erhaltet ihr von Lisa den Atomanzug, den ihr auch dringend in der radioaktiv kontaminierten Kanalisation benötigt. Neben der bestehenden Radioaktivität werden euch später auch Spinnen begegnen. Kurz vor der letzten Flagge taucht Nelson auf, der Bart mit Äpfeln bewirft. Jetzt kommt uns zugute, dass wir Madman Mort aus der Schlinge befreit haben. Mit seiner Hilfe ist Nelson ein Kinderspiel.

Bart hat jetzt nur noch zwei Hindernisse zu überwinden: Mount Deadly und das Elektrizitätswerk. Weicht Adlern, Fledermäusen, Skeletten und Bären aus. Da Bart ziemlich smart ist, wirft er seinen Bumerang gegen die Glühbirnen, um für Dunkelheit zu sorgen. In deren Schutz betätigt er abschließend den Stromhauptschalter, um das komplette Camp vom Netz zu nehmen. Geschafft!

Als Freund der Simpsons habe ich mich Anfang der 90er-Jahre riesig auf das Spiel für den klassischen Game Boy gefreut – zu einer Zeit, als Titel wie The Simpsons: Bart vs. the Juggernauts, The Simpsons: Bart’s House of Weirdness, Krusty’s Fun House und The Simpsons: Bart vs. the World noch nicht absehbar waren – die einzige Möglichkeit also, Bart & Co. auch unterwegs auf Nintendos Handheld zu „genießen“. Seinerzeit bin ich oftmals an den Baumhaus-Chefs gescheitert, da mir die richtige Taktik gefehlt hat. Das Spiel habe ich also nicht besonders positiv in Erinnerung – heute bin ich aber der Meinung, dass es (genauso wie z.B. auch Terminator 2: Judgment Day) etwas unterschätzt wird. Sieht man von der weniger hübschen Grafik und der limitierten Auswahl an Hintergrundmusik einmal ab, bekommen wir ein recht solides Jump ’n’ Run präsentiert.

Bewertung: 3 von 5.

Eine Antwort zu „Game Boy: Bart Simpson’s Escape from Camp Deadly“

  1. […] Bart muss sich gegen Bienen im ►Camp Deadly zur Wehr setzen und Hamton in ►Tiny Toon Adventures Babs‘ Big Break. Im Indietitel Hives […]

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