Game Boy Essentials Volume I

Pierre-Luc Gagné
Amazon Fulfillment Wroclaw, 2017
ISBN: 978-0-9959015-1-3
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(pwc) Game Boy Lektüre existiert auf dem Markt in ausreichender Menge. Die meisten Publikationen dürften aus den 90er Jahren stammen – doch auch heute werden ab und an immer mal wieder interessante Bücher, Magazine und Broschüren zu unserem Lieblingshandheld veröffentlicht.

Game Boy Essentials Volume 1 ist ein solcher Titel und stammt aus diesem Jahr. Die 155 Seiten des Buchs habe ich sprichwörtlich verschlungen. Das liegt zum einen am lockeren Schreibstil des Autors als auch am Gewinn vieler neuer Erkenntnisse oder Hinweise die mit der Zeit in Vergessenheit gerieten und jetzt plötzlich wieder in Erinnerung gerufen werden.

Am gebotenen Inhalt merkt man ganz schnell, dass Autor Pierre-Luc Gagné hier eine Herzensangelegenheit verfolgt und umsetzt – denn auf ein Volume I werden mit Sicherheit noch viele weitere Volumes folgen.

Ziel des Buches soll es sein ein Gefühl vom Game Boy zu vermitteln. Hierbei konzentriert sich Pierre-Luc auf Spieletitel, die seiner Meinung nach wesentlich sind. Im Buch begegnen uns unter anderem: Tetris, Donkey Kong Land, The Legend of Zelda – Link‘ Awakening oder auch The Final Fantasy Legend und Nemesis.

Übrigens nicht immer im positiven Licht. Denn wesentlich muss nicht gezwungenermaßen bedeuten, dass nur die bekanntesten, besten und beliebtesten Spiele auf dem Game Boy eine Rolle spielen dürfen.

Pierre-Luc Gagné präsentiert uns einige bekannte Beispiele und erklärt vorab, dass Spiele zu portablen Konsolen seiner Meinung nach grundsätzlich in sämtlichen Spielelisten unterrepräsentiert sind. Und falls doch einmal ein Game Boy Spiel Teil einer TOP-Liste ist, dann sind Tetris und Pokémon oftmals überrepräsentiert. Er vermutet folgenden Hintergrund: der Game Boy wird wenig ernst genommen, denn für viele war der Handheld lediglich der Einstieg bevor man eine „richtige“ Konsole geschenkt bekam.

Auch wenn folgende Spiele seiner Meinung nach wesentlich dafür sind das Gefühl Game Boy zu vermitteln, hat er doch einiges zu kritisieren:

  • Die Multiplayerfunktionalität des Game Boy war bis zum Release der ersten Pokémon-Titel nicht erfolgreich
  • Bei Donkey Kong Land haben die Programmierer (fast) alles falsch gemacht. Die Grafik ist ein einziger Matsch. Der Vordergrund hebt sich nicht oder zu spät vom Hintergrund ab. Ghosting und Blurry sind die Regel
  • Die Sprites in Mega Man sind für den vorhandenen Levelausschnitt viel zu groß – man käme sich vor wie ein Elefant in einer Sardinenbüchse
  • Das Gegenteil trifft auf Batman – The Video Game und Super Mario Land zu. Hier verlieren sich die winzigen Sprites im Levelausschnitt
  • In Yars‘ Revenge haben Soundkünstler Furzgeräusche programmiert
  • Und in Final Fantasy Legend herrscht der fiese Saw-Bug der Gegner automatisch tötet, wenn diese eine höhere Verteidigung haben als du Angriffsstärke. Das bedeutet, dass jeder Boss im Spiel ganz einfach mit der Säge besiegt werden kann

Lasst euch vom unscheinbaren Cover nicht entmutigen – das Buch hat wirklich einiges zu bieten und kann ich absolut empfehlen. Eine Bereicherung für jede gut sortierte Game Boy Lektüren-Sammlung.

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