Hyperkin | Retron Sq

(pwc) Hyperkins Mini-Konsole zum Abspielen eurer Game Boy Classic, Color und Advance Module, hat nun auch mich erreicht. Auf den niedlichen Würfel im Farbdesign „Hyper Beach“ habe ich lange gewartet. Das Warten hat sich aber gelohnt – immerhin stand die bei Release ausgelieferte Firmware völlig zu Recht unter Beschuss.

Was Anfang des Jahres noch als gravierender Mangel angesehen werden konnte und den Kauf des Retron Sq eher nicht rechtfertigte, ist nun mit der Firmware 1.2 deutlich verbessert worden. Wir erinnern uns an die ersten Reviews: matschige Grafik, ein voreingestellter Frame-Skip oder Game Boy Advance Spiele lediglich im Beta-Status. All dies ist nun behoben.

Der Würfel misst 9 x 9 x 9 cm und lässt sich damit sehr unauffällig in jedes Setup integrieren. Auf der Rückseite des Gerätes finden wir die HDMI-Buchse, einen Schalter, mit dem wir das Bildformat wechseln können (4:3 oder 16:9), einen USB Typ-C Anschluss für die Stromversorgung sowie ein Micro-SD Kartenschlitz. Auf der beiliegenden Speicherkarte befindet sich eine veraltete Firmware. Deswegen: unbedingt erst einmal ein Update installieren. Wie das funktioniert, erfahrt ihr ►hier. Ganz nebenbei empfehle ich euch die No-Name Speicherkarte gegen ein Markenprodukt auszutauschen.

Auf der Vorderseite fallen direkt die zwei markanten pinken Buttons auf. Der obere schaltet das Gerät an und über den unteren könnt ihr ein Spiel-Reset auslösen. Ebenfalls befindet sich hier der USB-Anschluss für den beiliegenden Controller. Und das war’s auch schon.

Startet ihr ein Spiel, braucht das Gerät eine kurze Zeit, bis der Titel ausgelesen und auf dem internen Speicher abgelegt ist. Möchtet ihr zu einem anderen Titel wechseln, dürft ihr es euch recht einfach machen. Die Konsole unterstützt Hot Swapping – ihr könnt das jeweilige Modul also einfach während des Betriebes wechseln, ohne erst die Konsole ausschalten zu müssen.

Befinden sich Spielstände auf dem Modul, werden diese ebenfalls mit ausgelesen. Allerdings kopiert der Retron Sq alle weiteren, neuen Spielstände nicht wieder zurück auf das Modul. Ob diese Gegebenheit möglicherweise in einem nächsten Firmware-Update behoben wird, bleibt abzuwarten.

Die Skalierung der Spiele liegt bei 720p. Neben dem obligatorischen Firmware-Update, empfehle ich euch weiterhin eine Tastatur an den vorderen USB-Port anzuschießen. Denn nur so erreicht ihr mit F1 das sogenannte „Quick Menü“. Navigiert hier direkt einmal zu den Optionen. Hier könnt ihr beispielsweise Einfluss auf die Game Boy Farbpalette nehmen, die emulierte Hardware wählen oder auch einstellen, ob Super Game Boy Rahmen angezeigt werden sollen. Doch das war noch nicht alles. Zig weitere Einstellungen stehen euch hier zur Verfügung. Damit ihr nicht jedes mal wieder auf eine Tastatur zurückgreifen müsst, könnt ihr das Menü auch via Controller öffnen. Hierfür sind folgende Einstellungen nötig: Settings > Input > Menu Toggle Gamepad Combo > und dort eine Wahl treffen. Ich habe die Funktion auf die Buttons Start + Select gelegt. Im Anschluss wechselt ihr in das „Main Menü“ und wählt dort unter Configurations den Punkt Save Current Configuration aus.

Zur Performance: tatsächlich habe ich keine Eingabeverzögerungen gespürt. Alles läuft wunderbar flüssig. Tipp: wenn ihr in den Optionen die emulierte Hardware auf Super Game Boy 2 ändert, spielt ihr Game Boy Spiele in der Originalgeschwindigkeit.

Grundsätzlich scheint das Gerät mit Multi-Game Cartridges ein Problem zu haben. Darunter fallen alle sogenannten „China-Module“ die Spielesammlungen beinhalten, sämtliche SACHEN-Module, Flashkarten wie das Everdrive oder auch Nintendos Power Modul (DMG-MMSA-JPN). Ebenso habe ich leider erfolglos Nanoloop getestet. Die Cartridge wird zwar ausgelesen – startet aber im Anschluss nicht.

Das Warten hat sich gelohnt. Der Retron Sq ist mit der bereitgestellten Firmware ein echter Traum. Noch nie hat es so viel Spaß gemacht, seine Module via HDMI am Monitor, Flatscreen-TV oder Beamer abzuspielen. Eine definitive Kaufempfehlung!

Ein Gedanke zu “Hyperkin | Retron Sq

  1. Hi. Das man das Menü nur per Tastatur erreichen kann ist vermutlich dem geschuldet, das Hyperkin sich (mal wieder) bei einem anderen Emulator bedient hat. Das ist die Oberfläche vom Visual Boy Advance.

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